Aldi, Rewe und Co.: Schon jetzt sind die Regale leer

Ukraine ist wichtigster Lieferant: DIESES Alltagslebensmittel wird jetzt rationiert!

ARCHIV - 15.02.2019, Baden-Württemberg, Stuttgart: ILLUSTRATION - Ein Einkaufswagen wird durch einen Supermarkt geschoben (Aufnahme mit langer Belichtungszeit). Im deutschen Einzelhandel droht nach Einschätzung von Handelskennern durch den Ukraine-Kr
Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf das Einkaufen im Supermarkt in Deutschland.
som gfh fgj abl pil vco, dpa, Fabian Sommer

„Pro Haushalt nur eine Packung“: Solche Aufschriften kannten wir im Supermarkt vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie bei Klopapier, Nudeln, Mehl und Co. Aber auch jetzt tauchen Lebensmittel-Rationierungen im Supermarkt wieder auf. Grund dafür ist der Krieg in der Ukraine. Denn dort kommen normalerweise einige wichtige Lebensmittel her, die aktuell wegen der kritischen Lage vor Ort nur begrenzt geliefert werden können.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker

Nur vier Flaschen pro Kunde

Sonnenblumen, Raps, Leinsamen und Soja – all das sind wichtige Rohstoffe, die vor allem aus der Ukraine nach Deutschland kommen. Zuerst sind „nur“ die Preise angestiegen, doch jetzt müssen einige Supermärkte bereits zu härteren Maßnahmen übergehen. Denn wie vielen vielleicht schon aufgefallen ist, sind vor allem die Regale von Sonnenblumen- und Rapsöl immer häufiger komplett leer.

Der Discounter Aldi Süd begrenzt deshalb die Abgabe von Öl seiner Eigenmarke „Bellasan“ auf vier Flaschen pro Kunde. Das berichtet die Lebensmittel Zeitung (LZ). Wenn es so weiter geht, könnten auch andere Supermärkte dem Beispiel von Aldi folgen.

Wenn nicht eine Begrenzung pro Kunde, wird es aber in jedem Fall zu höheren Preisen beim Speiseöl kommen. Nach Recherchen des Onlinemagazins Chip.de kostet Speiseöl aktuell mindestens 1,80 Euro. Zum Vergleich: Noch im vergangen Jahr war günstiges Öl schon für unter einen Euro zu bekommen.

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Auch Lieferengpässe bei anderen Lebensmitteln

Höhere Preise und womöglich weitere Rationierungen könnte es auch bei anderen Lebensmitteln geben. Beispielsweise bei Nudeln, Reis, Marmelade, Schokolade und Senf. Denn auch hier kommen die Grundprodukte zur Produktion der Lebensmittel – wie Weizen, Senfsaat, Raps und Soja – aus der Ukraine.

Deutsche Branchenverbände warnen, die Lieferungen aus der Ukraine seien kaum durch ein anderes Land zu ersetzen.

Zu der angespannten Lage in der Ukraine kommen auch noch weitere Gründe, die die Lieferungen von bestimmten Produkten aktuell beeinträchtigen: Missernten, Personalengpässe durch Corona oder die gestiegenen Produktionskosten durch die hohen Energiepreise. (khe)

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