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Omikron-Infektion: Symptome & Inkubationszeit - Wissenswertes über die Corona-Variante

"Symptome können erst später kommen"

Was Sie bei der Infektion mit Omikron beachten sollten

Eine junge Frau niest in ihre Armbeuge.
Wenn Sie sich mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron infiziert haben, kann es gut sein, dass sich Symptome erst später bemerkbar machen.
agrobacter

Omikron auch bei uns die vorherrschende Virus-Variante

Alpha oder Delta? Werden aktuell in den Schatten gestellt von Omikron, der hoch infektiösen Coronavirus-Variante, die im Dezember 2021 zum ersten Mal in Südafrika entdeckt wurde. Rasend schnell breitet sie sich aus – bei sowohl Ungeimpften als auch bei Geimpften. In Deutschland haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) bereits über 260.000 Menschen mit der neuen Mutation angesteckt und sie ist nun auch bei uns die vorherrschende Virus-Variante. Auch der Epidemiologe Timo Ulrichs von der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin sagt: Die Variante breitet sich viel schneller aus als zum Beispiel Delta. Deswegen gibt es vor allem bei Symptomen und der Inkubationszeit einiges zu beachten.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de

Kürzere Inkubationszeit bei Omikron wahrscheinlich

Im ntv-Podcast „Wieder was gelernt" erklärt Ulrichs: „Durch die Mutationen auf dem Spike-Protein ist die Bindungsfähigkeit an die Wirtszellen im menschlichen Körper noch besser. Das heißt, es reichen viel weniger Viren aus, um eine Infektion auszulösen. Und deswegen ist das Ganze so erfolgreich." Obwohl die klinischen Verläufe bei Omikron zwar etwas leichter seien als bei den anderen Varianten, könnte die neue Virus-Mutation dennoch für eine Überlastung des Gesundheitssystems sorgen. Der Epidemiologe warnt vor zu vielen Neuinfizierten auf einmal.

Ebenfalls problematisch bei Omikron ist die vermutlich kürzere Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der eigentlichen Infektion und dem Auftreten erster Symptome. Bisher gibt es dazu allerdings noch keine genauen, belastbaren Daten, wie Ulrichs betont: „Man hat ja gelernt, dass diese mögliche Inkubationszeit bis zum Ausbruch im Nasen-Rachen-Raum, bis die Viren dann auch ausgeschieden werden können, bis zu 14 Tage dauern kann. Bis man wieder auf der sicheren Seite ist, dass das Ganze dann vorbei ist. Es könnte sein, dass das bei Omikron alles etwas schneller abläuft, aber muss es nicht."

Zum Vergleich: Das Redaktionsnetzwerk Deutschland fasst noch einmal zusammen, dass das RKI beim Ursprungsvirus von einer Inkubationszeit von rund fünf Tagen ausgegangen ist. Bei der Delta-Variante war die Ansteckungszeit bereits kürzer, Symptome haben sich schneller – nach etwa 3,5 Tagen – bemerkbar gemacht. Gleiches könnte nun eben auch für Omikron gelten: „Was wir sehen, ist, dass die Inkubations­zeit bei Omikron verkürzt ist“, sagt Virologe Hendrik Streeck vor einigen Tagen im RTL-Interview. Wie lang oder kurz sie aber wirklich ist, wird sich erst noch zeigen.

Lese-Tipp: Inkubationszeit bei Omikron ist deutlich verkürzt - was das bedeutet

Symptome oder nicht? Darauf sollten Sie achten

Die Symptome einer Omikron-Infektion ähneln einer Infektion mit den anderen Corona-Varianten, wie das RKI sagt: Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Müdigkeit und Co. können auftreten. Was eher in den Hintergrund rückt, ist der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns.

Trotzdem ist es wichtig, sich nicht leichtsinnig zu verhalten, hatte man etwa Kontakt mit jemandem, der sich mit Covid-19 infiziert hat: Einige Tage, bevor man selbst überhaupt Symptome zeigt, kann man bereits ansteckend sein. Wie ntv berichtet, erklärt der Epidemiologe Timo Ulrichs, dass es zudem stark davon abhänge, ob man geimpft sei oder nicht: „Gerade wenn man geimpft ist, springt das Immunsystem schon recht früh an, an den Schleimhautoberflächen im Nasen-Rachen-Raum. Und dann kann es sein, dass die Symptome erst sehr viel später kommen, weil die Infektion schon gleich vor Ort eingedämmt wird. Und dass das Testergebnis erst später positiv wird, obwohl die Viren schon da sind und sich dann wiederum auch verbreiten könnten durch Aerosolbildung. Das bedeutet, dass in vielen Fällen das Virus schon da ist, aber die Antigen-Schnelltests erst später ausschlagen, weil durch die gleichzeitige Aktivierung der Immunantwort nicht so viele Viren gebildet werden, die dann nötig sind, dass der Antigen-Schnelltest positiv ausschlägt." Das gelte bei Geimpften auch für die Delta-Variante.

Die bisher zugelassenen Impfstoffe wirken zwar gegen Omikron nicht ganz so gut wie gegen die anderen Corona-Mutationen, aber besser geschützt sind Geimpfte trotzdem. Ungeimpfte sind gefährdeter sich anzustecken und können das Virus leichter weitergeben, sagt Ulrichs. (ntv/vdü)

Lese-Tipp: Ärzteverband: Bei Husten und Schnupfen Corona-Test machen

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