Lage in Österreich weiter dramatisch

Trotz Lockdown: Gesundheits-Experten sehen keine Besserung

Lage in Österreich auch nach Lockdown dramatisch.
Lage in Österreich auch nach Lockdown dramatisch.
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26. November 2021 - 11:42 Uhr

Lockdown-Frust in Österreich

Kein Restaurant, kein Kino, kein Fitnessstudio, kaum soziale Kontakte – Österreich lebt seit einigen Tagen im Lockdown. Und so langsam macht sich der Frust breit, denn noch ist keine Besserung der akuten Corona-Lage im Land in Sicht – trotz Stillstand.

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Experten: Lage bleibt weiterhin angespannt

Im Alpenland spitzt sich die Lage auf den Intensivstationen wenige Tage nach dem Beginn des harten Lockdowns weiter zu. Am Donnerstag wurden Gesundheits- und Innenministerium zufolge 619 Intensivpatienten gezählt, 41 mehr als am Vortag. Die Betten-Kapazitäten sind damit um über 30 Prozent ausgelastet. Den bisherigen Höchststand an Intensivpatienten gab es im November 2020 mit knapp über 700.

Die Neuansteckungen sind zwar nach dem Rekordwert vor wenigen Tagen zurückgegangen, bleiben mit 13.592 neuen Fällen aber auf einem hohen Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1.084 pro 100.000 Einwohner.

Experten aus dem Gesundheitswesen sehen vorerst keine Besserung. Sie rechnen damit, dass die Lage in den Krankenhäusern in den nächsten 14 Tagen angespannt bleibt. Das lässt Zweifel an einem baldigen Ende des Lockdown aufkommen.

Lockdown soll am 13. Dezember enden

Mediziner aus dem schwer betroffenen Bundesland Salzburg hatten bereits in der Vorwoche gewarnt, dass eine Triage drohe. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) hält jedoch daran fest, dass die Einschränkungen für Geimpfte und Genesene spätestens am 13. Dezember vorbei sein sollen.

Im November waren die Infektionszahlen auf einen Rekordwert geklettert. Österreich zählt neben Deutschland und der Schweiz zu den Ländern mit der niedrigsten Impfquote in Westeuropa. Rund 66 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

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Für die Alpenrepublik ist es der vierte Lockdown seit dem Ausbruch der Pandemie. Restaurants, Hotels, der Handel sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Geöffnet sind nur Geschäfte des täglichen Bedarfs sowie die Schulen. Mit einem 2G-Nachweis ist zudem das Skifahren erlaubt. (Reuters/mor)

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