Er gerät bei Kletter-Aktion in den StromkreisAlles für die Klicks! 19-Jähriger stirbt auf Hochspannungsmast

Für ein spektakuläres Video bezahlt er mit seinem Leben.
In der Südoststeiermark in Österreich klettert ein 19-Jähriger auf einen Hochspannungsmast. Sein Handy filmt mit. Dann passiert das Unfassbare: Der Teenager gerät in den Stromkreis. Wenig später hängt sein lebloser Körper in rund 20 Metern Höhe.
Autofahrer entdeckt leblosen Körper
Am Dienstagnachmittag (10. März) klettert der 19-Jährige auf einen Hochspannungsmast. Sein Ziel: Offenbar spektakuläre Fotos und Videos für die sozialen Netzwerke. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hält er den Aufstieg mit seinem Handy fest. Doch plötzlich gerät der junge Mann in den Stromkreis der Anlage. Mehrere hunderttausend Volt können durch solche Leitungen fließen.
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Ein Autofahrer auf der nahegelegenen Bundesstraße B66 sieht plötzlich, wie ein Körper in etwa 20 Metern Höhe reglos am Mast hängt. Der Mann alarmiert sofort den Notruf. Einsatzkräfte rücken an, doch sie können zunächst nichts tun. Mitarbeiter des Energieversorgers müssen zuerst die Hochspannungsleitung abschalten, damit Retter überhaupt zum Verunglückten gelangen können. Während der Bergung kommt es in der umliegenden Region sogar zu einem Stromausfall. Für den jungen Mann kommt jede Hilfe zu spät.
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Teenager kletterte öfter auf Masten
Für die Ermittler deutet vieles darauf hin, dass der 19-Jährige solche Aktionen schon länger gemacht hat. „Die Ermittlungen ergaben, dass der junge Mann bereits zuvor mehrfach auf Strom- und Mobilfunkmasten geklettert war und seine Aktionen mit dem Handy dokumentiert hatte”, sagt Polizeisprecher Fritz Grundnig der Kronen Zeitung.

Solche waghalsigen Kletteraktionen werden im Internet als „Roofing” bezeichnet. Menschen steigen dabei ohne Sicherung auf Gebäude oder Masten, um sich dabei zu filmen. Für Experten ist der Fall eine tragische Mahnung. „Es ist strengstens verboten, auf Masten zu klettern. Mit jeder Besteigung ist Lebensgefahr verbunden!”, meint Urs Harnik von Energie Steiermark. Bei 20-Kilovolt-Leitungen müsse sogar ein Mindestabstand von rund eineinhalb Metern eingehalten werden. Schon diese Distanz kann tödlich sein. (nha)
Verwendete Quellen: Kronen Zeitung


