Grausamer Nachbarschaftsstreit eskaliertWegen einer Ameisenstraße! Mann erschlägt Nachbarin mit Spaten

Ein 53-Jähriger erschlägt seine 72-jährige Nachbarin nach einem Streit um eine Ameisenstraße mit einem Spaten. (Symbolbild)
Ein 53-Jähriger erschlägt seine 72-jährige Nachbarin nach einem Streit um eine Ameisenstraße. (Symbolbild)
ADOBE FOTO STOCK

Ein banaler Streit um winzige Insekten endet in einem unfassbaren Gewaltverbrechen.
Ein Wirtschaftsingenieur prügelt in Österreich auf seine 72-jährige Nachbarin ein, tritt ihr ins Gesicht und erschlägt sie schließlich mit einem Spaten. Und das nur, weil ihn eine Ameisenstraße zur Wohnung der alten Frau führt! Vor Gericht fällt nun ein hartes Urteil.

Streit um Ameisen eskaliert

Im Schwurgerichtssaal in Graz herrschen am Mittwochmorgen (11. März) Schock und Entsetzen. Die Staatsanwältin findet drastische Worte für das, was im Mai letzten Jahres geschah: „Sie werden einen starken Magen brauchen. Solche Szenen kenne ich nur aus Horrorfilmen“, zitiert sie die Kronen Zeitung. Alles beginnt mit einer Spur aus Ameisen. Der Angeklagte entdeckt in der Wohnung seiner Mutter eine Straße der Insekten. Also folgt er der Spur bis zu einem Blumentopf auf der Parterre der Nachbarin. Zwischen den beiden Parteien schwelt schon lange Streit.

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Dann kommt es zur Konfrontation. Die 72-Jährige habe ihn aggressiv angesprochen, schildert er vor Gericht. Sie soll ihn dabei auch als „Problemmacher” bezeichnet haben. „Ich habe die Fassung verloren und ihr einen Faustschlag versetzt. Sie hätte Respekt zeigen sollen“, sagt der 53-Jährige.

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Brutale Attacke im „Kriegsmodus”

Als die verängstigte Frau laut Anklage fragt: „Wollen Sie mich umbringen?”, sei er „total getriggert” worden. Er schlägt weiter zu, tritt der Rentnerin mit dem Knie ins Gesicht, wirft sie zu Boden und tritt auf sie ein. Dann greift er zu einem Spaten und schlägt mindestens 18 Mal zu. Die alte Frau stirbt noch vor Ort. „Ich war im Kriegsmodus, ich habe die Kontrolle verloren“, rechtfertigt er sich vor Gericht.

„Das ist bis jetzt eine der am schlimmsten zugerichteten Leichen, die ich gesehen habe“, sagt der beisitzende Richter Andreas Rom laut Kronen Zeitung. Die 72-Jährige sei im Vergleich zum Angeklagten „ein Fliegengewicht“ gewesen. Die Staatsanwältin spricht von einem „Overkill“, wie man ihn sonst nur aus Filmen kennen würde.

Nach dem Mord geht er Ameisengift kaufen

Nach der Tat ruft der Mann zwar den Rettungsdienst, geht dann aber erst einmal einkaufen. Unter anderem kauft er eine Ameisenfalle. Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigt ihm zwar eine psychische Störung, dennoch gilt er als zurechnungsfähig. „Sie tun sich vor allem selber leid“, konfrontiert ihn der Beisitzer Hanspeter Draxler laut oe24.

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Am Ende des Prozesstages fällt das Urteil. Das Gericht spricht den Mann wegen Mordes schuldig. Es verhängt lebenslange Haft und ordnet zusätzlich die Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (nha)

Verwendete Quellen: oe24, Kronen Zeitung