Tragödie auf BauernhofVater setzt mit dem Traktor zurück – und überfährt seinen Sohn (3)

Er hat nur einen Moment nicht aufgepasst.
Ein Landwirt will im Kuhstall seine Tiere füttern, doch dann erfasst der Vater seinen eigenen Sohn mit dem Anhänger des Traktor-Gespanns. Für den Jungen kommt jede Hilfe zu spät.
Dreijähriger folgt seinem Vater auf dem Fahrrad
Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die österreichische Polizei berichtet, war der 50 Jahre alte Landwirt mit seinem Traktor durch die Stallgasse seines Kuhstalls gefahren. Er wollte dort Futter für die Tiere ausbringen. Was der Vater offenbar nicht bemerkte: Sein drei Jahre alter Sohn fuhr ihm auf einem Fahrrad hinterher. Als der Landwirt am Ende des Stallgebäudes mit seinem Traktor zurücksetzte, geschah das Unglück. Ein Reifen des Anhängers erfasste den kleinen Jungen.
Helfer versuchten noch, das Kind wiederzubeleben. Die Reanimationsmaßnahmen blieben laut Polizei jedoch erfolglos. Der Dreijährige starb. Der Unfall ereignete sich in Höchst im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Die Gemeinde liegt am Bodensee in der Nähe von Bregenz und nur rund 15 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
Kleine Kinder sind auf dem Hof besonders gefährdet
Erst im Juni 2026 warnte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau ausdrücklich vor der Gefahr für Kinder durch Traktoren und andere Landmaschinen. Kleine Kinder könnten plötzlich mit Fahrrädern oder anderen Kinderfahrzeugen in Bereiche gelangen, in denen schwere Maschinen rangieren. Wegen ihrer geringen Körpergröße seien sie für Fahrer schlechter zu erkennen. Auch die Gefahren eines toten Winkels könnten sie noch nicht einschätzen. Jedes Jahr ereigneten sich auf landwirtschaftlichen Betrieben Unfälle mit leichten, schweren und auch tödlichen Verletzungen.
Verwendete Quellen: dpa, SVLFG


