Ein Versprechen für die Ewigkeit„Das ist der Deal mit dem Leben“ – Verona Pooth spricht offen über den Tod

Über den Tod zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer – Verona Pooth nicht.
Die 58-Jährige hat ihren Vater verloren, noch bevor er seinen ersten Enkel kennenlernen konnte. Heute spricht sie offen mit ihren Söhnen über das Sterben und hat für die Familie einen ganz besonderen Gedanken gefunden: Irgendwann treffen sie sich alle auf „Wolke sieben“ wieder.
Verona Pooths Vater lernte seine Enkel nie kennen
Im „Bild“-Podcast „My Way“ erinnert sich Verona Pooth an ihren Vater Ernst Feldbusch. Er starb 2003, als sie im sechsten Monat mit ihrem älteren Sohn Diego schwanger war. „Er hat Diego also nicht mal kennengelernt. Natürlich auch nicht Rocco“, erzählt Pooth.
An ihren Vater erinnert sie sich als humorvollen und liebevollen Menschen. Er habe sie „Veroni“ genannt und sei ein „super angenehmer Papi“ gewesen. Auch mit ihrem heutigen Ehemann Franjo Pooth habe sich ihr Vater sehr gut verstanden. Besonders schmerzhaft: Von seinem ersten Enkel konnte Ernst Feldbusch lediglich noch ein Ultraschallbild sehen.
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Dieser Gedanke half Verona Pooth nach dem Verlust
Der Tod ihres Vaters während der Schwangerschaft traf Pooth schwer. Mit der Zeit fand sie jedoch einen Gedanken, der ihr half, mit dem Verlust umzugehen. Ihr Vater sei sehr kinderlieb gewesen. Deshalb fragt sich Pooth rückblickend, ob es für ihn möglicherweise noch schmerzhafter gewesen wäre, seinen Enkel erst kennenzulernen und kurze Zeit später schwer krank zu werden.
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Natürlich hätte sie sich mehr gemeinsame Zeit gewünscht. „Schön wäre es gewesen, wenn er ihn vielleicht zehn Jahre gekannt hätte“, sagt sie. Gleichzeitig habe sie gelernt, das Geschehene anzunehmen: „Die Dinge sind, wie sie sind. Irgendwo muss man das akzeptieren.“
„Wir sind auf Wolke sieben verabredet“
Auch gegenüber ihren beiden Söhnen Diego (22) und Rocco (14) macht Verona Pooth aus der eigenen Sterblichkeit kein Tabuthema. Schon als Rocco neun Jahre alt war, habe sie ihm erklärt, dass auch sie eines Tages sterben werde. Für diesen Gedanken hat die Familie ein besonderes Bild gefunden. „Wir sind auf Wolke sieben verabredet“, sagt Pooth ihren Söhnen.
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Als Kind habe Rocco darauf eine ganz eigene Idee gehabt: Seine Mutter solle einen Bademantelgürtel mitnehmen, der unten aus der Wolke heraushänge. Auch die Frage, wie lange Mutter und Sohn möglicherweise voneinander getrennt wären, beantwortete Pooth ihrem Kind auf ihre Weise: „Im Himmel gibt es keine Uhr, das ist ein Wimpernaufschlag – auch wenn du noch hundert Jahre länger lebst als ich.“
Verona Pooth hat keine Angst vor dem Tod
Angst vor dem eigenen Tod habe die Unternehmerin nach eigenen Worten nicht. Für sie gehören Leben und Sterben untrennbar zusammen. „Das ist der Deal mit dem Leben. Du kannst nur leben, wenn du auch stirbst“, sagt Pooth.
Traurig sei für sie vor allem, wenn ein Mensch zu früh oder auf schmerzhafte Weise sterbe. Mit ihren Kindern möchte sie das Thema dennoch nicht verdrängen, sondern offen darüber sprechen. Und vielleicht hilft dabei gerade das Bild, das sich die Familie geschaffen hat: Egal, wann der Abschied kommt – auf „Wolke sieben“ wartet irgendwann ein Wiedersehen.
Verwendete Quellen: Web.de, Bild-Podcast „My Way“


