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Novavax-Impfstoff in Hessen: Kann diese Spritze Impfskeptiker endlich überzeugen?

Verhaltende Nachfrage nach Novavax-Impfstoff

Kann diese Spritze Hessens Impfskeptiker doch nicht überzeugen?

Kann diese Spritze Hessens Impfskeptiker noch überzeugen? Verhaltende Nachfrage nach Novavax-Impfstoff
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Verhaltende Nachfrage nach Novavax-Impfstoff
Kann diese Spritze Hessens Impfskeptiker noch überzeugen?

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Der langersehnte Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax hat Hessen erreicht. Der sogenannte Totimpfstoff steht bereits seit dem Wochenende in drei Impfstellen des Landkreises in Groß-Gerau, in Riedstadt-Wolfskehlen und Rüsselsheim bereit. Auch in weiteren Kommunen im Bundesland sollen die Impfungen mit dem Vakzin nach einer Liste des hessischen Sozialministeriums in dieser Woche starten. So auch in Hessens größter Stadt, im Impfzentrum an der Frankfurter Messehalle.

Alternative zu Biontech und Moderna - vor allem vor Hintergrund der Impfpflicht

Für das gesamte Bundesland hatte das Ministerium zunächst etwa 108.000 Novavax-Dosen erwartet. Diese sollen zunächst insbesondere Beschäftigten im Pflege- und Gesundheitsbereich angeboten werden, da für die Berufsgruppe ab Mitte März eine einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt. Der Novavax-Impfstoff könnte eine Alternative für all jene sein, die Vorbehalte gegen mRNA-Impfstoffe haben, die von Biontech/Pfizer und Moderna angeboten werden.

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Nachfrage läuft eher schleppend an

Interessenten können sich über eine Terminplattform anmelden oder spontan während der Öffnungszeiten zu den Impfstellen kommen, eine Anmeldung sei nicht erforderlich. Mit dem neuen Vakzin sei die Impf-Nachfrage zunächst nicht spürbar gestiegen, sagte eine Sprecherin des Kreises Groß-Gerau.

Auch im Landkreis Limburg-Weilburg liefen am Montag die Impfungen mit dem Novavax-Vakzin an. Gemäß den Vorgaben des Landes werde zunächst Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen seien, erklärte ein Kreissprecher. Sie können über eine Plattform ihre Impftermine buchen. "Dies ist im Landkreis Limburg-Weilburg bislang erst vereinzelt geschehen." Erst danach werde der Impfstoff der breiten Bevölkerung über 18 Jahren zur Verfügung stehen.

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In Wiesbaden gibt es die Spritze schon ab morgen für alle Bürger

Im Impfzentrum Messe in Hessens größter Stadt Frankfurt sind an diesem Dienstag Impfungen mit den Dosen des Herstellers Novavax anlaufen. Die Hauptstadt Wiesbaden meldet, dass aufgrund der geringen Nachfrage bei Gesundheits-Mitarbeiter die Termine für die Novavax-Impfung schon ab Mittwoch für alle Bürger freigeschaltet werden. Für den ersten Tag hatten sich laut Gesundheitsamt rund 100 Menschen angemeldet, die jedoch nicht alle erschienen sind.

Auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf steht in den Startlöchern, das Gesundheitsamt wolle von diesem Mittwoch (2. März) an mit den entsprechenden Impfungen beginnen, erklärte ein Sprecher. Zunächst sei das Vakzin auch hier für die Beschäftigten in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen vorgesehen und solle bei Sonderimpfaktionen am 2., 3. und 4. März verabreicht werden. Vom 6. März an stehe dann allen Bürgerinnen und Bürgern ein öffentliches Impfangebot ohne vorherige Terminvergabe offen. Rund 5.000 Dosen des Impfstoffs seien an den Landkreis Marburg-Biedenkopf geliefert worden.

Landkreis Bergstraße: 4300 Dosen und bisher nur 120 Interessenten

Menschenschlange vor Impfzentrum
Schlange stehen vor dem Impfzentrum (wie hier im November in Hamburg) für den neuen Impfstoff Novavax? Bisher Fehlanzeigen in Hessen. Foto: Markus Scholz/dpa
deutsche presse agentur

Auch der Landkreis Bergstraße berichtete von einem eher geringen Interesse an dem Impfstoff, sodass sich dort schon jetzt nicht nur Beschäftigte aus Pflege- und Gesundheitsberufen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger für die entsprechenden Impftermine melden können, wie eine Sprecherin mitteilte. Den aktuell im Landkreis vorrätigen 4300 Dosen von Novavax stünden derzeit 120 Terminbuchungen gegenüber.

mRNA vs. Protein: Was ist der Unterschied?

Bei mRNA-Impfstoffen liefert die sogenannte Boten-RNA (engl: messenger ribonucleic acid, mRNA) in den Impfstoffen einen Teil der Erbinformation des Virus in die menschlichen Zellen. Die produzieren mit diesen Informationen ein Protein des Erregers, gegen das der Körper dann Abwehrreaktionen entwickelt. Der Novavax-Impfstoff basiert hingegen auf einem klassischeren Verfahren. Er besteht aus virusähnlichen Partikeln, die das Spike-Protein des Coronavirus enthalten, sowie einem Wirkverstärker. Er gilt als Totimpfstoff, also als Impfstoff ohne lebende, vermehrungsfähige Krankheitserreger. Allerdings enthalten auch die anderen Vakzine keine lebenden Viren. (dpa)