Charité behält Influencerin in Deutschland

Neuer Hoffnungsschimmer für Julia Holz: Kann der Krebstumor doch entfernt werden?

09. Juni 2021 - 10:57 Uhr

Julia Holz verrät im RTL-Interview, wie es weitergeht

Nachdem Influencerin Julia Holz auf Mallorca die Schock-Diagnose bekam, dass der Tumor in ihrer Gebärmutter bereits gestreut habe und eine Operation, in der der Tumor entfernt wird, somit vorerst ausgeschlossen sei, gibt es nun einen kleinen Hoffnungsschimmer: Eigentlich wollte sich Julia in der Berliner Frauenklinik der Charité nur eine zweite Meinung einholen und anschließend wieder zurück nach Mallorca fliegen - doch dann kam alles anders. Unserer Reporterin hat sie nach ihrem Termin im Krankenhaus getroffen, und Julia hat ihr verraten, warum sie in Berlin bleibt, warum sie voller Hoffnung ist und wie es für Julia weitergeht – das Interview sehen sie hier im Video.

„Ich bleibe in Berlin und muss erstmal selber klarkommen“

Influencerin Julia Holz meldet sich am Dienstag mit diesen Worten bei ihren Followern auf Instagram zurück: "Sorry Leute, musste den heutigen Tag erstmal verdauen. Nur so viel: Ich bleibe in Berlin, muss selbst erstmal klarkommen." Die Influencerin hat sich in der Frauenklinik der Charité CVK in Berlin erneut untersuchen lassen. Doch anders als gedacht, kann sie nicht direkt wieder nach Hause fliegen, sondern soll in Deutschland bleiben. Die Ärzte wollen Julia in Berlin behalten und sie erneut operieren, um sich einen Überblick über ihren Gesundheitszustand zu verschaffen. Die neue Operation findet direkt am Mittwochmorgen statt und soll Aufschluss geben, wie es um Julia aktuell wirklich steht. Die Ärzte müssen Julia noch einmal komplett untersuchen, das Einzige, was sie weiß: Sie hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium.

Eigentlich sollte die Influencerin diese Woche auf Mallorca mit der Chemotherapie beginnen, doch die Ärzte in Berlin wollen Julia in Deutschland behalten und geben ihr sogar ein bisschen Hoffnung. Vielleicht kann der Krebs doch operiert werden und ihre Gebärmutter entnommen werden. Doch ob eine Operation tatsächlich stattfinden kann, werden die Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen.

Julia holt sich in Berlin eine weitere Meinung zu ihrer Erkrankung ein

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"Geht zum Frauenarzt, damit euch das erspart bleibt"

Julias Message an ihre Follower ist weiterhin klar: "Nochmal an alle Frauen da draußen, die ich noch nicht erreicht habe, geht zum Frauenarzt, macht eine Krebsvorsorge und fragt nach der HPV-Impfung und PAP-Abstrich. Damit euch das erspart bleibt." Julia ist selbst nicht regelmäßig zur Vorsorge gegangen, vier Jahre war sie nicht beim Frauenarzt. Das Tückische an Gebärmutterhalskrebs ist, dass es keine Frühanzeichen gibt. Doch wird eine Vorstufe bei der Vorsorge-Untersuchung beim Frauenarzt festgestellt, kann diese gut behandelt werden.

"Man weiß, dass von einer Vorstufe bis hin zu einer echten Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung meistens mehr Zeit vergeht als ein paar Monate. Das sind meistens Jahre." Heißt im Klartext: "Wenn Frauen jährlich zu einer Krebsvorsorge-Untersuchung gehen, dann können Sie mit sehr, sehr großer Sicherheit davon ausgehen, dass sie einen Gebärmutterhalskrebs vermeiden", erklärt Gynäkologin Dr. Susanne Maurer. (rge)

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