Kommen heute härtere Corona-Regeln?

Mehrheit der Deutschen will Quarantäne auch für Geboosterte

Geboosterte sollen von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen werden
Geboosterte sollen von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen werden
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07. Januar 2022 - 15:03 Uhr

Exklusive Umfrage vor der Entscheider-Runde

Am Freitag treffen sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit der Bundesregierung zur Ministerpräsidentenkonferenz. Die Omikron-Welle nimmt unterdessen immer mehr Fahrt auf. Kommen jetzt neue, härtere Corona-Regeln? Zuvor waren schon Pläne zu einer Änderung der Quarantäne-Vorschriften an die Öffentlichkeit gelangt. Doch diese Änderungen stoßen nicht nur auf Zustimmung.

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Ausnahme für Geboosterte geplant

Die Gesundheitsminister der Bundesländer haben sich gemeinsam mit Karl Lauterbach (SPD) schon im Vorfeld auf neue Quarantäne-Regeln geeinigt. Standardmäßig sollen Menschen nicht mehr 14 Tage in Quarantäne, sondern nur zehn – in manchen Fällen sogar noch weniger.

Menschen mit einer Auffrischungsimpfung sind aber davon ausgenommen – sie sollen gar nicht in Quarantäne müssen. Das beträfe mittlerweile immerhin schon 34 Millionen Menschen in Deutschland. Doch nur etwa ein Viertel (27 Prozent) der Befragten fände es richtig, wenn geboosterte Kontaktpersonen, die Kontakt zu mit der Omikron-Variante infizierten Personen hatten, von der Quarantäne-Pflicht befreit würden. Die große Mehrheit (66 Prozent) fände dies nicht richtig. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL.

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Auch die allgemeine Verkürzung der Quarantäne stößt nicht auf große Zustimmung – die Bürger sind in dieser Frage gespalten. 48 Prozent der Bürgerinnen und Bürger fänden Sie eine solche Verkürzung richtig. 42 Prozent fänden dies nicht richtig.

Weniger Sorge vor Omikron

53 Prozent der Bürgerinnen und Bürger machen sich aktuell mit Blick auf die Omikron-Variante genauso viele Sorgen wie bei den früheren Corona-Varianten. 14 Prozent sind wegen der Omikron-Variante mehr besorgt und beunruhigt als es bei den früheren Corona-Varianten der Fall war, 32 Prozent sind deswegen weniger besorgt.

Im Vergleich zur Befragung am 21. Dezember ist der Anteil derjenigen, die sich mit Blick auf die Omikron-Variante weniger Sorgen machen als bei früheren Varianten, gestiegen. Vor Weihnachten machten sich noch 28 Prozent mehr Sorgen, nur 15 Prozent waren weniger besorgt.

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67 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlich, dass diese Entwicklung eintritt. 17 Prozent halten diese Entwicklung für nicht wahrscheinlich. Fast genau so viele (16 Prozent) trauen sich in dieser Frage keine Einschätzung zu.

Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL 1.003 Menschen am 03. und 04. Januar. Die statistische Fehlertoleranz beträgt +/- 3 Prozentpunkte. (forsa/rcl)

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