Diese Pressemitteilung macht Mut

Neue Daten aus Südafrika: Omikron mit überwiegend milderen Erkrankungen

Eine Frau erhält in der Hillbrow Clinic einen Coronaimpfstoff. Südafrikanische Ärzte sagen, dass der rasche Anstieg der Corona-Fälle, die auf die neue Omikron-Variante zurückzuführen sind, meist zu milden Verläufen führe.
Eine Frau erhält in der Hillbrow Clinic einen Coronaimpfstoff. Südafrikanische Ärzte sagen, dass der rasche Anstieg der Corona-Fälle, die auf die neue Omikron-Variante zurückzuführen sind, meist zu milden Verläufen führe.
© dpa, Shiraaz Mohamed, JD rac pat

07. Dezember 2021 - 8:17 Uhr

Weniger schwere Verlaufsformen

Neue Daten aus Südafrika bestätigen, was die Präsidentin der dortigen Ärztekammer bereits vor einer Woche als ersten Eindruck von Omikron schilderte. Die neu entdeckte Variante des Coronavirus scheint demnach tatsächlich eher mildere Covid-19-Verläufe zu verursachen. Denn Mediziner aus der am meisten betroffenen Provinz in Südafrika berichten in einer Pressemitteilung, dass es deutlich weniger schwere Verlaufsformen gebe als in den vorangegangenen Virusepidemien. Das berichtet das Ärzteblatt.

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Überlastung der Kliniken bisher ausgeblieben

Noch lange ist abschließend nicht klar, wie sich die zahlreichen Mutationen im Genom der neuen Omikron-Variante auf die Schwere der Erkrankung durch eine Sars-CoV-2-Infektion auswirken. Doch neue Zahlen machen schon einmal Mut, dass der Omikron-Kelch an uns vorübergehen könnte: Nach einer Pressemitteilung des "South African Medical Research Council" (SAMRC) berichten Ärzte über einen eher milden Verlauf der Erkrankung. Demnach scheint trotz sprunghaft gestiegener Zahlen in der am meisten betroffenen Provinz Gauteng eine Überlastung der Kliniken bisher ausgeblieben zu sein.

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Nur vier Patienten auf Intensivstation

So sei am Steve Biko/Tshwane District Hospital Complex in Pretoria zwar die Zahl der hospitalisierten Patienten mit einer SARS-CoV-2-Infektion in den letzen beiden Wochen stark gestiegen. Die meisten Patienten seien jedoch wegen anderer Erkrankungen eingewiesen worden. Laut dem Bericht von Fareed Abdullah, der am SAMRC das "Office of AIDS and TB Research" leitet, benötigen die meisten Patienten keinen Sauerstoff. Unter 42 Patienten erhielten laut dem Bericht nur 13 (30 %) Sauerstoff. Nur bei 9 Patienten (21 %) wurde eine Pneumonie diagnostiziert. Bei den anderen vier Patienten gab es demnach andere Gründe für die Sauerstoffgabe. Nur vier Patienten befinden sich auf Intensivstation, von denen laut der Pressemitteilung nur einer mechanisch beatmet werden muss.

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Ist Omikron die erhoffte abgeschwächte Variante des Virus?

"Der Bericht ist sicherlich nur ein erster Eindruck von der unvermeidlich erscheinenden Omikron-Welle", urteilt das Ärzteblatt. Virologen betonen immer wieder, dass die sich ein Virus während einer Epidemie durch Mutationen abschwächen kann. Grund ist der evolutionäre Vorteil: Schädigt ein Virus seinen Wirt weniger, so kann er sich besser verbreiten. Dieses Prinzip sei in der Vergangenheit auch bei der Entwicklung von Lebendimpfstoffen genutzt worden: Die Viren werden dabei in Tieren so lange vermehrt, bis sich eine abgeschwächte Variante durchgesetzt hatte, die für die Menschen ungefährlich ist, so das Ärzteblatt. (ija)

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