Viele Berichte über Gebäudeschäden

Mexiko: Erdbeben nahe des Urlaubsortes Acapulco mit Stärke 7,0

08. September 2021 - 9:44 Uhr

Viele Gebäudeschäden, bisher ein Todesopfer bestätigt

Beängstigende Bilder aus Mexiko: Plötzlich bebt die Erde, Gebäude geben der Naturgewalt nach, Menschen rennen in Panik auf die Straße – die Bilder sehen Sie im Video. Nahe des Urlaubsortes Acapulco hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Erdstoßes am Dienstagabend (Ortszeit) mit 7,0 an, Mexikos seismologischer Dienst SSN mit 7,1. Das Zentrum lag laut SSN elf Kilometer südwestlich von Acapulco im südlichen Bundesstaat Guerrero, in einer Tiefe von rund zehn Kilometern.

Der Gouverneur von Guerrero, Héctor Astudillo, sagte im Fernsehsender Milenio, im Ort Coyuca de Benítez sei ein Mann gestorben, als ein Mast auf ihn gestürzt sei. Es gebe viele Berichte über Schäden an Gebäuden.

Erdbeben auch in Mexiko-Stadt zu spüren

View of the damages to buildings at the hotels area due to the 6.9-magnitude earthquake that originated in the port of Acapulco, Mexico, 07 September 2021. An earthquake of magnitude 6.9 was felt on Tuesday and triggered alarms in the capital, with n
Beschädigte Hotels im Hafen von Acapulco
© imago images/Agencia EFE, David Guzmán via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Auch im mehr als 300 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt war das Beben deutlich zu spüren. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, teilte auf Twitter mit, es gebe zunächst keine Berichte über schwere Schäden. In vielen Teilen der Stadt sei allerdings der Strom ausgefallen. Laut dem US-Tsunami-Warnsystems war ein Tsunami an der Pazifikküste Guerreros möglich.

Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist. In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Am 19. September 2017 kamen bei einem Erdstoß (Stärke 7,1) 369 Menschen ums Leben, 228 davon in Mexiko-Stadt - damals lag das Epizentrum näher an der Hauptstadt. Das Unglück ereignete sich auf den Tag genau 32 Jahre nach einem Erdbeben der Stärke 8,1, bei dem 1985 in Mexiko-Stadt mindestens 10 000 Menschen gestorben waren. (dpa/swi)