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Mexiko-Stadt

Mexiko-Stadt ist die Hauptstadt des lateinamerikanischen Landes Mexiko und mit 22 Millionen Einwohnern in der Metropolregion eine der größten Städte weltweit.

Mexiko-Stadt picture alliance / Zoonar | Galyna Andrushko

Mexiko-Stadt ist die Hauptstadt des lateinamerikanischen Landes Mexiko, bildet jedoch eine selbständige Verwaltungseinheit und gehört damit keinem der 31 Bundesstaaten an. Auf dem Stadtgebiet selbst leben ungefähr neun Millionen, in der Metropolregion 22 Millionen Einwohner.

Mexiko-Stadt und die Herrschaft der Azteken

Mexiko-Stadt ist eine der größten Städte der Welt und mit neun Millionen Einwohnern auf dem Stadtgebiet größer als New York. Aufgrund ihrer für europäische Verhältnisse unglaublichen Größe wird die Hauptstadt Mexikos häufig auch als Moloch bezeichnet, denn hier ist das Leben nicht nur bunt und vielseitig, sondern auch sehr laut. Mexiko-Stadt ist das wirtschaftliche, politische, kulturelle und soziale Zentrum sowie Verkehrsknotenpunkt des Landes. Die Bezeichnung Mexiko geht auf die Azteken zurück, die in der Zeit von 1345 bis Anfang des 16. Jahrhunderts ein großes Reich mit regem Warenhandel auf dem Gebiet der heutigen Hauptstadt errichtet hatten.

Spanische Kolonialzeit in Mexiko-Stadt bis zum Unabhängigkeitskrieg

Im August 1521 wurde ihre Herrschaft von den Conquista, den spanischen Eroberern, beendet. Diese wurden von Hernán Cortes und einer vergleichsweise kleinen spanischen Armee gebildet. Die spanischen Eroberer zerstörten zielgerichtet alle Spuren der mexikanischen Kultur und drückten dem lateinamerikanischen Land fortan ihren kulturellen Stempel auf. Politik, Wirtschaft, Kultur und Sprache orientierten sich fortan ausschließlich am spanischen Mutterland. 1821 endete der mexikanische Unabhängigkeitskrieg gegen die spanische Kolonialherrschaft mit der Unabhängigkeit Mexikos. Dennoch sind nicht nur in Mexiko-Stadt, sondern im ganzen Land zahlreiche Spuren der spanischen Eroberer präsent und Spanisch nach wie vor Mutter- und Amtssprache.

Mexiko-Stadt heute: bunt, vielseitig und laut

Heute ist Mexiko-Stadt eine Stadt von unfassbarer Weite mit neun Millionen Einwohnern, Verkehrslärm, knatternden Zweirädern, Hupen, Martinshörnen, Sirenengeheul, Kundgebungen sowie buntem Leben an jeder Ecke. Mexiko-Stadt liegt auf einer Hochebene auf ungefähr 2.200 Metern und ist auf drei Seiten von Bergen umgeben. Zwei dieser Berge sind die Vulkane Popocatépetl und Iztaccihuatl, das dritte Bergmassiv bildet die Bergkette der Sierra Nevada. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus der Azteken- und Kolonialzeit prägen die Stadt. Hierzu gehören die schwimmenden Gärten der Azteken (Xochimilco), die historische Innenstadt, zahlreiche Sakralbauten, Museen, historische Plätze und Stadtparks. Unweit von Mexiko-Stadt befinden sich mehrere Pyramiden und Ausgrabungsstätten, zum Beispiel die Ruinenstadt Teotihuacán mit der Sonnen- und Mondpyramide.