Ein Autofahrer hält zufällig den Moment der Schüsse fest.
„Hier wird geballert, aber…“
Dann rasen auch schon mehrere Polizeiwagen heran zu einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade.
„Die ersten Funkstreifenwagen, die am Einsatzort eingetroffen sind, mussten leider mehrere Tote in einer Jugendhilfeeinrichtung auffinden. Es gibt Verletzte. Über die Schwere und die genaue Anzahl der Verletzten kann ich Ihnen derzeit keine weiteren Angaben machen.“
Laut Anwohner flohen direkt nach den Schüssen mehrere Personen vom Tatort. Die Flucht ist nur von kurzer Dauer, wie ein Augenzeuge berichtet.
„Wir haben die Polizeifahrzeuge hier gesehen und dachten erst, dass es ein ganz normaler Verkehrsunfall. Dann hat man nur gehört, dass mehrere Polizeiautos von allen Seiten gekommen sind. Haben die auf die auf das Auto geschossen und die drei Reifen zerschossen. Und mehr konnten wir auch aus der Ferne nicht mehr sehen, weil wir so weit wie möglich weggehen sollten.“
Laut den Ermittlern wurde ein Haupttäter festgenommen. Zwei weitere Menschen befänden sich in polizeilichen Maßnahmen, darunter auch eine weibliche Begleitperson. Ihre Tatbeteiligung sei Gegenstand der Ermittlungen. Am Tatort werden alle Spuren von Kriminaltechnikern gesichert. Wer die Opfer sind, ist noch nicht bekannt. Auch nicht, in welcher Beziehung sie zu dem Festgenommenen stehen. In den Räumen der Einrichtung ist auch eine Mutter-Kind-Wohngruppe untergebracht. Die weiteren Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.