RTL-Reporterin Kathrin Degen auf einer emotionalen Reise in ihre Vergangenheit

Meine Flucht aus der DDR - Teil 1

8. November 2019 - 11:32 Uhr

Eine Zeitreise, die die Gefühle hochkochen lässt

Von RTL-Reporterin Kathrin Degen.

Mein Weg beginnt 1989 in Magdeburg. Hier verbringe ich 13 Jahre meiner Kindheit. Die Zwänge und Regeln des politischen Systems sind für mich völlig normal. Als Kind lebe ich unbeschwert, bin ein ganz normaler Teenager. Meine Eltern sind Gastronomen und leben unauffällig und angepasst an das politische System, glauben sie. Keiner von uns ahnt, dass uns die Staatssicherheit im Visier hat.

Kontrolliert, eingeengt und beobachtet

Doch anonyme Verleumdungen lenken den Fokus der Stasi plötzlich auf meine Eltern. Das wird ihnen klar, als irgendwann morgens um sechs Uhr Sicherheitsbeamte an unserer Tür klingeln, sie unangekündigt mitnehmen und den ganzen Tag lang getrennt voneinander verhören. Ich bin zu dem Zeitpunkt in einem Ferienlager und bekomme nichts davon mit. Was ich allerdings hinterher entdecke, sind Fingerabdrücke in unserer Wohnung, die nicht zu uns gehören. Spätestens ab da fühlen sich meine Eltern beobachtet, kontrolliert und eingeengt. Heimlich schmieden sie unseren Fluchtplan. Wir lassen alles zurück, was wir haben.

Und plötzlich stehe ich vor meinem alten Zuhause

Bei meiner Reise in die Vergangenheit als Reporterin mache ich mich auch auf den Weg zu unserer früheren Wohnung. Mit einem Fernsehteam an meiner Seite nehme ich all meinen Mut zusammen und traue mich zu klingeln. Was dann passiert, sehen Sie im Video.

Wie es meinen Eltern damals ging, das sehen Sie in "Meine Flucht aus der DDR" bei Punkt 12. Und warum unser Fluchtplan zu scheitern droht, das erfahren Sie hier im zweiten Teil meiner Online-Reportage. Den dritten Teil sehen Sie hier. Und wenn Sie die ganze Reportage schauen wollen: Das geht hier bei TV NOW.