Bewunderung und Respekt für starke öffentliche Auftritte

Malu Dreyer: Vorbild als Frau, MS-Erkrankte und Politikerin

26. Juli 2021 - 13:16 Uhr

Im Video: "Wenn Frau Dreyer in den Raum kommt, dann leuchtet sie"

Woher nimmt diese Frau ihre Kraft? Das fragen sich viele Menschen, die Malu Dreyer in diesen Tagen erleben. Die 60-Jährige ist im Dauereinsatz, als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz möchte sie den Menschen in ihrem Bundesland Trost spenden und Kraft geben. Wie sie das schafft, nötigt Bewunderung ab, denn Dreyer ist krank, sie leidet an Multipler Sklerose und muss immer öfter im Rollstuhl sitzen. Kein Problem, sie will trotzdem so nah dran sein wie möglich. "Das war für mich die größte Selbstverständlichkeit der Welt." RTL hat sie begleitet, mit ihr auch über ihr persönliches Schicksal gesprochen. "Die Welt verändert sich von heute auf morgen", so Dreyer über ihre Erkrankung. Dennoch strahlt sie große innere Ruhe und Stärke aus. "Wenn Frau Dreyer in den Raumkommt, dann leuchtet sie", sagt unsere Reporterin Franca Lehfeldt. Mehr dazu – in unserem Video!

Dreyer: "Das war für mich die größte Selbstverständlichkeit der Welt"

Gemeinsam mit Angela Merkel war Malu Dreyer im Krisengebiet unterwegs – und ließ sich von körperlichen Einschränkungen nicht aufhalten. immer wieder macht sie deutlich, wie wichtig es ist ist, vor Ort zu sein. Auch bei einem Besuch der Einsatzkräfte am Nürburgring.

"Sonst ein Anziehungspunkt für Motorsportfreunde aus aller Welt ist der Nürburgring in dieser Hochwasserkatastrophe zu einem Ort der Hilfe und Solidarität geworden. Als zentrales Basislager starten von hier aus die Einsatzkräfte von Polizei, Bundeswehr, Rettungsdienst sowie Brand- und Katastrophenschutz aus dem gesamten Bundesgebiet ins Ahrtal, um die Not der Menschen zu lindern und Schäden zu beseitigen", sagte Malu Dreyer, die vor Ort mit Helfern gesprochen hat.

Für Dreyer sei ganz wichtig, in solchen Situationen auch trotz der Multiplen Sklerose, bei den Menschen zu sein: "Die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer – die wissen, dass ich eine chronische Erkrankung habe", betonte die SPD-Politikerin. "Das war für mich die größte Selbstverständlichkeit der Welt", so Dreyer. Eine solche Katastrophe habe das Bundesland noch nie erlebt: "Dieses Ausmaß an Schrecken und Leid – dass ich natürlich vor Ort bin, dass ich mit Menschen spreche, dass ich mir einen Überblick verschaffe – das ist für mich sehr, sehr selbstverständlich", erklärte die Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz.

Tapfere Malu Dreyer: Im Rollstuhl durchs Katastrophengebiet - trotz Multipler Sklerose

Im Video: Trotz Multipler Sklerose durchs Hochwassergebiet - gemeinsam mit Angela Merkel

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MS-Betroffene loben Dreyer für ihren mutigen Auftritt und für ihren offenen Umgang mit der Krankheit

Am Nürburgring werde besonders deutlich, dass ganz Deutschland zusammenrücke in dieser nationalen Notlage, so Dreyer. "Ich kann den Einsatzkräften gar nicht genug danken. Was sie leisten, ist unverzichtbar. Was Sie mit ansehen und verarbeiten müssen, übersteigt jede Vorstellung. Für mich sind Sie alle Helden", so die Ministerpräsidentin.

Doch auch Dreyer ist für viele MS-Betroffene eine Heldin. Die Ministerpräsidentin leidet seit 26 Jahren an Multipler Sklerose – und geht damit ganz offen um. Zwei MS-Betroffene erzählen uns: Sie sind Malu Dreyer dankbar dafür, dass sie ihre Krankheitssymptome nicht verstecke und damit auch ein Zeichen für alle Betroffene setze: Danke, Malu Dreyer! MS-Betroffene loben mutigen Auftritt der Politikerin! (lwe)

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