Alle neuen Entwicklungen zum brennenden Autofrachter in der NordseeBrand auf Frachter vor Ameland - LIVETICKER - Fremantle Highway im Hafen von Eemshaven angekommen

Der durch ein Großfeuer schwer beschädigte Autofrachter „Fremantle Highway“ ist am Donnerstagmittag sicher im niederländischen Eemshaven angekommen. Er wurde von zwei Schleppern gezogen und von weiteren Booten und einem Flugzeug der Küstenwache begleitet.
Gut eine Woche nach Ausbruch des Feuers war das etwa 200 Meter lange Schiff über Stunden zu dem Nordsee-Hafen an der Emsmündung geschleppt worden. Damit ist die Gefahr einer Ölverseuchung für die Nordsee und das Wattenmeer gebannt.
Alle Entwicklungen zum Frachter-Feuer lesen Sie in unserem Live-Ticker.

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Jan-Eric Kroeger

Fremantle Highway im Hafen von Eemshaven angekommen

Der durch ein Großfeuer schwer beschädigte Autofrachter "Fremantle Highway" ist am Donnerstagmittag sicher im niederländischen Eemshaven eingefahren. Es wurde von zwei Schleppern gezogen und von weiteren Booten und einem Flugzeug der Küstenwache begleitet. Auch deutsche Boote waren dabei. Gut eine Woche nach Ausbruch des Feuers war das etwa 200 Meter lange Schiff über Stunden zu dem Nordsee-Hafen an der Emsmündung geschleppt worden. Damit ist die Gefahr einer Ölverseuchung für die Nordsee und das Wattenmeer gebannt.
Der Frachter musste aus Sicherheitsgründen so schnell wie möglich in einen sicheren Hafen gebracht werden. Das Schiff sei zwar intakt, das Feuer erloschen, sagte ein Sprecher der Wasserbehörde. Aber das Risiko besteht, dass Flammen wieder aufloderten. Und das Schiff ist schwer beschädigt. "So etwas will man nicht auf offener See haben", sagte der Sprecher. Die Risiken auf Öllecks durch Risse in den Stahlwänden oder sogar ein Kentern nahmen zu. Und für den Nachmittag war harter Nordwestwind vorhergesagt.
Eemshaven ist etwa 64 Kilometer vom bisherigen Ankerplatz vor der Insel Schiermonnikoog entfernt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Emsmündung liegt das ostfriesische Emden. Das Schiff soll zunächst entladen und Schadstoffe entsorgt werden. Die Berger vermuten, dass von den rund 3800 Neuwagen an Bord, darunter knapp 500 E-Autos, nicht viel übrig ist. Die "Fremantle Highway" war auf dem Weg von Bremerhaven nach Singapur, als Feuer ausbrach. Brandherd war vermutlich die Batterie eines E-Autos. Das ist aber noch nicht bestätigt. Bei der Evakuierung des Schiffes war ein Mann aus Indien gestorben. Die übrigen 22 Besatzungsmitglieder wurden gerettet.
AP
Roger Saha
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Roger Saha

Bericht: BMW-Konzern Hauptbetroffener bei Brand auf Autofrachter "Fremantle Highway"


Es sind weitere Details zur Ladung des havarierten Autofrachters "Fremantle Highway" durchgesickert. Nach Informationen der "Automobilwoche" gehört der BMW-Konzern zu den Hauptbetroffenen des Unglücks.

Unter Berufung auf Branchenkreise heißt es, eine untere vierstellige Zahl der 3783 geladenen Fahrzeuge auf dem Frachter gehörten dem BMW-Konzern. Darunter Modelle der Kernmarke BMW und der Kompaktmarke Mini, sowie Luxuslimousinen von Rolls Royce. Auf Anfrage der "Automobilwoche" bestätigte BMW diese Zahl nicht und teilte lediglich mit: "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen und können ausschließlich bestätigen, dass sich Fahrzeuge der BMW Group an Bord befinden."

Bei Bloomberg räumte Rolls Royce inzwischen ein, dass sich eine "kleine Zahl" ihrer Fahrzeuge an Bord befinde. Die betroffenen Kunden würden jetzt durch den britischen Luxus-Autobauer persönlich informiert. Bekannt war bisher zur Ladung nur, dass rund 350 Fahrzeuge von Mercedes an Bord sind. Der Volkswagen-Konzern äußerte sich nicht. Angeblich sind von den 3783 Fahrzeugen auf der Fähre noch ungefähr "800 brauchbar".
Jan-Eric Kroeger

Ministerium entscheidet: Fremantle Highway soll in den Hafen von Eemshaven

Das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft hat sich dafür entschieden, die Fremantle Highway nach Eemshaven zu schleppen. "Nach Rücksprache mit allen Beteiligten hat Minister Harbers für Infrastruktur und Wasserwirtschaft beschlossen, dass der Frachter Fremantle Highway nach Eemshaven geschleppt wird. Das Schiff befindet sich derzeit 16 Kilometer nördlich von Schiermonnikoog und Ameland. Eemshaven ist aufgrund seiner kurzen Entfernung (64 Kilometer), der sich verschlechternden Wetterbedingungen, der vorhandenen Infrastruktur und der Einrichtungen, die der Hafen für die nächsten Schritte bei der Bergung des Schiffes bietet, der am besten geeignete Hafen. Indem die Schleppfahrt so kurz wie möglich gehalten wird, werden die Risiken begrenzt", schrieb das Ministerium am späten Mittwochabend in einer Mitteilung.

"Die Abfahrts- und Ankunftszeit des Schiffes ist stark abhängig von Wetter, Strömung und Gezeiten. Die Abreise vom aktuellen Standort ist für Donnerstagmorgen, 3. August 2023, geplant. Die Lage an Bord des Frachtschiffes ist weiterhin stabil. Der größte Teil des Schiffes wurde inzwischen inspiziert und es gibt keine Hinweise darauf, dass es noch immer brennt. Während der Schleppfahrt sind Experten an Bord, um den Status des Schiffes ständig zu überwachen", teilte das Ministerium weiter mit.

Frachter vor Ameland: Besatzung springt in Panik von der "Fremantle Highway"

RTL erklärt das Drama, das sich 27 Kilometer vor der Küste der niederländischen Insel abspielt!

Dicke Rauchwolken hängen über dem Wattenmeer, Flammen schlagen aus dem Auto-Frachter. Rettungskräfte versuchen mit aller Macht am Mittwoch ein Sinken des Schiffes und damit eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Die „Fremantle Highway“ war in der Nacht in Brand geraten. Die Besatzung musste Hals über Kopf das Schiff verlassen. Ein Mensch kam dabei ums Leben, die übrigen 22 wurden leicht verletzt.

„Einer nach dem anderen sprang“, sagte Kapitän Willard Molenaar vom Amelander Rettungsboot, das als erstes an der Unglücksstelle war. „Die waren echt in Not, sonst springt man nicht einfach so tief.“ Sieben Menschen retteten er und seine Crew aus der See. Die übrigen wurden mit Hubschraubern von Bord geholt und in mehrere Krankenhäuser gebracht.

Der Autofrachter ist seit Ende 2013 auf den Weltmeeren unterwegs. Er ist 200 Meter lang und 32 Meter breit. Das Schiff war Dienstagabend in Bremerhaven gestartet und sollte die 2.857 Autos (davon 25 Elektro-Autos) nach Port Said in Ägypten bringen. Nach Angaben von niederländischen Medien soll es sich bei den Autos um Modelle der Marke Mercedes handeln.

Lese-Tipp: Reederei verbietet Elektroautos an Bord

Brennender Autofrachter "Fremantle Highway" - Ameland und der Nordsee droht eine "Katastrophe"

26.07.2023, Niederlande, Ameland: Eine Luftaufnahme zeigt den deutschen Notschlepper "Nordic" (l), der das Feuer auf einem brennenden Frachter in der Nordsee bekämpft. Wie die niederländische Küstenwache mitteilte, war auf dem Frachtschiff mit rund 3000 Autos an Bord ein Feuer ausgebrochen. Ein Mensch sei ums Leben gekommen. Die übrigen Mitglieder der Besatzung konnten demnach gerettet werden, einige seien verletzt worden. Rettungskräfte sind im Einsatz, um das Feuer zu löschen und ein Sinken des Schiffes zu verhindern. (Zu dpa «Feuer auf Frachter vor Ameland - Deutscher Notfallschlepper im Einsatz») Foto: Herman IJsseling/FLYING FOCUS aerial photography/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Feuer auf Frachter vor Ameland
dpa, Herman IJsseling

Bei einem Sinken des Schiffes könnten Treibstoff, Öl und die etwa 3.000 Autos ins Wasser und auf den Meeresboden gelangen. „Wir tun alles, um das zu verhindern“, sagte ein Sprecher der Wasserbehörde dem Radiosender NOS. Aber die Rettungskräfte bereiteten sich „auf alle Szenarien“ vor.

Umweltorganisationen und auch Bürgermeister umliegender Gebiete sind besorgt über mögliche Schäden durch Öl oder Müll. „Das könnte eine Umweltkatastrophe für die Nordsee und das Wattenmeer bedeuten“, warnte ein Sprecher der Stiftung De Noordzee am Mittwoch. Ein Untergang des brennenden Autofrachters könnte aus Sicht des Bürgermeisters der deutschen Nordseeinsel Borkum schwere Umweltschäden zur Folge haben. „Das Schlimmste wäre, dass das Schiff sinkt und unkontrolliert Schadstoffe in das Meer gespült werden“, sagte Jürgen Akkermann (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur.

Auch Behörden in Deutschland werden wegen des Großbrands auf dem Schiff alarmiert. „Wir beobachten die Situation“, sagt ein Sprecher des deutschen Havariekommandos in Cuxhaven am Mittwochmorgen. Das Havariekommando habe den niederländischen Behörden Unterstützung angeboten.

Lese-Tipp: Brandgefahr bei E-Autos: Überhitzte Debatte?

Die Schiffe Guardian und Nordic sind vor Ort. Sie versuchen, die Seiten des Frachters mit Wasser zu kühlen. Die Nordic wird demnächst durch die Fairplay 30 ersetzt. (rss/ dpa/ reuters)