Zeigt dieses Foto die vermisste Rebecca?

Mutter Brigitte Reusch: "Als ich das Bild sah, schlug mein Herz höher"

19. Juni 2020 - 10:28 Uhr

Junge Frau sieht Rebecca zum Verwechseln ähnlich

Am 18. Februar 2019 ist die damals 15-jährige Schülerin Rebecca Reusch in Berlin spurlos verschwunden, nachdem sie im Haus ihrer älteren Schwester Jessica und ihres Schwagers Florian R. übernachtet hatte. Gibt es jetzt einen neuen Anhaltspunkt? Rebeccas Familie wurde ein Foto zugespielt. Darauf zu sehen: Ein Mädchen, das "Becci" zum Verwechseln ähnlich sieht. Ist die Schülerin entgegen der Annahme der Staatsanwaltschaft noch am Leben? Nach RTL-Recherchen gibt es neue Erkenntnisse zu dem Bild, die Rebeccas Mutter im Interview kommentiert hat.

Familie bekam das Foto anonym

Eine junge Frau lächelt in die Kamera, sie hat lange blonde Haare. In der Hand hält sie ein Weinglas. Sie sieht der seit mehr als einem Jahr vermissten Rebecca sehr ähnlich. Die Familie des Mädchens bekam das Bild zugeschickt – doch das gleiche Bild findet sich nach RTL-Recherchen auch seit Ende März im Internet. 

"Ich habe das Foto über Instagram gesendet bekommen. Als ich das Bild sah, schlug mein Herz erst einmal schneller, ich dachte, kann das sein? So ging es auch den anderen, ich hatte meine Freundin gleich angeschrieben und sie fragte auch, kann das sein, ist das Becci?", sagte Mutter Brigitte Reusch RTL. Es gebe auch Sachen, wie die Nase, die nicht ganz passen würden. "Ansonsten die zwei Striche am Hals, die hat Becci auch auf manchen Bildern. Die Haarlänge würde von der Zeit her wieder stimmen - also es sind mehrere Faktoren wo man sagen kann: Ja das kann sie sein."

Im Video: So geht die Familie mit der Situation um

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Anwalt soll das Foto der Staatsanwaltschaft übermittelt haben

Jetzt solle ein anthropologisches Gutachten des Gesichts auf dem Foto erstellt werden, um zu erkennen, ob es sich wirklich um die vermisste Schülerin handele, das berichtete "Bild". Khubaib Ali Mohammed (38), der Anwalt der Familie, soll das Foto bei der Staatsanwaltschaft eingereicht haben, heißt es.

Demnach soll ein Spezialisten für Gesichtererkennung überprüfen, ob das Mädchen tatsächlich Rebecca sei. Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin, teilte auf RTL-Nachfrage hin mit, dass man keine Hinweise außer Acht lasse und umfassend ermitteln würde. "Wir sind nach wie vor mit Hochdruck an dem Fall dran, der Fall ist kein Cold-Case".

Ermittlungen liefen bislang ohne Erfolg

Die Ermittlungen im Fall Rebecca liefen in den letzten Monaten immer wieder auf Hochtouren. Tausenden Hinweisen gingen Polizei und Staatsanwaltschaft nach, durchsuchten ganze Waldgebiete um Berlin herum und werteten hunderte Datenträger aus, darunter Fotos und Videos. Auch die sozialen Netzwerke wurden durchforstet. Doch bislang ohne Erfolg.

Während die Staatsanwaltschaft bei dem Fall relativ schnell von einem Mordfall ausging, bleibt bei den Eltern nach wie vor die Hoffnung, ihre Tochter lebend zu finden. Im Video oben erklärt der Anwalt der Familie, wie sie an die Sache herangehen.

TVNOW Doku "Wo ist Rebecca? Ein Jahr vermisst"

Wie Rebeccas Eltern über ein Jahr nach dem Verschwinden ihrer Tochter den Alltag bewältigen, sehen Sie in der TVNOW Doku "Wo ist Rebecca? Ein Jahr vermisst".