Laufen lernen - so motivieren Sie Ihr Baby

Sollte ein Kleinkind mit einem Jahr laufen können?

Die ersten Schritte sind für Eltern und Baby etwas ganz besonderes. So können Sie Ihr Kind dabei unterstützen.
Die ersten Schritte sind für Eltern und Baby etwas ganz besonderes. So können Sie Ihr Kind dabei unterstützen.
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24. September 2020 - 14:21 Uhr

Amira Pocher ist stolz: Ihr Sohn beginnt mit neun Monaten schon zu laufen

Amira Pocher hat auf Instagram jede Menge Fragen zu ihrem Sohn beantwortet. "Sagt dein Sohn schon Mama?", fragt eine Nutzerin - wohl eher aus Versehen, meint Amira dazu. Aber dafür ist der kleine Mann wohl schon recht mobil: "Er läuft schon, wirklich verrückt mit 9 - 10 Monaten schon zu laufen." Aber so verrückt ist das gar nicht: Absolute Frühstarter beginnen schon mit sechs Monaten - und die Spätstarter kommen erst mit 16 Monaten in die Gänge. Denn jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus. Hier geben wir Ihnen Tipps, wie sie ihr Baby beim Laufen lernen unterstützen können.

Amira Pocher verriet: Der Sohnemann wird mit 9 Monaten schon mobil. Welche Mama wäre da nicht stolz? Aber: Alle Kinder haben ihren eigenen Rhythmus.
Amira Pocher verriet: Der Sohnemann wird mit neun Monaten schon mobil. Welche Mama wäre da nicht stolz? Aber: Alle Kinder haben ihren eigenen Rhythmus.
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Laufen lernen beim Baby

Wenn ein Kind schon beim Krabbeln sehr mobil ist, warten Eltern ungeduldig auf seine ersten Schritte. Damit ein Baby die ersten Gehversuche machen kann, ist allerdings etwas Vorarbeit nötig. Das Laufen erfordert ein hohes Maß an Balance und Vertrauen. Deshalb sollten Babys unbedingt gefördert werden, wenn sie beginnen, sich an Gegenständen hochzuziehen. Dieser erste Schritt in die Höhe schafft Neugierde und schult die Motorik. Der Zeitraum, in dem ein Baby das Laufen lernt, kann von Kind zu Kind variieren. Meist können Babys mit rund zwölf Monaten an der Hand der Eltern einige Schritte gehen. Es ist aber auch normal, wenn dies etwas früher oder später passiert.

Erste Schritte beim Baby

Der Mut eines Babys bestimmt durchaus, wie schnell es laufen lernt. Kinder, die wenig Vertrauen haben, brauchen länger dafür als kleine, furchtlose Entdecker. Hat sich ein Baby schon beim Krabbeln irgendwo verletzt, wird es vorsichtiger sein als ein Kind, dem nichts passiert ist. Von Lauflernhilfen ist generell abzuraten, da diese ein Verletzungsrisiko darstellen.

Viel besser ist es, kontrolliert an Mamas oder Papas Hand die ersten Schritte zu gehen. Ohne Hilfe laufen Kinder meist erst nach dem dreizehnten Monat, wenn das Gleichgewicht genügend geschult ist. Sogenannte Babywalker oder Puppenwagen können dem Kind auch etwas Sicherheit geben.

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So können Eltern helfen

Ein Baby lernt das Laufen am besten mit Motivation und Unterstützung. Dabei sollten Eltern allerdings darauf achten, das Kind nicht zu überfordern. Etwas Ermutigung ist allerdings erlaubt. Knien Sie sich vor Ihr Baby und breiten Sie die Arme aus. Locken Sie es zu sich und loben Sie sämtliche Versuche ausgiebig. Jegliche Gehversuche sollten begeistert aufgenommen werden. Schuhe benötigt das Baby für diese Übungen nicht. Diese sollten erst dann angepasst werden, wenn das Baby schon sicher laufen kann und sein Können draußen ausprobieren möchte.

Durchschnittswerte und Tabellen

Natürlich wird heutzutage alles protokolliert und festgehalten. Übersichtstabellen über die durchschnittliche Kindesentwicklung sind hilfreich, aber nicht in Stein gemeißelt. Gerade der Prozess des Laufens ist sehr individuell und sollte deshalb im eigenen Tempo des Babys geschehen. So muss das Baby erst einmal gut greifen lernen, bevor es sich irgendwo hochziehen und festhalten kann. Dann kommt es recht schnell zu den ersten Schritten.

Trotzdem sind Schwankungen normal. Es gibt Babys, die schon mit zehn Monaten laufen können, während andere mit den ersten Schritten bis zum sechzehnten Lebensmonat warten. Erst wenn dann noch kein Interesse besteht, sollten Eltern sich an den Kinderarzt wenden.

Checkliste für Eltern: So finden Sie einen guten Kinderarzt.

Vom Krabbeln zum Laufen – das Laufen lernen bei Babys

Von einer Krabbelhaltung auf allen Vieren auf zwei Füße zu kommen, ist gar nicht so leicht. Die Neugierde wird ein Baby aber vorantreiben. Dass das Kind anfangs hinfällt, ist nicht zu vermeiden. Ein weicher Untergrund ist deshalb ideal zum Lernen.

Die Füße müssen erst einmal richtig koordiniert werden. Dazu muss das Baby herausfinden, dass die Füße auch angehoben werden müssen. Manchmal legen Babys beim Laufen lernen eine kurze Pause ein. Hier hilft ermunterndes Zureden und Locken mit Spielzeug. Druck sollte jedoch nie aufgebaut werden.