Auf dem Weg zum Laufen lernen

Baby zieht sich hoch: Alles Wissenswerte zu diesem Entwicklungsschritt

© iStockphoto, EKATERINA POKROVSKY

14. September 2020 - 12:00 Uhr

Baby beginnt, sich hochzuziehen: Das sollten Sie beachten

Gegen Ende des ersten Lebensjahres ist es endlich soweit: Ihr Baby zieht sich alleine an Möbeln oder an Ihren Beinen hoch. Damit eröffnet sich für Ihr Baby eine ganz neue Perspektive. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Baby unterstützen können und wie Sie Ihre Wohnung kindersicher gestalten.

Wann beginnt das Baby damit, sich an Gegenständen hochzuziehen?

Ihr Baby zieht sich an Gegenständen hoch, wenn es ungefähr neun Monate alt ist. Natürlich hängt der Zeitpunkt ganz individuell vom Baby ab und kann auch sehr viel später eintreten. Insbesondere Frühgeborene entwickeln sich in einem anderen Tempo. Für das Hochziehen an Gegenständen benötigt Ihr Baby vor allen Dingen eine starke Oberschenkel- und Armmuskulatur. Aber auch andere Muskelgruppen wie die Rücken- oder Nackenmuskulatur sind an der komplexen Bewegung beteiligt. Dazu kommt ebenfalls eine gute Koordination, da Ihr Baby gezielt nach bestimmten Gegenständen greifen muss.

Welcher Entwicklungsschritt folgt in der Regel nach dem Hochziehen?

Wenn Ihr Baby das Hochziehen gemeistert hat, probiert es, selbstständig zu stehen. Dies ist anfangs noch schwierig, da viel Balance und Kraft nötig sind. Anschließend lernt es, sich zu bücken und die Knie zu beugen. Auch diese Bewegung ist anspruchsvoll, da Ihr Baby sein Gleichgewicht anfangs noch nicht nach hinten verlagert. Darauf folgen die ersten Schritte, die Ihr Baby zuerst mit Ihrer Hilfe und später selbstständig macht.

So können Sie Ihr Baby unterstützen: Lassen Sie ihm viel Zeit und Freiraum für seine Bewegungen. Barfuß stehen und gehen hat ebenfalls einen positiven Effekt auf die Entwicklung des Babys. Es fördert die Ausbildung der Fußmuskulatur und schult die Balance.

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Worauf müssen Sie achten, wenn das Baby beginnt, sich hochzuziehen?

Um Verletzungen beim Hochziehen vorzubeugen, machen Sie Ihr Zuhause rechtzeitig kindersicher. Gefahrenquellen sind beispielsweise

  • Schubladen: Ihr Baby kann sich die Finger in Schubladen einklemmen und im schlimmsten Fall sogar die gesamte Schublade aus der Verankerung ziehen. Kindersicherungen – ob DIY oder aus dem Geschäft – bieten hier Sicherheit.
  • Pflanzen: Zimmerpflanzen und Blumentöpfe sind eine große Versuchung für kleine Kinder. Allerdings fallen sie schnell um und sind in einigen Fällen sogar giftig.
  • Tischdecken: Sie bieten trügerische Sicherheit beim Hochziehen. Wenn Sie unachtsam sind, räumt Ihr Baby den Tisch samt Obstkorb und Kerzen ab.
  • Treppen: Ihr Baby ist noch unkoordiniert und kann beim Versuch, die Treppe zu erklimmen, fallen. Eine Tür mit Riegel beugt hier Unfällen vor.