Die Checkliste für Sicherheit im Haushalt

Die Wohnung kindersicher machen – so schützen Sie Ihr Baby

Schranktüren, Kabel, Steckdosen: Die gefährlichsten Dinge in der Wohnung sind für Babys oft am interessantesten. Daher ist es unabdingbar, die Wohnung rechtzeitig kindersicher zu machen.
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26. November 2020 - 16:05 Uhr

Wohnung kindersicher einrichten: So vermeiden Sie Gefahren im Haushalt

Wenn ein Baby die Wohnung erkundet, erscheint ihm alles interessant: Steckdosen, Kabel, Möbel und vieles mehr. Es fasst alles an, um es zu erkunden. Dabei lauern jedoch zahlreiche Gefahren. Um diesen vorzubeugen, ist es notwendig, die Wohnung kindersicher einzurichten. Obwohl Sie auf diese Weise viele Gefahren verhindern, ist es dennoch wichtig, das Baby nie unbeaufsichtigt zu lassen. Denn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es zu Unfällen kommen, wenn das Baby alleine im Raum ist und nicht von den Eltern beobachtet wird.

Ab wann muss die Wohnung kindersicher sein?

Sobald sich das Baby selbstständig drehen kann, ist es wichtig, sein Umfeld kindersicher zu gestalten. Bereits in diesem frühen Stadium entwickelt das Kind eine hohe Mobilität und kann sich gut bewegen. Spätestens wenn es anfängt zu krabbeln, erkundet es alle Räume und die darin befindlichen Gegenstände. Da die ersten Wochen und Monate häufig etwas Stress mit sich bringen und die Zeit sehr knapp ist, ist es empfehlenswert, die Sicherungsmaßnahmen bereits vor der Geburt umzusetzen. So sind Sie auf alles vorbereitet.

Kindersichere Wohnung: Kabel, Steckdosen und Elektrogeräte

Steckdosen wecken immer das Interesse von kleinen Kindern. Ein Stromschlag kann jedoch schwere Folgen haben. Daher ist es sinnvoll, hier stets eine Kindersicherung oder einen Blindstopfen anzubringen. Kabel sollten Sie nach Möglichkeit immer an einer verdeckten Stelle anbringen – beispielsweise hinter den Möbeln.

Schließlich ist es wichtig, keine eingesteckten Elektrogeräte unbeaufsichtigt in der Nähe der Kinder zu lassen. Insbesondere Toaster, Föhns und andere Geräte, die sich erhitzen, stellen eine Gefahrenquelle dar. Den Herd können Sie außerdem durch ein spezielles Gitter schützen.

Türen, Fenster, Balkone und Treppen – so gestalten Sie die Wohnung kindersicher

Kleinkinder klettern gerne und sind sehr erfinderisch, wenn es darum geht, eine passende Steighilfe zu finden. Daher müssen Sie bei offenen Fenstern und Balkonbrüstungen sehr gut aufpassen. Wenn ein Stuhl oder ein anderer Gegenstand in der Nähe steht, sind die Kleinen in Windeseile hinaufgeklettert und können dann in die Tiefe stürzen.

Um die Treppe abzusichern, können Sie ein spezielles Schutzgitter für Babys verwenden. Auch Türen bergen eine hohe Verletzungsgefahr. Um Quetschungen an den Fingern zu vermeiden, sollten Sie einen Klemmschutz anbringen.

Putzmittel, Kleinteile, Giftstoffe – außerhalb der Reichweite des Kindes aufbewahren

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass Babys gerne alles in den Mund nehmen, um die entsprechenden Gegenstände zu erforschen. Daher ist es sehr wichtig, alle gesundheitsschädlichen Stoffe außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren. Dazu zählen in erster Linie Putz- und Arzneimittel. Doch auch Kleinteile eine hohe Gefahr dar, da das Baby daran ersticken kann. Hinsichtlich Ihrer Zimmerpflanzen müssen Sie ebenfalls vorsichtig sein. Es gibt einige Gewächse, deren Blätter Giftstoffe enthalten und die für das Baby eine ernsthafte Gefahr darstellen können.

Möbel: Ursache vieler Unfälle

Auch gewöhnliche Möbelstücke können Gefahren bergen. Kinder können bei ihren Erkundungstouren fallen und sich an spitzen Ecken und scharfen Kanten verletzen. Daher sollten Sie diese Bereiche stets mit einem passenden Kantenschutz versehen. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass die Möbel umkippen und das Kind erschlagen können.

Babys nutzen Schränke und Regale gerne, um sich daran hochzuziehen. Falls diese keinen sicheren Stand haben, kann es zu schweren Unfällen kommen. Daher sollten Sie diese gegebenenfalls mithilfe eines Winkelstücks fest an die Wand schrauben.

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Checkliste: Mehr Sicherheit für Ihr Baby

Zum Abschluss erhalten Sie noch eine kleine Checkliste. Anhand dieser können Sie überprüfen, ob Sie die wichtigsten Sicherungsvorkehrungen vorgenommen haben:

  • Steckdosen mit Kindersicherung oder Blindstopfen ausstatten
  • Herd mit Schutzgitter absichern
  • Putzmittel, giftige Zimmerpflanzen, Arzneimittel und Kleinteile sicher aufbewahren
  • Türen mit Klemmschutz ausstatten
  • Treppen und Balkone durch Schutzgitter absperren
  • Fenster nicht offen stehen lassen
  • Elektrogeräte nicht eingesteckt lassen
  • Kabel verdeckt verlegen
  • Möbel mit Kantenschutz ausstatten
  • wackelige Möbelstücke an der Wand befestigen