Arbeitgeber der getöteten Mutter trauert mit ganz Königs Wusterhausen

"Hochschule verliert sehr geschätzte Mitarbeiterin und Kollegin"

09. Dezember 2021 - 12:17 Uhr

Fünf Tote in Königs Wusterhausen (Brandenburg)

In einem Haus im brandenburgischen Königs Wusterhausen findet die Polizei eine fünfköpfige Familie - alle sind tot. Laut Ermittler soll der Vater die Kinder und seine Frau getötet haben. Der Mann habe nach der Tat Suizid begangen. Der Abschiedsbrief, den Ermittler im Haus der Familie gefunden hatten, liegt der Staatsanwaltschaft Cottbus vor. Besonders brisant: Der 40-jährige Familienvater dreier Töchter schreibt den Angaben zufolge, dass er ein Impfzertifikat für seine Frau habe fälschen lassen. Ihr Arbeitgeber, die Technische Hochschule Wildau, habe dies erfahren. Deshalb soll das Paar Angst vor einer Verhaftung und dem Verlust der Kinder gehabt haben.

TH Wildau verliere geschätzte Mitarbeiterin und Kollegin

"Mit großer Bestürzung und Fassungslosigkeit hat die TH Wildau von dem Tod einer unserer Mitarbeiterinnen erfahren", so die Pressestelle auf RTL-Anfrage. "Die Hochschule verliert mit ihr eine langjährige, sehr geschätzte Mitarbeiterin und Kollegin. Unser Mitgefühl gilt in dieser schweren Situation den Hinterbliebenen."

Aufgrund der laufenden Ermittlungen und aus Respekt vor der Privatsphäre der Opfer werde sich die Hochschule nicht weiter äußern. Ebenso wollten sie nicht auf Nachfragen zum angeblich gefälschten Impfpass beantworten.

Hat Vater (40) Familie wegen gefälschtem Impfpass getötet?

Zuletzt sind Details aus dem Abschiedsbrief des Familienvaters bekannt geworden. Sie deuten auf Sorgen des Mannes vor einer Verhaftung hin. Demnach habe der Mann ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen - ihr Arbeitgeber, die TH Wildau, hatte dies offenbar erfahren. Daraus ergab sich nach Justizangaben die Befürchtung des 40-Jährigen, dass man ihm und seiner Frau die Kinder wegnehmen werde.

Nachdem die Polizei die fünf Toten in einem Einfamilienhaus im Königs Wusterhausener Ortsteil Senzig gefunden hat, gilt der Vater laut Ermittlern als verantwortlich. Der Mann habe nach der Tat Suizid begangen.

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© dpa, Patrick Pleul, ppl

Er soll seine Frau, ebenfalls 40 Jahre alt, und seine drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren mit Schüssen getötet haben. Eine Waffe fanden die Ermittler ebenfalls im Haus. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handet sei derzeit aber noch offen.

Hilfe bei Suizidgedanken

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter https://www.telefonseelsorge.de.