Hochwasser in Deutschland - alle Entwicklungen im Live-TickerEndlich weniger Regen - Wetterumschwung entspannt Hochwasserlage

Niedersachsen, Hannover, Hochwasser nach Dauerregen: Pegel der Leine und Ime steigen rapide an, Symbolfoto, Hochwasser Schild gesperrt, Leine-Hochwasser, am Ihme-Zentrum hat der Fluss Radwege überschwemmt, *** Lower Saxony, Hanover, flood after continuous rain Levels of the Leine and Ime are rising rapidly, symbolic photo, flood sign closed, Leine flood, at the Ihme center the river has flooded cycle paths,
In zahlreichen Orten in Deutschland gab es in den vergangenen Tagen Sperrungen wegen des Hochwassers (Archivbild)
www.imago-images.de, IMAGO/localpic, IMAGO/Rainer Droese

Tagelang hat das Hochwasser an vielen Orten in Deutschland die Menschen in Atem gehalten. Nun scheint sich die Lage zu entspannen.
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Hochwasser in Deutschland - die Lage im Live-Ticker

Lea Haberbosch

Unwetter auch am Donnerstag möglich

Für Donnerstag (5. Juni) erwartet der DWD im Nordwesten Deutschlands Schauer mit kurzen Gewittern und Starkregen. Auch kleinkörniger Hagel und stürmische Böen seien möglich. Im Laufe des Nachmittags soll es kräftigere Gewitter und - von der Mitte bis in den Osten Deutschlands - lokal auch Starkregen mit 20 Litern pro Quadratmeter geben. Auch vereinzelte Unwetter mit Hagelkörnern mit einer Größe von etwa zwei Zentimetern sind laut DWD nicht auszuschließen. 
Lea Haberbosch

Rund 200 Unwetter-Einsätze in Bayern 

Teile Bayerns sind am Mittwoch von schweren Unwettern getroffen worden, doch der große Schaden blieb aus. Die Prognose des Deutschen Wetterdiensts (DWD) sei im Kern richtig gewesen, sagte ein Sprecher. Es sei jedoch schwierig vorherzusagen, welchen Einfluss Unwetter auf Bahnstrecken, Häuser oder Autos haben können.
Aufgrund der zum Teil heftigen Gewitter sind Polizei und Feuerwehr zu rund 200 Einsätzen ausgerückt. Nach Angaben der Polizeipräsidien waren die Kräfte dabei vor allem wegen umgeknickter Bäume und vollgelaufener Keller im Einsatz. Betroffen waren demnach das nördliche Oberbayern, Niederbayern, die Oberpfalz und Schwaben.
In Langquaid im niederbayerischen Landkreis Kelheim wurden laut vorläufigen Angaben des DWD Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde gemessen. Am stärksten regnete es den vorläufigen Daten zufolge in Zwiesel im niederbayerischen Landkreis Regen und in Regensburg in der Oberpfalz mit jeweils etwa 26 Litern pro Quadratmeter. In der oberbayerischen Gemeinde Schöngeising fielen zudem die laut den vorläufigen Daten größten Hagelkörner: Dort ging dem DWD-Experten zufolge Hagel mit Durchmessern von etwa sieben Zentimetern nieder.
Der Deutsche Wetterdienst hatte für Mittwoch vor teils schweren Gewittern in weiten Teilen Bayerns gewarnt: mit extrem großen Hagel mit Durchmessern von über acht Zentimetern sowie von Orkanböen über 120 Kilometern pro Stunde und unwetterartigem Regen von 25 bis 40 Litern pro Quadratmeter. 
Lea Haberbosch

Schauer und Gewitter! Es bleibt nass in NRW

Regen, Wolken, Gewitter: Das Wetter sorgt in Nordrhein-Westfalen für einen eher ungemütlichen Rest der Woche. Für Donnerstag erwarten die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zahlreiche Schauer sowie einen wechselnd bis stark bewölkten Himmel. Auch einzelne Gewitter schließen sie vor allem im Norden und Osten nicht aus. Im Flachland liegen die Höchsttemperaturen demnach zwischen 18 und 21 Grad. 
Auch von Freitag bis Sonntag hängen viele Wolken am Himmel und bringen viel Regen mit. Zudem seien an allen drei Tagen einzelne Gewitter mit stürmischen Böen möglich. Während die Temperaturen laut DWD am Freitag und am Samstag maximal 18 bis 21 Grad erreichen, liegen die Höchsttemperaturen am Sonntag zwischen 15 und 18 Grad.  
Lea Haberbosch

Viele Schauer in Hessen erwartet 

Für den Rest der Woche bleibt es nass in Hessen. Aus einem wechselnd bis stark bewölkten Himmel falle heute immer wieder Regen, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. In der Nordhälfte des Bundeslandes seien einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen, teils begleitet von stürmischen Böen. Am wärmsten wird es demnach mit bis zu 21 bis 22 Grad entlang von Rhein und Main.
Ähnlich geht es laut DWD auch von Freitag bis Sonntag weiter - wechselnd bis stark bewölkt und mit vielen Schauern. Auch Blitz und Donner sowie stürmische Böen seien nicht ausgeschlossen. Die Höchsttemperaturen liegen der Vorhersage zufolge am Freitag und am Samstag zwischen 19 und 22 Grad, gefolgt von höchstens 17 bis 20 Grad am Sonntag. 
Lea Haberbosch

Verletzte wegen Turbulenzen! Ryanair-Flieger muss ungeplant in Bayern landen

Eine Passagiermaschine ist nach schweren Turbulenzen mit mehreren Verletzten außerplanmäßig am bayrischen Flughafen Memmingen im Unterallgäu gelandet. Vor der Sicherheitslandung waren bei unwetterbedingten Turbulenzen neun der 185 Insassen verletzt worden, wie die Polizei mitteilte - darunter acht Passagiere und ein Crew-Mitglied. Drei von ihnen mussten demnach zur Behandlung ins Krankenhaus: Ein zweijähriges Kind trug Prellungen davon, eine Frau eine Kopfplatzwunde, eine andere Passagierin klagte über Rückenschmerzen.
Laut Polizei handelte es sich um einen Ryanair-Flieger mit 179 Passagieren und 6 Crew-Mitgliedern, der von Berlin nach Mailand unterwegs war. Da das Luftamt Südbayern einen Weiterflug nicht genehmigt habe, organisiere die Fluggesellschaft nun Busse für die Weiterreise. Die Airline war für Anfragen zunächst nicht erreichbar. 
Der Passagierjet der Fluggesellschaft Ryanair steht auf dem Vorfeld am Flughafen Memmingen.
Der Passagierjet der Fluggesellschaft Ryanair steht auf dem Vorfeld am Flughafen Memmingen. . Jason Tschepljakow/dpa
Pascal Wede

Häuser abgedeckt - Deutscher Wetterdienst prüft möglichen Tornado im Südwesten 

In Ulm sind mehrere Häuser durch das Unwetter beschädigt worden. Der Schwerpunkt habe im Stadtteil Donaustetten gelegen, dort seien zweieinhalb Reihenhäuser abgedeckt worden, sodass die Gebäude nicht mehr bewohnbar seien, sagte Adrian Röhrle, der Leiter der Feuerwehr Ulm, am Abend vor Ort. Menschen seien nicht verletzt worden.  
Die Feuerwehr gehe von einer „kleinen Windhose" aus, die durch zwei bis drei Straßenzüge gezogen sei. In einem Radius von einem Kilometer gebe es sehr starke Beschädigungen - teilweise seien es nur einzelne abgedeckte Dachplatten, teilweise ganze Dächer. Ein Anwohner sprach von Totalschaden an seinem Auto.  
Der Deutsche Wetterdienst geht einem Tornadoverdacht nach. Am Donnerstag soll es ein Ergebnis zur Frage geben, ob es sich um einen Tornado handelte, sagte ein Sprecher auf Anfrage. 
(kra)

Himmel bricht durch – Warm-up bei Länderpiel abgebrochen

Beim Aufwärmen ging's mit dem Unwetter los: Die Torhüter der deutschen Fußball-Nationalmannschaft haben nach einer kurzen Stippvisite ihr Warm-up für das Halbfinale der Nations League gegen Portugal für einige Minuten unterbrochen. Die Keeper um Marc-André ter Stegen flüchteten vor dem Gewitter mit großen Hagelkörnern, kehrten dann aber zurück.
Auch die Mannschaften begannen gegen 20.30 Uhr - und damit eine halbe Stunde vor dem geplanten Anpfiff - mit dem Aufwärmen. Bundestrainer Julian Nagelsmann ging im ZDF von einem etwas verspäteten Beginn aus. 
IMAGO/MIS
(kra)

Blitz schlägt ein, Haus fängt Feuer

In Bad Liebenzell (Kreis Calw) ist während eines Gewitters ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen. Das Dachgeschoss geriet in Brand, ein Feuerwehrmann wurde beim Löschen verletzt. 
Der Sachschaden wird auf rund 150.000 Euro geschätzt. Das Haus bleibt laut Polizei unbewohnbar. Die Bewohner hatten den Rauchmelder gehört und im Dachgeschoss Brandgeruch und eine beschädigte Zimmerdecke entdeckt. Die Feuerwehr trennte das Gebäude vom Stromnetz und fand eine angeschmorte Leitung im Dachstuhl. Das Feuer ist unter Kontrolle, das Gewitter nicht.
(kra)

Föhnzusammenbruch – was ist das eigentlich?

Im südlichen Alpenvorland wird's meteorologisch spannend: Erst verhindert der Föhn Gewitter, dann schmeißt er den Dienst und plötzlich ist da Sturm. Föhnzusammenbruch nennt das der Deutsche Wetterdienst. Ist so dramatisch, wie es klingt: ein plötzlicher Windumschwung mit Sturmstärke, ganz ohne Blitz und ohne Warnung. Wenn es also plötzlich pfeift, ist das kein laues Lüftchen, sondern ein Föhn, der die Nerven verliert. 

Im Nordwesten soll es dagegen "normal" bleiben: Milde Temperaturen, freundliche Bewölkung, alles wie immer. 
(kra)

Nagelsmann gegen das Tiefdruckgebiet – Länderspiel in München wie geplant

Während der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Hagel, Sturmböen und Starkregen einstellt, bleiben die Nagelsmänner cool. Die Uefa auch – und sagt: Anpfiff bleibt um 21 Uhr (Live im ZDF/DAZN). Wetterlage hin oder her.
 
Der DWD sieht den Höhepunkt der Gewitterlage zwischen 19 und 21 Uhr, also exakt dann wenn die DFB-Elf gegen Ronaldo und seine Mannen spielt. Immerhin: Die Uefa empfiehlt den Zuschauern in der Allianz-Arena, Regenponchos oder -jacken mitzubringen.
 
Ob das größere Unheil nun vom Himmel oder vom portugiesischen Sturm kommt – wir begleiten das Spiel ab sofort im Live-Ticker. 
Lea Haberbosch

Endlich weniger Regen - Wetterumschwung entspannt Hochwasserlage 

Kaum noch Regen, dafür Frost und teilweise Schnee: Wegen eines Wetterumschwungs hat sich die Lage in vielen Hochwassergebieten in Deutschland am Wochenende etwas entspannt. Im südlichen Sachsen-Anhalt beispielsweise, wo die Bundeswehr bei der Sicherung der Deiche hilft, war die Lage am Sonntagnachmittag „sehr stabil“, wie eine Sprecherin des dortigen Krisenstabs sagte. 
Daher beenden wir an dieser Stelle unseren Hochwasser-Ticker. Sollte die Lage erneut kritisch werden, berichten wir selbstverständlich direkt wieder. 
Nina Büchs

Niedersachsen und Bremen planen Soforthilfen

Für Menschen in Hochwassergebieten haben die Bundesländer Bremen und Niedersachsen Soforthilfen in Aussicht gestellt. Niedersachsen könne bis zu zehn Millionen Euro für akute Notlagen kurzfristig zur Verfügung stellen, teilte das Umweltministerium in Hannover am Freitag mit. Wie die Hilfe in Bremen aussehen könnte, stehe noch nicht fest, berichtet Radio Bremen. 

Oli Scheel

Hochwasser gefriert - was macht das mit den Deichen?


Weite Teile Niedersachsens gleichen derzeit einer Seenlandschaft. Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hessen und NRW stehen große Flächen unter Wasser und drücken auf die Deiche. Nun kommt aber die Kälte und was macht die mit den Deichen? 

Hier können wir eine kleine Entwarnung geben: Die Experten sind sich einig, dass die Kälte die Deiche festigt. Wenn es friert, wird die Erde fest und damit verfestigen sich auch die vermatschten Deiche.

Gefrorenes Wasser kann die Deiche sprengen

Aber: Wenn das Wasser gefriert, dann breitet es sich aus. Das Problem ist also: Wenn Wasser ins Mauerwerk eindringt und dann gefriert, kann es das Gemäuer sozusagen sprengen. Es gilt also unbedingt zu verhindern, dass Wasser an den Gemäuern friert. 

Und: Es wird nun kalt und es kann Dauerfrost geben. Das heißt: Große Hochwasserflächen werden zufrieren. Wenn Wasser auf einem Acker steht, ist es natürlich kein Problem, die Eisfläche zu betreten und darauf gegebenenfalls sogar Schlittschuh zu fahren. Doch es ist schwer zu sehen, wo Wasser nur einen Acker geflutet hat und wo vielleicht Uferbereiche anfrieren oder Seen und Teiche. Daher ist größte Vorsicht geboten beim Betreten der Eisflächen. Es braucht eine ganze Weile Frost, bis Eisflächen gefahrlos zu betreten sind.
Uli Vonstein

Klimaforscher: Hochwasser wird mit Klimawandel immer häufiger

Hochwasser und Dürren werden in Deutschland nach Forscherangaben weiter zunehmen. „Viele Studien, auch eigene, zeigen, dass mit steigenden globalen Temperaturen auch die Anzahl und Intensität von Extremen wie Hochwasser in Deutschland ansteigen“, sagt Fred Hattermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Dabei könnte die Realität die Modelle noch übertreffen. „Wir unterschätzen die Extreme noch, glaube ich, weil Klimamodelle nicht für solche Ereignisse angelegt sind, sondern vor allem zur Untersuchung von Klimasystemen und Änderungen im Klima.“ 
Uli Vonstein

Schwimmer im Hochwasser macht Einsatzkräfte fassungslos 

Ein Schwimmer im Hochwassergebiet von Hannover hat einen unnötigen Großeinsatz ausgelöst. „Wir sind fassungslos“, sagte Feuerwehrsprecher Kristof Schwake am Donnerstag. Ihm zufolge war ein Großaufgebot mit bis zu 100 Kräften, Booten, Tauchern, Drohnen und einem Hubschrauber völlig umsonst im Stadtgebiet im Einsatz.  
Zunächst hatte eine Frau gemeldet, dass jemand im Hochwasser von der Strömung abgetrieben worden sein könnte, sagte der Sprecher. Einsatzkräfte rückten weiträumig aus. Während der Suche meldeten sich weitere Zeugen bei der Feuerwehr, die einen Schwimmer in Neoprenanzug und Badekappe gesehen hatten. Dieser sei aus dem Wasser gestiegen und mit seinem Fahrrad davongefahren. 
Die Feuerwehr warnt die Menschen seit Tagen davor, in die Nähe des Hochwassers zu gehen.