José Gallego kauert unter einem Tisch im Flughafen. Um ihn herum fällt alles auseinander. Er hat Todesangst.
„Einen Moment lang dachte ich: Das war's jetzt. Alles ist eingestürzt. Mann, ich hätte nicht gedacht, dass ich überlebe."
Das Beben der Stärke 7,4 gehört zu den schwersten, die das Land seit Jahrzehnten erlebt hat. Häuser brechen zusammen, Straßen werden zu Trümmerfeldern. Menschen flüchten vor herabstürzenden Teilen.
Besonders hart trifft es den Westen Kolumbiens. Die Erschütterungen waren selbst in der Hauptstadt Bogotá und in den Nachbarländern Venezuela, Panama und Ecuador zu spüren. Mehr als 160 Menschen sind bereits gestorben.
Wie groß das Ausmaß der Katastrophe wirklich ist, weiß im Moment noch niemand. Für die Retter beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Mit Baggern, oft aber auch nur mit bloßen Händen, suchen sie nach Verschütteten.
„Meine Wohnung war die Nummer 302 und sie wurde völlig zerstört. Meine Frau war darin, zum Glück war meine Tochter schon früh aufgebrochen und ich ebenfalls. Und sehen Sie, das ist passiert. Wir konnten meine Frau nicht retten. Wir wissen nicht, ob sie lebt oder tot ist."
Trotzdem gibt es auch diese kleinen Momente, die Hoffnung machen: Ein Baby wird lebend aus den Trümmern gerettet. Weitere Menschen können geborgen werden. Die ganze Nacht packen Anwohner, Feuerwehr und Rettungskräfte mit an, jetzt geht die Suche weiter und viele Familien warten auf diese eine Nachricht, dass ihre Angehörigen noch leben.
Verwendete Quellen: Reuters, CNN, CCTV