Hochgiftige Quallenart

An spanischer Küste: 22-Jährige von Portugiesischer Galeere schwer verletzt

14. Juli 2019 - 16:46 Uhr

Quallenverbrennungen wie Tattoos

Tiefe Striemen durchziehen die Haut an der linken Schulter, die Bilder bereiten schon beim Anschauen Schmerzen. Naomi Mateos hat an der spanischen Mittelmeerküste eine Begegnung mit einer Portugiesischen Galeere gehabt. Wie die 22-Jährige die Attacke der hochgiftigen Qualle erlebt hat - das zeigen wir im Video.

Portugiesische Galeere greift nur 10 Meter vom Ufer entfernt an

Die junge Frau verbrachte mit ihrem Freund den Tag am Strand von Puntas de Calnegre, einem kleinen Badeort in Südspanien. Beim Baden spürte sie plötzlich einen entsetzlichen Schmerz: Eine Portugiesische Galeere hat sie attackiert.

Die Portugiesische Galeere ähnelt einer Qualle und wird zu den Staatsquallen gezählt. Sie ist aber keine einzelne Qualle, sondern besteht aus einer Gemeinschaft voneinander abhängiger Polypen. Ihre Tentakel können bis zu 50 Meter lang werden. Mit dem Gift in den Tentakeln kann eine Portugiesische Galeere Beutetiere wie kleine Fische töten. Der Kontakt der Tentakel mit menschlicher Haut ist schmerzhaft, das Gift hinterlässt rote Striemen. Bei gesunden Menschen ist es normalerweise nicht tödlich. Es kann aber zu einem allergischen Schock kommen, der tödlich enden kann.

Bereits im Vorjahr verhängten Behörden an mehreren Stränden von Mallorca Badeverbote wegen Portugiesischer Galeeren. Dabei ist die Tierart im Mittelmeer gar nicht beheimatet, an den Kanaren oder vor der Küste Portugals ist sie allerdings anzutreffen.

Naomi Mateos musste im Krankenhaus von Murcia sogar mit Morphium behandelt werden, so stark waren ihre Schmerzen. Nach zwei Tagen durfte sie zum Glück wieder nach Hause.