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Gefährliche Rückkehr in besetzte Gebiete: Viele Ukrainer fahren zurück in ihre Heimat!

Ukraine-Krieg: Gefährliche Rückkehr in die besetzten Gebiete

Trotz Gewalt und Zerstörung: Warum Menschen wieder ins Kriegsgebiet reisen

Ukraine-Krieg: Gefährliche Rückkehr in die besetzten Gebiete RTL-Reporterin vor Ort
02:32 min
RTL-Reporterin vor Ort
Ukraine-Krieg: Gefährliche Rückkehr in die besetzten Gebiete

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Während Russland in der Ukraine immer wieder auch zivile Ziele angreift, versuchen viele Menschen in Konvois aus den besetzen Gebieten zu fliehen. Die Autoschlangen und Wartezeiten an den Kontrollpunkten sind lang. Doch es gibt auch diejenigen, die wieder REIN wollen in die umkämpften Gebiete. RTL-Reporterin Nadja Kriewald war vor Ort und hat mit den Menschen gesprochen.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker.

Trotzt Gewalt und Krieg: Menschen wollen zurück nach Hause

Anatoliy
Anatoliy wartet schon seit fast zwei Wochen. Er will zurück in die besetzten Gebiete. Dort sind seine Frau und seine Tochter. Mit dem Sohn ist er nach Saporischschja gekommen.
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Anatoliy wartet schon seit fast zwei Wochen. Er will zurück in die besetzten Gebiete. Dort sind seine Frau und Tochter. Mit dem Sohn ist er nach Saporischschja gekommen.

„Ich habe hier Leute hergebracht, die flüchten wollten und jetzt will ich Waren wieder zurück nach Enerhodar bringen. Wir haben unser Haus, unser Land, unser Geschäft dort. Das habe ich mein Leben lang aufgebaut. Das will ich doch nicht einfach aufgeben“, erklärt Anatolyi im Interview mit unserer Reporterin Nadja Kriewald.

Auf einem Parkplatz irgendwo in Saporischschja müssen sich die Rückkehrer für den Konvoi anmelden. Den genauen Ort dürfen wir nicht sagen, aus Sicherheitsgründen. Es sieht dort aus wie auf einem improvisierten Campingplatz, berichtet unsere RTL-Reporterin. Seit 9 Tagen warten vier Frauen mit ihren kleinen Kindern hier. Pro Tag dürfen nur etwa 200 Autos in die von Russland besetzten Gebiete fahren. Viele der Rückkehrer haben nicht nur Verwandte, sondern auch Häuser oder ihre Firmen dort. Sie haben Angst, dass die Russen ihnen alles wegnehmen. Auch wenn in den besetzten Gebieten teilweise geschossen wird, fahren die Menschen weiter – viele in der Hoffnung, dass sie auch wieder zurück dürfen.

Beinahe wäre Adelina nicht mehr aus Mariupol herausgekommen

RTL-Reporterin Nadja Kriewald trifft Adelina, die nach Mariupol zurückgereist ist, um nach ihrer Wohnung zu schauen.
RTL-Reporterin Nadja Kriewald trifft Adelina Vasilieva, die nach Mariupol zurückgereist ist, um nach ihrer Wohnung zu schauen.
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Am späten Abend dann kommt der Konvoi von der anderen Seite – AUS den besetzten Gebieten. Tagelang hatten auch hier die Menschen am Kontrollpunkt gewartet. Es sind Familien mit kleinen Kindern – endlich in Sicherheit. Dort trifft RTL-Reporterin Nadja Kriewald auf Adelina Vasilieva. Sie lebt inzwischen mit ihrer Tochter in Dresden, dort hat sie auch Deutsch gelernt. Aber sie wollte Dokumente und Erinnerungen aus ihrer alten Wohnung in Mariupol holen – doch alles war zerstört.

„Ich habe gedacht, ich nehme irgendwas. Auch Fotos – gar nichts. Ich habe gedacht, wenn noch irgendwas geblieben ist, kann ich was finden“, erzählt Adelina unserer Reporterin. Beinahe wäre sie nicht mehr aus Mariupol herausgekommen. Jetzt will sie nur noch so schnell wie möglich zurück nach Deutschland – nach Dresden. (lwe)

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