Auszeichnung geht an Journalisten

Friedensnobelpreis 2021 geht an Maria Ressa and Dmitry Muratov

Die beiden Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland erhalten in diesem Jahr den Friedensnobelpreis.
Die beiden Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland erhalten in diesem Jahr den Friedensnobelpreis.
© Reuters/Collage RTL

08. Oktober 2021 - 11:34 Uhr

Zwei Journalisten werden ausgezeichnet

Der Friedensnobelpreis 2021 geht an zwei Journalisten. Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland erhielten den Preis für ihren mutigen Kampf für die Meinungsfreiheit, teilte das norwegische Nobelpreiskomitee am Freitag in Oslo mit. "Zugleich stehen sie für alle Journalisten, die sich für dieses Ideal einsetzen in einer Welt, in der Demokratie und Pressefreiheit zunehmend gefährdet sind", sagte die Vorsitzende des Komitees Berit Reiss-Andersen.

Letzter Friedensnobelpreisträger aus Deutschland war Willy Brandt

Im vergangenen Jahr ging der Preis an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, das damit unter anderem für seinen Kampf gegen den Hunger in der Welt geehrt wurde. Wie im Vorjahr sind die Nobelpreise wieder mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 980.000 Euro) pro Kategorie dotiert.

Der Friedensnobelpreis gilt als die renommierteste politische Auszeichnung der Welt. 329 Kandidaten - 234 Persönlichkeiten und 95 Organisationen - sind diesmal nominiert worden. Das ist die drittgrößte Zahl an Nominierten überhaupt. Die Namen der Nominierten werden traditionell 50 Jahre lang geheimgehalten. Genau vor 50 Jahren wurde Ex-Bundeskanzler Willy Brandt für seine Ostpolitik ausgezeichnet. Er war der letzte deutsche Preisträger.

Nobelpreis
Die Friedensnobelpreisträger werden nicht in Stockholm, sondern in Oslo verkündet. Foto: Kay Nietfeld/dpa
© deutsche presse agentur

Friedensnobelpreisträger werden in Oslo verkündet

In dieser Woche wurde bereits die Preisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Literatur bekanntgegeben. Darunter waren mit dem Meteorologen Klaus Hasselmann und dem Chemiker Benjamin List auch zwei Deutsche. Am kommenden Montag folgt zum Abschluss noch der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Der neue Friedensnobelpreisträger wird als einziger der Preise nicht in Stockholm, sondern in Oslo verkündet. Verliehen werden die Auszeichnungen traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896). (dpa/reuters/jgr)