Polizei nimmt deutschen Touristen festMit 183 km/h durch die 60er-Zone – und seine Mutter sitzt daneben!

Deutlich zu schnell unterwegs sollen in den letzten Tagen gleich mehrere junge Männer gewesen sein. Ihre Führerscheine behielt die Polizei vorerst ein. (Symbolbild)
Mit 183 km/h soll ein deutscher Tourist über die norwegischen Lofoten gerast sein – erlaubt waren nur 60 km/h. Seine Mutter saß während der Fahrt auf dem Beifahrersitz. (Symbolbild)
Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
von Martina Lewinski

Dreimal so schnell wie erlaubt!
Ein deutscher Tourist soll auf den norwegischen Lofoten mit 183 km/h durch eine 60er-Zone gerast sein. Die Polizei nimmt die Verfolgung auf, kann zunächst aber nicht mithalten. Erst ein Stau bremst den Mann aus – wenig später wird er festgenommen.

Polizei misst unglaubliche 183 km/h

Der Vorfall ereignet sich am Mittwochabend (12. August) im Dorf Bøstad auf der Insel Vestvågøy. Dort messen Beamte die Geschwindigkeit des deutschen Autofahrers per Laser: 183 km/h bei erlaubten 60. „Das ist ja Wahnsinn. Dreimal so schnell wie die zulässige Höchstgeschwindigkeit“, sagt Geir H. Marthinsen von der norwegischen Straßenpolizei der Tageszeitung Verdens Gang (VG).

Die Polizei nimmt daraufhin die Verfolgung auf. Doch der Deutsche fährt offenbar so schnell, dass die Beamten ihn zunächst nicht einholen können. Erst eine Autoschlange auf der Straße setzt der Fahrt ein Ende. Die Polizei kann den Wagen schließlich stoppen. Auf dem Beifahrersitz soll während der rasanten Fahrt die Mutter des Mannes gesessen haben.

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Deutscher wird festgenommen

Bei der anschließenden Kontrolle wird der Tourist wegen des Verdachts auf Trunkenheit am Steuer festgenommen. Sein genaues Alter nennt die Polizei nicht, er soll jedoch Mitte 30 sein.

Die Identifizierung gestaltet sich zunächst schwierig. Der Mann habe sich geweigert, seinen Namen zu nennen. „Er hatte keinen Ausweis bei sich und war etwas verwirrt“, schildert Marthinsen gegenüber VG.

Später finden die Ermittler nach Angaben des Berichts den Reisepass des Deutschen und durchsuchen auch ein Hotelzimmer. Damit sei seine Identität inzwischen geklärt.

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Videoaufnahmen sollen Deutschen belasten

Mit Unterstützung der örtlichen Polizei wird der Mann zur Polizeiwache in Svolvær gebracht. Dort befindet er sich zunächst in Haft.

Die Ermittler prüfen nun mehrere Vorwürfe. Dem Deutschen werden laut Bericht unter anderem fahrlässiges Fahren und Fahren ohne gültigen Führerschein vorgeworfen. Außerdem steht der Verdacht im Raum, dass er der Polizei seine Personalien nicht mitgeteilt hat. Ob er weiter festgehalten oder sogar in Untersuchungshaft genommen wird, ist zunächst noch nicht entschieden.

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Bürgermeister: „Das ist respektlos“

Auch Vestvågøys Bürgermeister Jonny Finstad reagiert deutlich auf die mutmaßliche Raserei. „Das ist respektlos. Es gibt keine Autobahnen auf den Lofoten“, sagt er.

Das Auto können die norwegischen Behörden allerdings offenbar nicht einfach beschlagnahmen: Bei dem Wagen handelt es sich laut Bericht um einen Mietwagen aus Schweden. Für den deutschen Urlauber dürfte die Reise durch die spektakuläre Inselwelt damit jedenfalls anders weitergehen als geplant.

Verwendete Quelle: Bild ,Verdens Gang