Tod von Wjatscheslaw Taran wirft viele Fragen auf

Russischer Krypto-Milliardär stirbt bei Helikopter-Absturz in Frankreich

Beach and sea bay in Villefranche-sur-Mer resort on French Riviera in France
Das Absturzort liegt bei Villefranche-Sur-Mer an der französischen Riviera
picture alliance / Zoonar, Artur Bogacki

Wieder ein scheinbar rätselhafter Todesfall eines reichen Russen: Der Krypto-Milliardär Wjatscheslaw Taran ist bei einem Helikopter-Absturz in Villefranche-sur-Mer in Frankreich unweit von Monaco ums Leben gekommen. Zu seinem Todesflug soll es viele offene Fragen geben, berichten diverse Medien.

Rätsel über kurzfristig abgesprungenen Passagier

Bildnummer: 54657408  Datum: 19.11.2010  Copyright: imago/ITAR-TASSITAR-TASS: MOSCOW, RUSSIA. NOVEMBER 18, 2010. Vyacheslav Taran, chairman of Forex Club board of directors, at the second annual  Russian Money Market 2010: Modern Opportunities  confe
Wjatscheslaw Taran (Archivfooto, November 2010)
ima, imago stock&people, imago stock

Dem Portal „news.de“ zufolge war Taran auf dem Weg aus dem schweizerischen Lausanne nach Frankreich, als sein Hubschrauber abstürzte. Demnach ereignete sich das tödliche Unglück bereits am 25. November zur Mittagszeit. An Bord sei neben dem Russen noch ein 35-jähriger Pilot gewesen. Der Unfall habe sich bei „idealem Flugwetter aus ungeklärter Ursache“ ereignet, heißt es weiter. Auch der Pilot sei bei dem Absturz gestorben.

Laut dem britischen Boulevardblatt „Daily Mail“ sollen Sachverständige nach Recherchen an der Absturzstelle annehmen, dass bei dem Unfall durch Sabotage nachgeholfen wurde. Nun sollen offizielle Untersuchungen zum Unglückshergang die Absturzursache klären.

Immer wieder tote Oligarchen und Top-Manager

Rätselhaft dargestellt wird auch die Rolle eines weiteren Passagiers, der laut „news.de“ für den Flug angemeldet war, aber kurzfristig absagte.

Wjatscheslaw Taran war Gründer der Trading-Plattform „Forex Club“. Er lebte seit vielen Jahren in Monaco. Taran hinterlässt seine Ehefrau Olga Taran und drei Kinder.

In der Vergangenheit sorgten immer wieder Todesfälle russischer Top-Manager und Milliardäre für Schlagzeilen. Im September starb der Eisenbahnmanager Pawel Ptschelnikow. Der Gas-Oligarch Sergej Protosenja wurde im April i n Spanien mit seiner Familie tot aufgefunden.

Auch der Inhaber von Putins „Lieblingszeitung“ starb unter mysteriösen Umständen. Neben einigen Oligarchen und Militärs waren auch zwei Direktoren des russischen Ölgiganten Gazprom ums Leben gekommen. In einigen Fällen wurde gemutmaßt, es könne sich um als Suizide getarnte Auftragsmorde handeln. (uvo)