„Verstappen hat Fehler gemacht“

Der unerbittliche Nervenkrieg um den F1-Titel

06. Dezember 2021 - 21:19 Uhr

RTL-Reporter Görner freut sich auf das ultimative Duell

Die Formel 1 veredelt ihre ultra-spannende Saison mit einem Saisonfinale, das eines der nervenaufreibendsten der Geschichte ist. Punktgleich gehen die beiden Top-Piloten Max Verstappen und Lewis Hamilton ins letzte Rennen am kommenden Sonntag in Abu Dhabi (ab 14 Uhr im RTL-Live-Ticker). Formel-1-Herz – was willst du mehr? Was sich RTL-Reporter Felix Görner vom finalen Showdown der Saison wünscht und wie er die beiden F1-Schwergewichte in Sachen Nervenkostüm aufgestellt sieht, zeigen wir oben im Video.

Senna/Prost im 21. Jahrhundert

Es ist "das Duell Ayrton Senna gegen Alain Prost im 21. Jahrhundert", sagt RTL-Reporter Felix Görner und spannt damit den Bogen zu einem der heißesten Duelle und Rivalitäten der Formel-1-Historie. Gleich zweimal schossen sich die beiden Streithähne vor gut 30 Jahren im letzten Rennen raus. Einmal profitierte Senna, einmal Prost. Es ist ein legendär hitziges Duell. Ähnliches könnte den F1-Fans auch am kommenden Wochenende blühen. Zwar haben beiden Fahrer 369,5 Punkte und damit exakt gleich viele Zähler. Da Verstappen in dieser Saison aber einen Grand Prix mehr gewonnen hat als der Brite, würde er bei einem möglichen Crash und Ausfall der beiden profitieren.

Zwar bemühten sich Teamoffizielle nach dem Chaos-Rennen in Saudi-Arabien schnell, ein solches Szenario runterzuspielen. Nach dem Dschidda-Wahnsinn wäre es aber auch keine Überraschung, wenn es doch passierte.

Verstappen zeigt Nerven

"Ich wünsche mir, dass es wieder so einen Kampf auf der Strecke gibt", sagt RTL-Reporter Görner mit Blick auf das Rennen in Abu Dhabi. "Mit allen erlaubten und vielleicht auch diskussionswürdigen Mitteln der beiden." Davon gab es zuletzt allein in Saudi-Arabien genügend Beispiele.

Klar ist für den F1-Experten: Verstappen hat "Nerven gezeigt und Fehler gemacht". So kostete ihn eine Fehleinschätzung beim Bremspunkt die Pole am Roten Meer. "Verstappen hat alles versucht auf der Strecke, sämtliche Ellbogen, sämtliche Tricks, die er schon im Kart gelernt, um sich gegen Hamilton zu wehren. Teilweise auch mit unerlaubten Mitteln." Die Strafen gegen den Niederländer seien daher gerechtfertigt, findet Görner.

Der Verstappen-Vorsprung schmilzt seit seinem letzten Sieg in Mexiko kontinuierlich zusammen. Mit aller Macht und mit Monster-Motor im Heck drückt der F1-Imperator Hamilton auf die Titelverteidigung. Was macht das mit dem RedBull'schen Nervenkostüm? Am Sonntag hat Verstappen noch eine Möglichkeit, den klitzekleinen Vorsprung ins Ziel zu retten.

Die Rechnung ist einfach: Der erste, der über die Ziellinie fährt, ist Weltmeister. So einfach kann die F1 manchmal sein. (msc)