Wanderer will Gabby Petitos Verlobten gesehen haben

"Kein Zweifel, dass ich mit Brian Laundrie gesprochen habe!"

Wo steckt Brian Laundrie? Ein Wanderer will den 23-Jährigen jetzt in den Appalachen gesehen haben.
Wo steckt Brian Laundrie? Ein Wanderer will den 23-Jährigen jetzt in den Appalachen gesehen haben.
© RTL/Instagram/CNN

05. Oktober 2021 - 8:54 Uhr

Versteckt sich Brian Laundrie in den Appalachen?

Ist das der Durchbruch im Fall der in den USA getöteten Gabby Petito? Ein Ingenieur aus Florida behauptet, er habe am Wochenende auf einer verlassenen Straße in den Appalachen im US-Bundesstaat North Carolina mit Gabbys gesuchtem Verlobten Brian Laundrie gesprochen.

Gespräch zwischen Davis und Laundrie

September 20, 2021, Sarasota, Florida, USA: In a photo provided by the , missing GABBY PETITO, 22, right, vanished while on a cross-country trip in a converted camper van with her boyfriend, BRIAN LAUNDRIE. Laundrie is a person of interest in the dis
Im Sommer waren Gabby Petito (22) und ihr Verlobter Brian Laundrie (23) zu einem Roadtrip durch die USA aufgebrochen - nur er kehrte zurück. Gabbys Leiche war am 19. September im Grand-Teton-Nationalpark (US-Bundesstaat Wyoming) gefunden worden.
© imago images/ZUMA Press, North Port Police Department via www.imago-images.de, www.imago-images.de

"Es gibt keinen Zweifel daran, dass ich mit Brian Laundrie gesprochen habe, überhaupt keinen", sagt Dennis Davis dem US-Magazin "New York Post." Der 53-Jährige sei am Wochenende in den Appalachen unterwegs gewesen. Ausgerechnet DEM bewaldeten Gebirge, in welchem Laundrie in der Vergangenheit schon einmal mehrere Monate alleine gelebt haben soll. Ein Grund also, warum es nicht unwahrscheinlich ist, Laundrie in dieser Gegend zu vermuten.

Außerdem: Die Tochter von Dog the Bounty Hunter, einem bekannten Kopfgeldjäger, soll dem Wanderer eine Audiodatei von Laundries Stimme geschickt haben. "Die Stimme war dieselbe, die ich gehört habe", so Davis.

Verdächtiger im Fall "Gabby Petito" soll nach dem Weg nach Kalifornien gefragt haben

Angeblich sei Laundrie mit seinem Auto neben Davis gefahren. Irgendwann habe er nach dem Weg nach Kalifornien gefragt. Davis Vorschlag, eine Autobahn zu nehmen, habe der Fremde abgelehnt, da er nur Nebenstraßen nutzen wollte.

Weiter erzählt Davis der "New York Post": "Er sagte: 'Mann, ich habe mich verlaufen.' Ich fragte: 'Was suchst du denn?' Und er sagte: 'Meine Freundin und ich haben uns gestritten, aber sie hat mich angerufen und gesagt, dass sie mich liebt, und ich muss nach Kalifornien, um sie zu sehen'." Laut Davis sah der Mann genauso aus und sprach auch wie der seit Wochen gesuchte Brian Laundrie.

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„Als Vater einer Tochter möchte ich natürlich alles tun, um der Familie zu helfen"

Fest steht: Die Gebiete, die das FBI nach dem Gesuchten durchforsten muss, sind riesig. Hinzu kommt Laundries Ortskunde. Der 23-Jährige weiß ganz genau, wie er sich in der Wildnis zu verhalten hat. Und dennoch ist jede Spur ein Hinweis, dem das FBI nachgehen kann. Denn viele Amerikaner sehen die Sachlage wie Dennis Davis: "Als Vater einer Tochter möchte ich natürlich alles tun, was ich kann, um der Familie zu helfen, mit der Sache abzuschließen und diesen Kerl endlich zu schnappen."

Darum sucht das FBI Gabby Petitos Verlobten Brian Laundrie

Brian Laundrie wird "als Person von Interesse" im Fall Gabby Petito gesucht, den die Polizei als Tötungsdelikt einstuft. Gegen den 23-Jährigen läuft zudem ein Haftbefehl – allerdings wegen Bankbetrugs, wie das FBI Denver mitteilte. So soll er zwischen dem 30. August und 1. September unbefugt eine Bankkarte verwendet haben, die laut US-Medienberichten Gabby Petito gehört haben soll.

Aus einem Dokument des Bezirksgerichts im US-Bundesstaat Wyoming geht hervor, dass Laundrie etwa 1.000 US-Dollar (rund 850 Euro) abgehoben hat. Zuletzt an dem Tag, an dem er alleine von dem Pärchen-Roadtrip mit Gabrielle heimkehrte.

Die beiden waren im Juli in einem umgebauten Ford Transit-Van zu einer Reise durch die USA aufgebrochen. Für Gabby eine Reise ohne Wiederkehr. Am 19. September fanden Suchtrupps ihre Leiche im Grand-Teton-Nationalpark (US-Bundesstaat Wyoming). Eine Autopsie ergab, dass sie getötet worden ist – die genaue Todesursache hat das FBI noch nicht veröffentlicht. Auch ihre sterblichen Überreste wurden bislang nicht zur Beerdigung freigegeben. Ihre Familie hatte eine Trauerfeier im Gedenken an die 22-Jährige veranstaltet – mit Fotos, Blumenschmuck und einer leeren Urne. (kra)