Vater des Kindes wohl beteiligtJunge (5) unter Drogen gesetzt und vergewaltigt? Zehn Männer angeklagt

Unbekannte stehlen einen teuren Reisebus in Nidderau. Die Polizei geht Hinweisen nach, dass das Fahrzeug nach Frankreich gebracht worden sein könnte. (Foto Illustration)
Zehn Männer wurden wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung angeklagt. (Symbolbild)
Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Was für grauenvolle Vorwürfe!
Ausgelöst von seinem eigenen Vater soll ein Fünfjähriger in Frankreich insgesamt zehn Männern zur Vergewaltigung angeboten sein. Zuvor habe die Gruppe dem Kind starke chemische Drogen verabreicht.

Zehn Männer sollen Fünfjährigen vergewaltigt haben

Die französische Staatsanwaltschaft hat zehn Männer wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung eines unter Drogen gesetzten fünfjährigen Jungen angeklagt. Der Junge sei von seinem eigenen Vater „in Kontakt mit erwachsenen Männern” gebracht worden, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag (3. Februar). Dem Kind sei „schwere sexuelle Gewalt” unter dem Einfluss „chemischer Substanzen” angetan worden. Die Angeklagten sind zwischen 29 und 50 Jahre alt.

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Die Behörden hatten den Angaben zufolge am 15. Februar 2025 eine Untersuchung eingeleitet, nachdem es einen Hinweis auf eine „Chemsex”-Party in der Nacht zuvor in der Stadt Lille im Norden Frankreichs gegeben habe. Die Staatsanwaltschaft schaltete einen Ermittlungsrichter ein, der sich mit zwischen November 2024 und Februar 2025 begangenen mutmaßlichen Taten befasste.

Die Zeitung „Dernières Nouvelles d’Alsace” berichtete, dass mindestens einem der Angeklagten nicht die Teilnahme an der Vergewaltigung vorgeworfen werde. Er werde beschuldigt, ein Video erhalten und dies nicht den Behörden gemeldet zu haben. Einer der Hauptverdächtigen beging im Juni vergangenen Jahres während seiner Untersuchungshaft Suizid, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

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Junge wurde wohl unter Drogen gesetzt

Das Kind wird von seiner Mutter betreut. Diese hatte sich laut der Staatsanwaltschaft vor der Vergewaltigung von dem Vater getrennt. Als „Chemsex” wird Sex unter dem Einfluss harter Drogen bezeichnet. Ärzte haben sich zuletzt alarmiert über eine Zunahme von Sex unter Drogeneinfluss gezeigt, etwa in Teilen der Schwulenszene. „Chemsex” birgt verschiedene Risiken, zu den Gefahren zählen Sucht, eine Überdosis und eine HIV-Infektion.

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Für großes Entsetzen hatte in Frankreich und darüber hinaus zuletzt die vielfache Vergewaltigung von Gisèle Pélicot gesorgt. Ihr Ex-Mann Dominique Pelicot wurde 2024 zu 20 Jahren Haft verurteilt, weil er seine Frau Gisèle zwischen 2011 und 2020 unter Drogen gesetzt hatte, um sie gemeinsam mit Männern zu vergewaltigen, die er in Internetforen dazu einlud. (fkl/afp)

Verwendete Quellen: afp