Gehen diese Regelungen zu weit?

Experten fordern 2G+ in der Gastro - Kult-Café-Chef: "Ich sehe schwarz!"

07. Januar 2022 - 13:21 Uhr

Horror für die Gastronomen

Kaffee und Co. nur noch für Genesene oder Geimpfte mit negativen Corona-Test? Diese Forderungen von Experten sorgen in der Gastro-Szene für Unmut. Viele Betreiber befürchten, dass ihnen die Gäste und damit der Umsatz ausbleiben. "Wenn 2G+ kommt, sehe ich schwarz", sagt Mazlum Akyol, Boss des Kult-Ladens "Café Buur" aus Düsseldorf, im RTL-Interview.

Im Video zeigt RTL-Reporter Jan Niklas Bönsch außerdem, was Virologen von dem Vorstoß halten.

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"Das ist für uns wie ein Lockdown!"

Bereits am Dienstag hatte sich der Corona-Expertenrat von Bundeskanzler Olaf Scholz für eine 2G+-Regelung in der Gastronomie ausgesprochen. Auch Geimpfte und Genesen sollen dann nur noch mit einem negativen Corona-Test ins Restaurant oder Café können.

Ein Albtraum für alle Gastronomen, wie auch Mazlum Akyol, weiß. Schon während 2G seien zehn Prozent weniger Gäste in sein Café gekommen, mit 2G+ werde das noch viel dramatischer. "Das ist für uns wie ein Lockdown", so der Café-Inhaber. "Menschen, die schon geimpft und geboostert sind, werden sich für einen Kaffee nicht noch testen lasen." Immerhin – wer sich bereits seine Booster-Impfung abgeholt hat, soll von der Testpflicht ausgenommen werden.

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Für Gastronomen eher ein 2G Minus

Ob 2G+ am Ende kommt, entscheiden jedoch die Länder. Bei einem Bund-Länder-Treffen mit Kanzler Olaf Scholz am Freitagabend sollen die weiteren Corona-Maßnahmen besprochen werden.

Für Café-Inhaber Mazlum Akyol heißt das: Daumen drücken. Er hofft auf eine solidarische Lösung von Bund und Ländern. "So wie es aktuell ist, wird 2G+ theoretisch machbar sein", sagt er, "aber in der Praxis wird es für die Inhaber und Betreiber eher ein 2G Minus." (jbü)