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EU: Öko-Label für Gas- und Atomenergie - Weg frei für neue nachhaltige Energiequellen

EU-Parlament macht den Weg frei

Atomenergie und Gas sollen Umwelt-Label bekommen

04.07.2022, Hessen, Biblis: Das abgeschaltete AKW Biblis in Südhessen (Luftaufnahme aus einem Flugzeug). Angesichts ausbleibender Gaslieferungen aus Russland wird auch die Wieder-Inbetriebnahme von stillgelegten Atomkraftwerken diskutiert. Foto: Bori
EU-Parlament macht den Weg für Umwelt-Label für Atomenergie frei.
brx, dpa, Boris Roessler

Atomkraft und Gasenergie – sie könnten bald als „grüne“, also nachhaltige Energiequellen eingestuft werden. Dafür hat das Europäische Parlament jetzt die Weichen gestellt.

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Frankreich will Öko-Label für Atomkraft Schub geben

Nach dem Vorhaben des EU-Parlaments dürften so die sogenannten Taxonomie-Regeln für
den Finanzmarkt ab 2023 greifen. Nur ein Veto von 20 der 27 EU-Mitgliedsstaaten könnte das noch verhindern, was allerdings als sehr unwahrscheinlich gilt. Von den anwesenden 639
Abgeordneten stimmten am Mittwoch 278 dafür, das Vorhaben zu blockieren. 328 wollten dies nicht, 33 enthielten sich. Für ein Veto des Parlaments wäre eine Mehrheit von 353 Stimmen der
insgesamt 705 Abgeordneten nötig gewesen. Frankreich ist die treibende Kraft hinter den umstrittenen Plänen, Atomkraft ein Öko-Label zu verleihen.

  • Die dort vorherrschende Energieform produziert zwar keine klimaschädlichen CO2-Emissionen, dafür aber radioaktiven Abfall.
  • Gas wird zudem von einigen EU-Ländern wie Polen als das kleinere Übel im Vergleich zu der noch klimaschädlicheren Kohle angesehen.

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Die Taxonomie ist eine Liste von Aktivitäten, die Investoren in der EU als grün vermarkten können. Mit dem Öko-Label sollen Investitionen am Finanzmarkt gezielt in nachhaltige Technologien
und Energiequellen fließen. Ein Teil der Regeln für weniger umstrittene Bereiche ist bereits dieses Jahr in Kraft getreten, dabei geht es unter anderem um Elektroautos und die Renovierung von Gebäuden. (dpa/lwe)

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