Kinderbonus, WhatsApp, Spielzeug und Co.

Neue Gesetze und Regelungen: Das ändert sich im Mai 2021

Für Familien gibt es im Mai einen Zuschlag auf das Kindergeld.
Für Familien gibt es im Mai einen Zuschlag auf das Kindergeld.
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03. Mai 2021 - 9:11 Uhr

Diese neuen Regeln gibt es im Mai

Auch im Mai gibt es in Deutschland wieder einige neue Regelungen und Gesetze: Für Familien gibt es einen Zuschlag auf das Kindergeld, außerdem steigen in einigen Branchen die Löhne. Auch WhatsApp-Nutzer erwartet bis zur Mitte des Monats eine große Neuerung. Wir haben zusammengefasst, welche Änderungen Sie zum Mai 2021 kennen sollten.

Was sich im April 2021 für Verbraucher geändert hat, lesen Sie hier.

150 Euro Corona-Kinderbonus

Viele Familien leiden besonders unter der Corona-Pandemie. Ihnen will die Politik nun unter die Arme greifen. Familien sollen demnach – wie schon im vergangenen Jahr – einen Kinderbonus erhalten. Der Zuschlag auf das Kindergeld soll einmalig 150 Euro betragen. Im vergangenen Jahr hatte es für Familien 300 Euro pro Kind gegeben, um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln.

Auch Bedürftige erhalten den 150-Euro-Zuschlag im Mai. Dazu zählen etwa arbeitssuchende, ältere oder behinderte Menschen. Ein Antrag muss für den Corona-Zuschlag nicht gestellt werden.

Neue WhatsApp-Nutzungsbedingungen

 Symbolfoto: Das Logo des Instant-Messaging-Dienstes WhatsApp
Wer bis zum 15. Mai nicht zustimmt, kann WhatsApp nur noch stark eingeschränkt verwenden.
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Am 15. Mai treten die neuen Nutzungsbedingungen bei Whatsapp in Kraft. Wer bis zu diesem Stichtag nicht zustimmt, kann die App zwar noch verwenden - allerdings nur noch stark eingeschränkt. "Dir wird dann allerdings nicht mehr die volle Funktionalität von WhatsApp zur Verfügung stehen, bis du zugestimmt hast", heißt es in der aktualisierten Frage-Antwort-Bereich von WhatsApp. "Du wirst zwar für kurze Zeit Anrufe und Benachrichtigungen erhalten, aber in der App weder Nachrichten lesen noch welche senden können."

Lesen Sie auch: Signal, Threema, Telegram: Die Whatsapp-Alternativen im Check

Änderungen beim Comdirect-Girokonto

Für Bestandskunden der Comdirect gelten vom 1. Mai 2021 an neue Bedingungen für die Nutzung ihres Girokontos. Die Bank schafft das kostenlose Girokonto ohne Bedingungen ab. Demnach ist ein Girokonto bei der Comdirect sechs Monate nach Eröffnung nur noch dann kostenlos, wenn eine der drei folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  1. Monatlicher Geldeingang von 700 Euro ODER
  2. drei Zahlungen via Apple Pay beziehungsweise Google Pay ODER
  3. mindestens eine Wertpapiertransaktion

Was Sie als Kunde außerdem über die Änderungen beim Comdirect-Girokonto wissen müssen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Kinderspielzeug wird sicherer

Baby spielt mit bunten Ringen
Im Mai treten neue Richtlinien für Schadstoffe in Kinderspielzeug in Kraft.
© iStockphoto, Family Veldman

Ab dem 20. Mai tritt in Deutschland eine neue Richtline in Kraft, die Kinderspielzeug noch sicherer machen soll. Denn ab dann gelten niedrigere Grenzwerte für Aluminium und Formaldehyd in Spielmaterialien. Die EU-Mitgliedstaaten waren verpflichtet, die neue Richtlinie bis spätestens zum 19.05.2021 in nationales Recht umzusetzen und ab dem Folgetag anzuwenden.

Lese-Tipp: Spielzeug für das Baby – ab wann, wie viel und was?

Mehr Geld für Maler und Lackierer

Vom 1. Mai an steigt der Mindestlohn für Maler und Lackierer in Westdeutschland auf 17,51 Euro und in Ostdeutschland auf 16,88 Euro. Die Beschäftigten erhalten zudem eine Corona-Prämie von 330 Euro. Auch die Vergütung von Auszubildenden wird erhöht.

Änderungen im Jugendschutzgesetz

Ab 1. Mai treten Änderungen im Jugendschutzgesetz in Kraft. Diese sollen Kinder und Jugendliche besser vor Mobbing und sexualisierter Ansprache im Internet bewahren.

  • Plattformen, auf denen Spiele und Filme angeboten werden, müssen einfache Melde- und Beschwerdemöglichkeiten anbieten, falls sich junge Nutzer bedroht oder bedrängt fühlen.
  • Künftig vorgeschrieben sind zudem einheitliche Alterskennzeichnungen für Online-Inhalte sowie Schutzmechanismen gegen Kostenfallen und Abzocke.
  • Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien soll zur Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz umgeformt werden. Sie kann laut Familienministerium "in letzter Konsequenz" Bußgelder gegenüber den Anbietern verhängen.

Video: Wie können wir unsere Kinder vor Missbrauch im Netz schützen?

Unsere Kinder wachsen als "Digital Natives" auf – das Internet ist überall. Und das hat auch Schattenseiten. Youtube-Stars, die wegen sexuellen Missbrauchs minderjähriger Fans verurteilt werden, pädophile Straftäter, die mit der Video-App "Likee" Nacktfotos von kleinen Mädchen erpressen: Immer wieder bekommen Eltern bei solchen schlimmen Nachrichten Angst um ihre Kinder. Doch ihnen deshalb den Zugang zum Internet komplett verweigern? Es gibt auch andere Wege. Was eine Expertin rät, sehen Sie im Video.

Quelle: RTL/dpa

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