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Impfungen beim Hausarzt, steigende Löhne & Änderung beim Führerschein

Das ändert sich im April 2021 für Verbraucher

Impfungen beim Hausarzt, steigende Löhne & Änderung beim Führerschein: Im April ändert sich einiges.
Impfungen beim Hausarzt, steigende Löhne & Änderung beim Führerschein: Im April ändert sich einiges.
© RTL

02. April 2021 - 10:05 Uhr

Diese neuen Regeln gibt es im April

Auch im April gibt es für Verbraucher wieder einige Neuerungen: Jetzt sollen flächendeckend auch Hausärzte Corona-Impfungen geben dürfen, außerdem steigen in einigen Branchen die Löhne. Fahrschüler dürfen sich über ein neues Angebot freuen und bestimmte ungesunde Lebensmittel unterliegen künftig strengeren Regeln. Wir haben zusammengefasst, welche Änderungen zum April Sie kennen sollten.

Corona-Impfungen beim Hausarzt möglich

Nach Ostern sollen flächendeckend in ganz Deutschland auch Hausärzte gegen Corona impfen können. Die Menge an Impfdosen in den Hausarztpraxen werde zu Beginn jedoch sehr überschaubar sein: "Mit den Mengen, die wir in den ersten Aprilwochen erwarten, (...) wird es in den Hausarztpraxen erstmal mit etwa umgerechnet einer Impfsprechstunde pro Woche beginnen können", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn zur dpa.

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) werde bis zum 25. April in den Hausarztpraxen zunächst nur mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft. Die FAZ beruft sich hier auf die Kassenärztliche Bundesvereinigung und das Bundesgesundheitsministerium.

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Mindestlohn für Pflegekräfte steigt

Am 1. April steigt der Mindestlohn für Pflegekräfte an: In Westdeutschland sollen Pflegekräfte von nun an 12,50 Euro pro Stunde verdienen, im Osten des Landes 12,20 Euro pro Stunde. In weiteren Schritten soll diese Ungleichbehandlung dann aufgehoben werden.

LESE-TIPP: Extra-Zulage für Pflegekräfte: Tarifvereinbarung ist durch

Mehr Geld für Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Ab April können sich Arbeitnehmer, die im öffentlichen Dienst tätig sind, über mehr Geld auf dem Konto freuen: Die Tabellenentgelte werden dann um 1,4 Prozent und mindestens 50 Euro erhöht. Am 1. April 2022 folgt dann noch eine Erhöhung um weitere 1,8 Prozent. Auch Auszubildende und Praktikanten sollen ab April 50 Euro mehr Gehalt im Monat bekommen.

Die neuen Regelungen gelten auch für Bundesbeamte, ausgeschlossen von den Erhöhungen sind jedoch Mitglieder der Bundesregierung, Bundesminister und Staatssekretäre sowie Präsidenten der obersten Bundesgerichte.

Kombi-Führerschein kommt zum 1. April

Neues Angebot für Fahrschüler: Ab dem 1. April bekommen sie die Möglichkeit, einen Kombi-Führerschein zu machen. Die Prüfung legen sie dann zwar mit einem Automatik-Auto ab, doch fahren dürfen sie anschließend auch mit einem Schaltgetriebe – so wie auch bei der normalen Ausbildung der Führerschein-Klasse B.

In der Kombi-Ausbildung sind zehn Stunden in einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe vorgeschrieben, auf die eine 15 Minuten lange Überprüfungsfahrt mit dem Fahrlehrer folgt. Die restlichen Praxisstunden sowie die Prüfung selbst dürfen dann mit einem Automatik-Auto abgelegt werden.

Ungesunde Lebensmittel werden stärker reglementiert

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Künftig wird reglementiert, wie viel Gramm ungesunde Transfette Lebensmittel enthalten dürfen.
© Getty Images/iStockphoto, gkrphoto

Ab dem 2. April 2021 gilt eine neue Verordnung, die bestimmte Lebensmittel stärker reglementiert. Lebensmittel dürfen dann pro 100 Gramm nur noch maximal zwei Gramm industriell hergestellte Transfette enthalten – was darüber liegt, darf nicht mehr verkauft werden. Lebensmittel, die Transfettsäuren enthalten, sind unter anderem stark frittierte Produkte wie beispielsweise Chips, Backwaren wie Donuts und Croissants oder Margarine. Für tierische Produkte wie Milch und Fleisch, die Transfette enthalten, gilt diese Regelung nicht.

Transfette sind ungesättigte Fettsäuren, die in der Industrie bei der Teilhärtung von Pflanzenölen entstehen. Nimmt man viele Transfette zu sich, steigt das "schlechte" LDL-Cholesterin im Blut, das "gute" HDL-Cholesterin sinkt. Dadurch nimmt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu. die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine maximal Tagesdosis von 2,6 Gramm Transfettsäuren.

Mehr Angaben auf Kassenbons

Ab dem 1. April werden Kassenbons länger. Das liegt daran, dass künftig mehr Angaben auf den Bons stehen müssen, um Steuerbetrug zu verhindern. So kommen Codes für die Buchhaltung und Zuordnung der Kassenbons hinzu, außerdem werden künftig auch Beginn und Ende des Kassiervorgangs auf die Bons gedruckt. Diese werden zudem digitalisiert und in eine Cloud übermittelt.

Deutsche Bahn bekommt eine neue Service-Nummer

Damit Bahnkunden ab April günstiger und einfacher mit Service-Mitarbeitern telefonieren können, bündelt die Deutsche Bahn ihre Kundendienste ab dem 1. April unter einer neuen Service-Nummer: Unter 030-2970 bekommen Kunden ab diesem Tag jederzeit Auskunft über Tickets, Fahrpläne und Service-Leistungen – und zwar zum Ortstarif.

Auch die bisherige Kundenhotline, die an die neue Nummer verweist, bleibt gültig. Für die 0180er-Vorwahl muss künftig aber nicht mehr extra bezahlt werden. Laut der Deutschen Bahn werden im Zuge dessen auch alle anderen Kundenhotlines des Konzerns auf reguläre Festnetznummern umgestellt.

Autofahrer können auf Sommerreifen wechseln

Anfang April ist Ostern – und damit endet wieder die jährliche Periode von Oktober bis Ostern, in der Autofahrer Winterreifen aufgezogen haben sollten. Zwar gibt es in Deutschland keine generelle Winterreifenpflicht, die Bereifung muss jedoch immer der Witterung entsprechen. Herrschen also winterliche Verhältnisse mit Schnee und Eis, darf nicht mit Sommerreifen gefahren werden.

LESE-TIPP: So finden Sie die richtigen Sommerreifen für Ihr Auto

Zeitarbeit in der Fleischindustrie wird verboten

Ab April ändert sich auch die Gesetzeslage in der Fleischindustrie in Deutschland: Zeit- und Leiharbeit in der Branche wird verboten, Schlachtung und Zerlegung der Tiere dürfen nur noch vom eigenen Stammpersonal des Inhabers vorgenommen werden. Ausgenommen davon ist das Fleischerhandwerk und damit Betriebe mit unter 50 Beschäftigten. Außerdem müssen Arbeitsbeginn und -Ende elektronisch aufgezeichnet werden.

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