Nach Ostern soll's losgehen

Corona-Impfung beim Hausarzt - wie komme ich an einen Termin?

Corona-Impfung beim Hausarzt: Das soll es nach Ostern auch bei uns geben - so wie hier in Oensingen in der Schweiz.
Corona-Impfung beim Hausarzt: Das soll es nach Ostern auch bei uns geben - so wie hier in Oensingen in der Schweiz.
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24. März 2021 - 10:33 Uhr

Hausärzte dürfen jetzt auch gegen Corona impfen

Nach Ostern soll es endlich so weit sein: Auch Hausärzte dürfen in ihren Praxen gegen das Coronavirus impfen. 20 Impfdosen pro Woche soll es erstmal bundesweit pro Praxis geben, später dann hoffentlich mehr. Aber wie läuft das Impfen beim Hausarzt ab? Und wie kommt man an einen Termin?

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Wie viel impfen die Hausärzte?

"Impfen, impfen, impfen" – so lautet die Devise von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Um diese auch umzusetzen, sollen Impfzentren und Arztpraxen miteinander kombiniert werden. Dass es damit direkt nach Ostern losgehen soll, haben Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am Freitag bei einer Telefonkonferenz beschlossen.

Damit die Ärzte beginnen könnten, stehe ein Kontingent von einer Million Dosen für die ersten Aprilwochen zur Verfügung, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag nach dem Impfgipfel. Rechnerisch seien das etwa 20 Dosen pro Arzt. "Das ist natürlich nicht sonderlich viel", sagte der Landeschef. Im Laufe des Aprils soll sich die gelieferte Menge auf das Dreifache steigern. Dann sollen etwa 60 Dosen pro Woche pro Arzt verfügbar sein.

Die Betriebsärzte sollen erst einbezogen werden, wenn ein zusätzlicher Impfstoff geliefert werde. Wann das sein wird, sei noch nicht ganz abzusehen. Bouffier nannte als möglichen Zeitpunkt Ende April oder Anfang Mai.

Wer wird zuerst geimpft?

Grundsätzlich gilt auch hier die aktuelle Impfverordnung. Sie könne von den Hausärzten aber "flexibel angewandt werden", so Bouffier. Man "bitte" die Ärzte, zuerst die vulnerablen Gruppen und Ältere zu Hause zu impfen. Mit "flexibel" sei etwa gemeint, dass es sinnvoll sei, die betreuenden Angehörigen gleich mit zu impfen, statt sie an ein Impfzentrum zu verweisen. "Unser ganzes Ziel muss immer sein, dass möglichst viel möglichst schnell geimpft wird."

Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt erklärt zudem bei "Bild": "Wir werden stärker darauf achten, dass kranke Menschen geimpft werden. Wir kennen die sogenannte Krankheitslast unserer Patienten, wissen, wer abgesehen vom Alter dringend eine Impfung braucht."

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Wie komme ich an einen Termin?

Wie die Impfterminvergabe beim Hausarzt genau ablaufen wird, ist noch nicht ganz klar. Weigeldt vermutet bei "Bild", dass jede Praxis individuell über die Organisation der Termine entscheidet. "Bei vielen wird es sicherlich laufen, wie sonst auch. Sie melden sich beim Hausarzt, der schaut, ob und wann eine Impfung möglich ist. Andere werden, gerade so lange wenig Impfstoff verfügbar ist, ihre Risikopatienten anrufen."

Da es zu Beginn vermutlich zu einer Häufung von telefonischen Anfragen kommen wird, empfiehlt er, den eigenen Hausarzt nicht nur per Telefon, sondern zum Beispiel auch per E-Mail zu kontaktieren – und Geduld zu haben.

Wie läuft die Impfung beim Hausarzt ab?

Auch wie die Impfung beim Hausarzt genau ablaufen wird, muss sich erst noch herausstellen. Ob Hausärzte eine Impfsprechstunde oder einzelne Termine anbieten, wird aber vermutlich in jeder Praxis individuell entschieden werden.

Weigeldt geht davon aus, dass Impflinge ihren Impfstoff nicht selbst mitbringen müssen, wie es bei einigen anderen Impfungen ist. Ihm zufolge wäre es am sinnvollsten, wenn die Corona-Impfstoffe beim Hausarzt vorrätig wären, erklärt er bei "Bild".

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