Was passiert, wenn ich nicht zustimme?

Nur noch 5 Tage: Jetzt wird's ernst mit den Whatsapp-Nutzungsbedingungen

Whatsapp-Update der Nutzungsbedingungen: Die Frist läuft in 5 Tagen ab
Whatsapp-Update der Nutzungsbedingungen: Die Frist läuft in 5 Tagen ab
© dpa, Ritchie B. Tongo, rt ase ase sab kno fgj

10. Mai 2021 - 15:25 Uhr

Zustimmung muss bis 15. Mai erfolgen

Jetzt wird es wirklich ernst! Am 15. Mai treten die geänderten Nutzungsbedingungen bei Whatsapp in Kraft. Schon im Vorfeld gab es deswegen eine Menge Aufregung und viele abwandernde User. Nach der massiven Kritik in Sachen Datenverwendung Anfang des Jahres verschob das Unternehmen den Zeitpunkt hierfür auf den 15. Mai. Für viele Nutzer, die den neuen Nutzungsbedingungen noch nicht zugestimmt haben, läuft daher jetzt die Zeit ab. Was passiert, wenn ich nicht zustimme?

Banner kündigt Whatsapp-Update an

Wie das Digitalmagazin "Chip" im Februar berichtete, tauchten bereits im gleichen Monat bei den ersten Whatsapp-Usern ein Banner oberhalb der Liste von Chats auf, das in den kommenden Tagen bei allen angezeigt werden dürfte. Darin kündigt das Unternehmen erneut sein geplantes Update der Nutzungsrichtlinien an, "sodass sich Benutzer in ihrem eigenen Tempo informieren können", wie es im Whatsapp-Blog heißt. Man habe eine Menge Fehlinformationen zur Aktualisierung gelesen und arbeite hart daran, sämtliche Missverständnisse auszuräumen.

Noch kann Einverständniserklärung verschoben werden

Whatsapp-Banner zu Änderung der Nutzungsbedingungen
Mit diesem Banner will Whatsapp über die zukünftigen Nutzungsbedingungen aufklären
© Whatsapp

Wer das Banner antippt, öffnet eine Übersichtsseite, auf der mit Symbolen die wesentlichen Punkte der Anpassung erklärt werden. In der englischen Version heißt es etwa: "Wir können deine privaten Nachrichten nicht lesen oder anhören, da sie Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Das wird sich niemals ändern." Die Privatsphäre war zuletzt einer der am heftigsten diskutierten Punkte im Wirbel um das Update.

Weiterhin wird erklärt, dass Chats mit Unternehmen erleichtert werden sollen – "um Fragen zu stellen und schnelle Antworten zu erhalten". Diese Funktion sei jedoch optional.

Das Ankündigungs-Banner lässt sich durch Tippen auf das Kreuzchen rechts oben zunächst einfach entfernen. Whatsapp dürfte aber bis zur Zustimmungs-Deadline am 15. Mai dranbleiben: "Schließlich werden wir noch damit beginnen, Benutzer daran zu erinnern, diese Aktualisierungen zu lesen und ihnen zuzustimmen, um WhatsApp weiter nutzen zu können", heißt es im Blog.

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Daten-Sharing mit Facebook? Die klare Antwort von Whatsapp

Dort findet sich auch eine Übersichtsseite, auf der das Unternehmen inzwischen klarer kommuniziert, was sich mit den neuen Nutzungsbedingungen ändert und was nicht. Am wichtigsten ist dabei für viele wohl der Punkt, der in den letzten Wochen für eine Menge Verwirrung sorgte: "Deine Zustimmung zu den neuen Nutzungsbedingungen gibt WhatsApp keinerlei zusätzliche Berechtigungen, Benutzerdaten mit unserem Mutterunternehmen Facebook zu teilen", stellt Whatsapp nun klar.

Welche Daten greift Whatsapp von uns ab – und wie bedenklich ist das? Die Einschätzung von Rechtsantwältin Nicole Mutschke können Sie hier nachlesen.

Was passiert, wenn ich nicht zustimme?

Hat ein Nutzer bis zum 15. Mai den neuen Nutzungsbedingungen nicht zugestimmt, wird WhatsApp den Account zwar nicht löschen. Allerdings wird dem Nutzer dann nicht mehr die "volle Funktionalität" von WhatsApp zur Verfügung stehen, wie das Unternehmen es beschreibt. Für kurze Zeit erhält man noch Anrufe und Benachrichtigungen, aber: Die Nachrichten können nicht mehr gelesen werden – und welche schreiben geht erst recht nicht mehr.

Wer jetzt tatsächlich keine Lust mehr hat, WhatsApp zu benutzen, kann immerhin noch seine Daten sichern. Aber Achtung: Werden die Daten vom Nutzer gelöscht, so ist das unwiderruflich. Das Gleiche gilt, wenn der Nutzer innerhalb einer bestimmten Frist nicht zustimmt und der Account gelöscht wird. Wer also nicht mehr mitspielen will, sollte seine Daten sichern.

(RKA/IJA)