Nach Vergewaltigungsvorwürfen

Yo Oli äußert sich erstmals zu Vorwürfen: "Kissing-Prank war ein Fehler"

16. Januar 2020 - 14:32 Uhr

"In Zukunft nur noch erwachsene Frauen"

Fast sechs Monate saß Yo Oli in Untersuchungshaft, fünf davon, weil er gegen Auflagen verstieß. Die Zeit im Gefängnis nutzte der Social-Media-Star mit fast 90.000 Instagram-Followern, um über sein Leben und die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nachzudenken. Wegen sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen wurde er zu acht Monaten Haft ausgesetzt auf zwei Jahre Bewährung verurteilt. Dagegen hat er Berufung eingelegt. Nun äußert sich der Internet-Star, der mit dem sogenannten Kissing-Prank fragwürdige Berühmtheit erlangte, erstmals bei Instagram.

Youtuber gibt sich einsichtig

Yo Oli vor Gericht (Foto: privat)
Yo Oli vor Gericht (Foto: privat)

Viele Leute hätten ein falsches Bild von ihm. Damit beginnt der 25-Jährige sein Videostatement. Und damit wolle er jetzt "sachlich und neutral" aufräumen. Der Sex mit einer 13-Jährigen sei einvernehmlich gewesen, dennoch falsch. Auch wenn das Mädchen angab, schon 15 Jahre alt zu sein. In Zukunft wolle sich Yo Oli nur noch mit erwachsenen Frauen einlassen. Diese Erkenntnis sei ihm beim Nachdenken in der U-Haft gekommen. Auch der sogenannte Kissing-Prank, bei dem junge Mädchen Yo Oli küssen sollten, sei falsch gewesen. Er wollte "wohl polarisieren".

Yo Oli droht Usern

Im Netz seien viele Fake-Storys über ihn verbreitet worden, behauptet Yo Oli in seinem Statement. Als "Person des öffentlichen Lebens" sei es seine Pflicht, in Zukunft jeden anzuzeigen, der Falschmeldungen über ihn verbreitet. Als Beispiel nennt er seine angebliche Homosexualität und dass er Gewalt gegen ein Mädchen angewendet haben soll. 

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"Zum ersten Mal mit Kritik auseinandergesetzt"

Über die zahlreichen Ausführungen zu seinem Sexleben hinaus berichtet Yo Oli, dass er sich im Gefängnis zum ersten Mal im Leben überhaupt mit Kritik auseinander gesetzt habe. Mit der Einsicht, dass Sex mit Minderjährigen falsch ist und er die extrem sexuell aufgeladene Ausrichtung seiner Internet-Präsenz überdenken muss, bittet er seine Follower um eine "zweite Chance". Er wolle in Zukunft "den geraden Weg" gehen, auch wenn, wie er selbst zugibt, seine Besinnung spät kommt.