Das sagt Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht

Experte klärt auf: Diese Impfreaktionen zeigen Kinder

Worin unterscheiden sich die Impfreaktionen von Kindern und Erwachsenen?
Worin unterscheiden sich die Impfreaktionen von Kindern und Erwachsenen?
© dpa, Raul Mee, AZ cul

05. August 2021 - 12:59 Uhr

Impfung gegen Covid-19 für Kinder

Die wohl brodelndeste Debatte aktuell: Sollen Kinder jetzt, nachdem 52 Prozent der erwachsenen Deutschen bereits vollständig geimpft sind, auch eine Impfung gegen Covid-19 erhalten? Die einen können es kaum abwarten, die anderen wollen damit nichts zutun haben. Aber wie sieht es auf mit möglichen Impfreaktionen? Erwartet unsere Jüngsten das Gleiche, was wir durchgemacht haben? Oder sind die Reaktionen nach der Spritze ganz anders?

Allgemeinmediziner und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht hat im ntv-Interview verraten, ob und wie sich die Impfreaktionen bei Kindern von Erwachsenen unterscheiden.

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So reagieren Kinder auf die Corona-Impfung

Die Gesundheitsminister der Bundesländer wollen mit den Impfungen von unter 18-Jährigen beginnen, die STIKO hat sich allerdings bezüglich einer Empfehlung noch nicht festgelegt. Zunächst einmal lässt sich sagen, dass die Nebenwirkungen, die auch bei Erwachsenen zu sehen sind, auch bei Kindern auftauchen. Das bedeutet: Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Müdigkeit, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, Muskel- und Gliederschmerzen oder grippeähnliche Symptome können auftreten.

Diese Impfnebenwirkungen und -reaktionen müssen allerdings nicht immer auftreten. Würde heißen, dass Kinder und Jugendliche dementsprechend dasselbe durchmachen, wie die bereits geimpften Erwachsenen, so Dr. Specht in einem Interview mit ntv.

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"Hinzu kommt, dass bei den Kindern die sogenannte Herzmuskelentzündung gesehen wurde", bei den Zulassungsdaten hätte man das aufgrund der geringen Anzahl der Probanden laut Dr. Specht noch nicht erkennen können. Inzwischen liegen jedoch Daten von etwa 6 Millionen geimpften Kindern aus den USA vor, bei denen sich gezeigt hat, dass die Häufigkeit dieser Herzmuskelentzündungen schwer festzumachen ist.

Man geht davon aus, was nun auch die STIKO berufend auf Daten der US-Seuchenbehörde CDC ("Centers for Disease Control and Prevention") bestätigt, dass die Wahrscheinlichkeit dieser Erkrankung bei etwa 1 zu 18.000 liege, andere wiederum würden von Zahlen von 1 zu 100.000 sprechen, wie der Allgemeinmediziner weiter ausführt. Sollte eine Herzmuskelentzündung wirklich auftreten, gibt es allerdings Grund zur Entwarnung: Der Medizinjournalist sagt, dass sie zurückgeht und häufig folgenlos bleibt. (vdü)

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