Anti-Corona-Demo in Kassel eskaliert

Polizei schießt mit Wasserwerfern auf "Querdenken"-Mob

20. März 2021 - 17:31 Uhr

"Querdenken"-Demo in Kassel: Tausende widersetzten sich Corona-Regeln

Die Stimmung im hessischen Kassel ist extrem aufgezeigt. Rund 20.000 Menschen demonstrieren am Samstag in der Innenstadt gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung – darunter zahlreiche teils gewaltbereite Corona-Leugner. Die Polizei musste Wasserwerfer einsetzten, wie im Video zu sehen ist.

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Corona-Demo in Kassel: Kaum jemand hält sich an Regeln

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Demonstranten verschiedener Lager treffen in Kassel aufeinander.
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In Kassel kam es am Samstagnachmittag zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden verschiedener Lager und der Polizei. Entgegen den gerichtlich bestätigten Auflagen der Stadt versammelten sich Tausende in der Innenstadt und formierten sich zu einem ebenfalls verbotenen Demonstrationszug. Die meisten hielten sich nicht an die Auflage, Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Immer wieder kam es bei dem Umzug zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten, und an einer Polizeisperre auch zu massiven Prügeln und Schubsereien, wie im Video zu sehen ist. Journalisten wurden angegangen und beschimpft. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Schlagstock, Pfefferspray und Wasserwerfer ein. Einzelne Menschen wurden festgenommen.

Kassel: Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

20.03.2020 xkhx Kassel, Innenstadt Demonstration der Querdenker gegen Corona-Beschränkungen Freie Bürger Kassel - Pegida Aus ganz Deutschland wollen Kritiker der Corona-Maßnahmen am 20.3.2021 nach Kassel strömen - droht hier ein Superspreader -Event
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.
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Die Polizei schätzte am Nachmittag die Zahl der Teilnehmer auf rund 20.000 im gesamten Innenstadtbereich. An dem vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof genehmigten Kundgebungsort in der Peripherie fanden sich zunächst nur wenige Menschen ein, wie die Polizei berichtete. Später waren aber auch dort zahlreiche Männer und Frauen versammelt, um gegen die Corona-Politik Deutschlands zu demonstrieren.

Auf dem zentralen Friedrichsplatz entwickelte sich am Nachmittag bei Sonnenschein fast schon Picknick-Atmosphäre ohne viel Abstand, wie Augenzeugen berichteten. Die Menschen ignorierten die Aufforderungen, sich zum genehmigten Versammlungsort zu begeben.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Die hessischen Kräfte erhielten Unterstützung aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Auch die Bundespolizei, Wasserwerfer und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Zu der Demonstration hatten Veranstalter unter dem Motto "Freie Bürger Kassel - Grundrechte und Demokratie" aufgerufen und bis zu 17.500 Teilnehmer angekündigt.

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Stadt Kassel hatte die Corona-Demo verboten

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Die Stadt Kassel hatte Versammlungen wegen steigender Corona-Zahlen verboten.
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Demonstriert werden durfte laut Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) vom Freitag nur auf dem Messegelände Schwanenwiese mit bis zu 5.000 Teilnehmern und dem angrenzenden Platz der Deutschen Einheit mit maximal 1.000 Menschen. Es gelten weitere Auflagen wie das Tragen einer medizinischen Maske als auch ein Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den einzelnen Teilnehmern.

Die nordhessische Stadt hatte die Versammlungen wegen der zuletzt steigenden Zahl von Corona-Infektionen zunächst verboten. Es sei außerdem davon auszugehen, dass vor allem Mitglieder der sogenannten Querdenker-Szene kämen, weshalb nach Erfahrungen in Kassel und anderswo nicht auszuschließen sei, dass coronabedingte Auflagen missachtet würden, hatte die Stadt argumentiert.

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