Pandemie hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Die wichtigsten Entwicklungen vom 2. Mai

03. Mai 2020 - 8:06 Uhr

Lockerungen kommen, aber Länder müssen entscheiden wann

Nach den stundenlangen Beratungen am Donnerstag steht fest: Es wird für Deutschland weitere vorsichtige Lockerungen geben. Spielplätze sollen wieder öffnen, Zoo- und Museumsbesuche, sowie Gottesdienste wieder erlaubt werden. Und auch Hochzeitsfeiern darf es bald wieder geben. Doch Eltern dürften enttäuscht sein: Wann Schulen und Kitas wieder öffnen, soll erst am 6. Mai entschieden werden. Lesen sie hier nach, welches Bundesland, was und ab wann plant.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen den Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++ LIVE-TICKER +++

RTL NEWS empfiehlt

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21:10 Uhr - 474 weitere Todesfälle in Italien

Mit 474 weiteren Todesfällen im Zusammenhang mit Corona-Infektionen hat Italien am Samstag den größten Anstieg der Opferzahl seit elf Tagen gemeldet. Die täglich vom Zivilschutz mitgeteilte Zahl neuer Todesopfer ist nun so groß wie seit dem 21. April nicht mehr, als die Behörde von 534 weiteren Toten berichtet hatte. Am Freitag lag die Zahl bei 269.

Insgesamt starben in Italien bisher 28 710 Menschen nach Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, wie aus den Zahlen des Zivilschutzes hervorgeht. Die Gesamtzahl der Infektionen betrage nun 209 328, ein Plus von 1900 seit Freitag. Mit 0,9 Prozent gehört die Erhöhung binnen eines Tages gemeldeter Ansteckungen zu den niedrigsten Anstiegen, die während der Pandemie in Italien erfasst wurden. Das Land gilt in Europa als am stärksten von der Seuche betroffen.

20:15 Uhr - Mehrere Tausend Menschen demonstrieren gegen Corona-Regeln

Mehrere tausend Menschen haben nach Veranstalterangaben in Stuttgart gegen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus demonstriert. Bei der als "überparteilich" bezeichneten Demonstration auf dem Cannstatter Wasen forderte Initiator Michael Ballweg die Einhaltung der Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit. Der IT-Unternehmer sprach von rund 5000 Teilnehmern am Samstag. Die Stuttgarter Polizei wollte keine Schätzung der Teilnehmerzahl abgeben. Sie sprach von einem friedlichem Verlauf. Die Demonstranten hätten sich im Großen und Ganzen an die Abstandsregeln gehalten.

20:08 Uhr - US-Militär bedankt sich mit Formationsflügen

In der Corona-Krise hat sich das US-Militär mit Formationsflügen bei Ärzten, Pflegern und anderen Menschen bedankt, die gegen die weitere Ausbreitung des Virus kämpfen. Zwölf Militärflugzeuge der Luftwaffe und der Marine - Teile der "Air Force Thunderbirds" und der "Navy Blue Angels" - flogen am Samstag über die US-Hauptstadt Washington, die nahe gelegene Stadt Baltimore im Bundesstaat Maryland sowie über Atlanta (Georgia).

Von der US-Luftwaffe hieß es, die Aktion sei ein Zeichen der Anerkennung für die Helden in der Corona-Pandemie. "Wir fühlen uns geehrt, über diese Städte zu fliegen, um nationale Einheit zu demonstrieren - und Unterstützung für die Männer und Frauen, die unsere Gemeinden schützen."

18:17 Uhr - Jeder Vierte in der Bronx wird positiv getestet

In Teilen der Millionenmetropole New York könnte bereits mehr als jeder vierte Mensch mit dem neuen Coronavirus infiziert gewesen sein. Das geht aus neuen vorläufigen Zahlen einer ersten Antikörper-Studie hervor, die der Gouverneur des Bundesstaats, Andrew Cuomo, am Samstag vorgestellt hat.

Demnach seien im besonders heftig betroffenen und eher ärmeren Stadtteil Bronx bei zufälligen Stichproben bei 27,6 Prozent der Getesteten Antikörper festgestellt worden. Im reicheren Manhattan war dies bei 17,3 Prozent der Stichproben der Fall. Insgesamt wurden in der Stadt New York bei 19,9 Prozent der Überprüften die Antikörper gefunden, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus entstehen. Für den Bundesstaat New York lag dieser Wert bei 12,3 Prozent von 15 000 zufällig Getesteten.

17:30 Uhr - Mehr als 28.000 Tote in Großbritannien

In Großbritannien ist die Zahl der Todesfälle Stand 1. Mai auf 28.131 gestiegen. Das bedeutet ein Zuwachs von 621 im Vergeich zum Tag zuvor, wie Wohnungsbauminister Robert Jenrick sagt. Damit sind in Großbritannien inzwischen fast so viele Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben wie in Italien. Das südeuropäische Land bezifferte die Zahl am Freitag mit 28.236.

16:15 Uhr - Katze in Frankreich mit Coronavirus angesteckt

Die Katze habe mit einem an Covid-19 erkrankten Menschen zusammengelebt.
Die Katze habe mit einem an Covid-19 erkrankten Menschen zusammengelebt.
© imago images/Westend61, imago stock&people via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Französische Forscher haben eine Coronavirus-Infektion bei einer Katze nachgewiesen. Das Haustier aus dem Großraum Paris habe Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt, berichteten französische Medien am Samstag. Die nationale Veterinärschule in Alfort bei Paris teilte mit, es seien rund 10 Tiere auf das auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die Katze habe mit einem an Covid-19 erkrankten Menschen zusammengelebt. Es gebe aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage, so die Veterinärschule. Fälle erkrankter Tiere sind demnach selten. Bekannt sind bisher Fälle aus Belgien, Hongkong oder den USA.

15:45 Uhr - Mehr als 65 000 Corona-Tote in den USA

April 16, 2020, New York Queens, USA: Funeral in the time of Coronavirus. Priest praying at coronavirus patient s funeral and all family members wearing mask. The COVID-19 death toll in the NYC is 7,844 and 118,302 confirmed cases. 04/16/20. New York
Die Johns Hopkins Universität meldet mehr als 65 000 Corona-Tote in den USA.
© imago images/ZUMA Wire, Marcus Santos via www.imago-images.de, www.imago-images.de

In den USA sind Wissenschaftlern zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 65 000 Menschen durch eine Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das ging am Samstagvormittag (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA lag demnach bei mehr als 1,1 Millionen - etwa ein Drittel der weltweit mehr als 3,3 Millionen Fälle.

15:20 Uhr - In diesen Landkreisen gibt es keinen aktiven Covid-19-Fall

Gute Nachrichten: Flensburg, Wesermarsch, Rostock, Suhl und der Rhein-Lahn-Kreis sind aktuell "Corona-frei". In vielen anderen Stadt- und Landkreisen gibt es nur noch eine Handvoll Infektionen - darunter Fulda, Lüneburg und Schwerin. Welche Städte und Landkreise wie stark betroffen sind, zeigt unsere interaktive Karte.

15:10 Uhr - Trotz Sonderweg: Reproduktionszahl in Schweden unter 1,0 gesunken

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen geht nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde in Schweden zurück. Der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell bestätigte im Gespräch mit dem Sender SVT, dass die sogenannte Reproduktionszahl seit einigen Tagen unter 1,0 liege. Sprich, ein mit Corona infizierter Schwede steckt durchschnittlich weniger als einen weiteren Schweden an. Eine Zusammenstellung der schwedischen Gesundheitsbehörde zeigt, dass die Reproduktionsrate im Land seit dem 10. April relativ stabil bei rund 1,0 lag. Am 1. April hatte sie demnach noch 1,40 betragen, am 25. April - dem letzten bislang veröffentlichten Wert - nach mehrtägigem Rückgang nur noch 0,85.
Schweden geht im Kampf gegen die Corona-Krise einen international beachteten Sonderweg. Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern hat das skandinavische Land mit lockereren Maßnahmen auf die Pandemie reagiert, Kindergärten, Schulen und andere Einrichtungen wurden zum Beispiel niemals geschlossen. Verglichen mit dem Rest Skandinaviens haben die Schweden jedoch deutlich mehr Infektions- (22.000) und Todesfälle (2650).

14:35 Uhr - Gelockerte Corona-Regeln: Das Saarland schließt wieder auf

Im Saarland können ab Montag alle Geschäfte unter Auflagen unabhängig von Größe und Sortiment wieder öffnen. Das kündigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Samstag in Saarbrücken an. Damit werde die zuvor geltende Regel gestrichen, dass Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern aufmachen dürfen. Entscheidend sei nun unter Einhaltung der Hygienevorschriften, dass pro 20 Quadratmetern Gesamtfläche nur ein Kunde zugelassen werde. "Das könnte auch ein Modell für ganz Deutschland sein", sagte Hans.

Der Ministerrat beschloss am Samstag zudem, dass ab Montag unter Auflagen auch Museen, Zoos, Freizeit- und Tierparks sowie Spielplätze unter freiem Himmel öffnen dürfen. Auch Friseure, Kosmetiker und Bildungsstätten dürften wieder aufschließen, sagte Hans. Zudem solle mit der Gastronomie bis Ende des Monats ein Konzept zur Öffnung erarbeitet werden.

​Die hessische Landesregierung hatte bereits am Freitag beschlossen, Beschränkungen etwa für Spielplätze und Zoos zu lockern. In weiteren Ländern dürften die Verordnungen in den nächsten Tagen ebenfalls angepasst werden.

13:30 Uhr - Sachsen-Anhalt lockert Kontaktbeschränkungen

Sachsen-Anhalt nimmt Lockerungen bei Kontaktbeschränkung vor.
Ab Montag gelten in Sachsen-Anhalt gelockerte Kontaktbeschränkungen.
© dpa

Sachsen-Anhalt lockert die seit sechs Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen. Von Montag an dürfen fünf Menschen zusammen unterwegs sein, auch wenn sie nicht in einem Haushalt leben, wie die Landesregierung am Samstag beschloss. Bisher war nur die Begleitung von einem Menschen außerhalb des Haushalts erlaubt. Zudem bedarf es dort künftig keinen triftigen Grund mehr, um das Haus zu verlassen. Sachsen-Anhalt ist damit das erste Bundesland, das die geltenden Kontaktbeschränkungen gelockert hat.

13:15 Uhr - Merkel kündigt "deutlichen" Beitrag für Impfstoff-Entwicklung an

Angela Merkel stellt einen erheblichen Geldbetrag für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs in Aussicht. "Deutschland wird sich auch mit einem deutlichen finanziellen Beitrag beteiligen", sagt die Bundeskanzlerin in ihrem wöchentlichen Podcast, ohne Details zu nennen. Auf einer Online-Geberkonferenz am Montag sollen Mittel gesammelt werden, um damit den Impfstoff sowie Medikamente und Diagnosemöglichkeiten im Kampf gegen das Virus zu finanzieren. Merkel betont, Deutschland werde dafür sorgen, dass ein Impfstoff allen Menschen zugutekommen werde. Sie plädiert zugleich für eine starke internationale Zusammenarbeit. Nur ein gemeinsames Vorgehen mache es möglich, die Pandemie zu überwinden.

12:25 Uhr - Studie: Junge Menschen hamsterten besonders viel

Toilettenpapier, Seife, Nudeln, Arzneien: Verbraucher haben aus Angst vor dem Coronavirus Vorräte angelegt. Eine Studie zeigt: Vor allem junge Menschen hamsterten. Unterschiede gab es aber auch bei Bildungsgrad und Einkommen. Wer was bevorzugt hamstert, das lesen Sie hier.

12:05 Uhr - Rekordzuwachs bei Neuinfektionen in Russland

In Russland steigt die Zahl der Infektionen nach Behördenangaben um 9623 auf 124.054. Das ist der bislang größte Zuwachs binnen 24 Stunden in dem Land. Die Totenzahl legt um 57 auf 1222 zu.

11:20 Uhr - USA erlauben begrenzten Einsatz von Corona-Wirkstoff Remdesivir

Die USA erlauben den begrenzten Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir bei Covid-19-Patienten in Krankenhäusern. Die Ausnahmegenehmigung sei angesichts der Coronavirus-Pandemie "in Lichtgeschwindigkeit" zustande gekommen, sagte der Chef der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde, Stephen Hahn, am Freitag im Weißen Haus. Präsident Donald Trump bezeichnete den Schritt als "sehr vielversprechend". Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass der ursprünglich für Ebola entwickelte Wirkstoff bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann.

11:10 Uhr - Breitensport in Sorge vor Austrittswelle

Klamme Kassen, gefährdete Existenzen und kein gesellschaftliches Zusammentreffen: Die großen und gefährlichen Merkmale der Coronavirus-Krise machen sich auch im deutschen Breitensport massiv bemerkbar. Doch die Präsidenten der Landessportbünde sorgen sich auch über das langfristige ehrenamtliche Engagement und die Zukunft des Vereinswesens, wie eine DPA-Umfrage ergab. "Sollte das Sportangebot weite Teile dieses Jahres ruhen, werden am Jahresende sicherlich einige Mitglieder einen Austritt erwägen - schlicht und einfach dessen, weil auch sie weniger in der Tasche haben. Das gilt es in jedem Fall zu verhindern.", so so Hessens LSB-Präsident Rolf Müller.

Wegen der Pandemie ruht der gesamte Breitensport aktuell. Vor allem für die Amateure in Kontaktsportarten wie Fußball, Basketball oder Handball könnte sich eine zeitnahe Rückkehr zur Normalität eher schwer gestalten - und noch sehr lange dauern.

10:25 Uhr - Crewmitglied an Corona erkrankt – „Mein Schiff 3“ unter Quarantäne gestellt

02.05.2020, Niedersachsen, Cuxhaven: Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" der Reederei TUI Cruises liegt an einem Kai im Hafen. Ein Mensch an Bord Schiffs ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Schiff sei unter Quarantäne gestellt worde
Das Schiff wird derzeit als eine Art Sammeltransport für Besatzungsmitglieder der Tui-Flotte eingesetzt.
© dpa, Hauke-Christian Dittrich, hcd htf

Ein Besatzungsmitglied an Bord des in Cuxhaven liegenden Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 3" von Tui Cruises ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Schiff sei unter Quarantäne gestellt worden, teilten der Landkreis Cuxhaven und die Reederei am Freitagabend mit. Der Betroffene habe leichte Krankheitssymptome.

Die "Mein Schiff 3" befinde sich seit Dienstag ohne Gäste mit aktuell 2899 Besatzungsmitgliedern an Bord am Steubenhöft in Cuxhaven, hieß es von Tui Cruises. Bis auf Weiteres bleibe die gesamte Besatzung an Bord. Das Schiff wird derzeit als eine Art Sammeltransport für Besatzungsmitglieder der Tui-Flotte eingesetzt. Da Häfen wegen der Corona-Krise geschlossen worden seien, habe die Reederei für ihre Beschäftigten die Rückreise in Heimatländer selbst organisiert.
Nach dem Anlauf in Cuxhaven hatten sich laut Tui Cruises 15 Besatzungsmitglieder mit leichten grippeähnlichen Symptomen an das Bordhospital gewandt. Um eine Corona-Infektion auszuschließen, seien vom Gesundheitsamt und vom hafenärztlichen Dienst des Landkreises umgehend Tests angeordnet worden. Ein Ergebnis sei positiv gewesen. Die 15 Besatzungsmitglieder seien in der eigenen Kabine isoliert und würden medizinisch betreut. An Bord erfolgten weitere Tests.

09:30 Uhr - Indien ordnet Tracing-App für alle Arbeitnehmer an

In Indien müssen alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und der Privatwirtschaft eine Corona-Tracing-App nutzen. Diese Anordnung macht das Innenministerium bekannt. Die von Behörden entwickelte App soll Nutzer warnen, wenn sie mit Personen in Kontakt gekommen sein könnten, bei denen später Covid-19 festgestellt wurde oder ein starker Verdacht auf diese Erkrankung besteht. Die Regierung von Ministerpräsident Narendra Modi beginnt damit, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in gewissen Bereichen zu lockern. Die App gehört zu den verstärkten Kontrollmaßnahmen, mit denen die Lockerungen flankiert werden.

09:00 Uhr - Singapur kündigt erste Lockerungen an

Singapur will in den kommenden Wochen damit beginnen, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu lockern. Gesundheitsminister Gan Kim Yong kündigt an, dass ab dem 12. Mai Geschäftstätigkeiten in den eigenen vier Wänden, Wäschedienste und Friseure die Arbeit wiederaufnehmen dürfen. Ab dem 19. Mai sollen erste Schüler in kleinen Gruppen wieder in die Schule gehen.

08:40 Uhr - Millionen Bürger schlafen offenbar länger

Die Corona-Krise hat nicht nur den Arbeitsalltag stark verändert, sondern auch den Lebensrhythmus vieler Menschen.
Ausgeschlafen durch die Corona-Krise.
© imago images/Panthermedia, AndreyPopov via www.imago-images.de, www.imago-images.de

In der Corona-Krise stehen Millionen Menschen in Deutschland offensichtlich später auf als sonst - und gehen auch später unter die Dusche. Die Stadtwerke in mehreren deutschen Kommunen beobachten in ihren Messdaten zum Strom- und Wasserverbrauch coronabedingte Veränderungen des Lebensrhythmus. "Morgens nutzen unsere Kundinnen und Kunden derzeit später Strom als sonst", sagt ein Sprecher der Stadtwerke München. Bei den Augsburger Stadtwerken heißt es, dass der Anstieg des Stromverbrauchs am Morgen etwa eine Stunde später einsetzt als normal.

Noch deutlicher ist die Entwicklung beim Wasserverbrauch: "Man sieht, dass sich die "Morgenspitze" am Montag von 07.30 Uhr auf 9 Uhr verschiebt", sagt eine Sprecherin der Dresdner Stadtwerke Drewag. "Das heißt, dass die Leute später aufstehen und duschen." Allerdings ist die Datenlage nicht eindeutig.

08:30 Uhr – Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 1.103.781 65.068
Spanien 213.435 24.543
Italien 207.428 28.236
Großbritannien 178.685 27.510
Frankreich 167.305 24.594
Deutschland 164.077 6.736
Türkei 122.392 3.258
Weltweit 3.344.402 238.788

* Quelle: Johns Hopkins Universität

08:15 Uhr - Über 550.000 EU-Bürger aus Ausland zurückgeholt

Bis zum 1. Mai wurden wegen der Coronavirus-Pandemie mehr als 550.000 EU-Bürger aus dem Ausland zurückgeholt. "Als der Gesundheitsnotstand weltweit seinen Höhepunkt erreicht hatte, waren viele Europäer im Ausland gestrandet und konnten nicht nach Europa zurückkommen. Davon waren rund 600.000 unserer Bürger betroffen," sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell der "Welt". Rund 50.000 sitzen den Angaben zufolge noch fest. Die Rückkehr der verbliebenen Europäer sei besonders schwierig. So erteile Marokko beispielsweise bis heute kaum Landegenehmigungen. Auf den Philippinen, in Kamerun und in Indien könnten die EU-Bürger nur schwer zum Flughafen gelangen, weil weiterhin sehr strenge Ausgangsbeschränkungen gelten.

Alle Meldungen vom 1. Mai 2020

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