Pandemie hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Die wichtigsten Entwicklungen vom 1. Mai

02. Mai 2020 - 8:36 Uhr

Lockerungen kommen, aber Länder müssen entscheiden wann

Nach den stundenlangen Beratungen am Donnerstag steht fest: Es wird für Deutschland weitere vorsichtige Lockerungen geben. Spielplätze sollen wieder öffnen, Zoo- und Museumsbesuche, sowie Gottesdienste wieder erlaubt werden. Und auch Hochzeitsfeiern darf es bald wieder geben. Doch Eltern dürften enttäuscht sein: Wann Schulen und Kitas wieder öffnen, soll erst am 6. Mai entschieden werden. Lesen sie hier nach, welches Bundesland, was und ab wann plant.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen den Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++ LIVE-TICKER +++

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

21:26 Uhr - Linke Proteste trotz Versammlungsverbots in Hamburg

Die Hamburger Polizei hat am Freitagabend eine nicht genehmigte Versammlung auf der Reeperbahn aufgelöst. Mehrere Hundert Menschen offenkundig aus dem linken Spektrum hatten sich auf der Amüsiermeile trotz eines coronabedingten Versammlungsverbots eingefunden und antifaschistische Slogans skandiert. Die Polizei forderte die Teilnehmer auf, die Reeperbahn zu verlassen, und drohte mit dem Einsatz von Wasserwerfern. Die Menge kam der Aufforderung schleppend nach.

20:55 Uhr - USA: 30.787 Neu-Infektionen in einen Tag

In den USA wächst die Zahl der Infizierten um 30.787 auf 1.062.446. Die Seuchebehörde CDC teilt mit, die Zahl der Toten durch eine Ansteckung sei um 2349 auf 62.406 Menschen angestiegen.

20:45 Uhr - Ansteckungsrate in Frankreich steigt

In Frankreich steigt die Zahl der Coronavirus-Toten um 218 auf 24.594. Die Ansteckungsrate wächst von 0,5 auf einen Wert zwischen 0,6 und 0,7. "Das ist wegen der wachsenden Wiederaufnahme von Aktivitäten", erklärt der Chef des Gesundheitswesens, Jerome Salomon.

18:10 Uhr - 269 Corona-Tote an einem Tag in Italien

In Italien steigt die Zahl der Corona-Toten um 269 Fälle. Damit sind 28.236 Menschen dem Virus erlegen. Die Zahl der Neuinfektionen erhöht sich um 1965. Am Vortag waren 1872 neue Ansteckungen registriert werden. In Italien sind damit rund 207.428 Menschen an Covid-19 erkrankt. In dieser Zahl sind auch die Todesfälle berücksichtigt.

17:35 Uhr - Eines der letzten Länder der Welt meldet Covid-19-Fall

Als eins der letzten Länder der Welt hat der Inselstaat der Komoren den ersten Fall von Covid-19 bestätigt. Es handele sich um einen 50-Jährigen, der mit einem erkrankten französisch-komorischen Staatsbürger in Kontakt gekommen sei, teilte der Präsident des Staates im Indischen Ozean, Azali Assoumani, am Donnerstag mit.

Die panafrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC bestätigte den Fall. Bereits vor dem ersten Fall hatte der Inselstaat vor der Ostküste Afrikas Covid-Restriktionen eingeführt, etwa eine Ausgangssperre von abends bis morgens. Somit gibt es auf der Welt nur noch wenige Länder ohne bestätige Covid-Erkrankungen, darunter der kleine südafrikanische Staat Lesotho als letztes Corona-freies Land in Afrika.

14:52 Uhr - Spanien schließt eine eigens für Corona eingerichtete Klinik wieder

Spanien schließt ein eigens für Corona-Patienten eingerichtetes Krankenhaus wieder. In der Krise waren in der mit 1.350 Betten ausgestatteten Klinik etwa 4.000 Patienten versorgt worden. Sie bleibe jedoch ausgestattet, so dass sie für den Fall einer zweiten Welle jederzeit wieder eröffnet werden könne, teilen die Behörden mit. Am Samstag werden die Ausgangsbeschränkungen in Spanien weiter gelockert. Aufgeteilt nach Altersgruppen dürfen Spanier zu bestimmten Zeiten ihre Wohnungen für sportliche Aktivitäten oder Spaziergänge wieder verlassen.

13:26 Uhr - Südafrika beginnt mit ersten Lockerungen

Südafrika hebt erste Auflagen in der Corona-Krise wieder auf. Restaurants dürfen Speisen ausliefern, Industriezweige wie Bergbau oder Stahl dürfen wieder bis zur Hälfte der Belegschaft beschäftigen. Das Land hatte zuvor ein strikte Ausgangssperre und den Großteil der Wirtschaft komplett lahmgelegt. Das Land ist wirtschaftlich besonders stark beeinträchtigt, da es schon vor der Pandemie in der Rezession war. Die offiziellen Infektions- sowie Todeszahlen sind mit unter 6.000 beziehungsweise 100 für eine Nation mit 58 Millionen Menschen vergleichsweise niedrig.

11:46 Uhr - Spanien meldet 280 neue Corona-Tote - Trend zeigt nach unten

In Spanien sind innerhalb eines Tages 281 Menschen an Covid-19 gestorben. Damit stieg die Totenzahl insgesamt auf über 24.800, teilt das Gesundheitsministerium mit. Dies ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Vortag, der Trend geht hier aber seit Wochen nach unten. Die Infektionszahlen stiegen um rund 1.800 auf gut 215.000. Spanien ist neben den USA und Italien das am stärksten von der Epidemie betroffene Land.

11:12 Uhr - Amazon weitet Home-Office-Regelung bis Oktober aus

Der Online-Händler Amazon verlängert seine Homeoffice-Regelungen bis Oktober. Wer in seinem Job die Möglichkeit habe, von zuhause aus zu arbeiten, könne dies bis 2. Oktober tun, sagt ein Amazon-Sprecher. Offen blieb, welcher Prozentanteil der Beschäftigten diese Möglichkeit hat. Der Online-Händler hat in der Corona-Krise deutlich mehr Aufträge. Allerdings gab es etwa in New York Kritik auch von der Staatsanwaltschaft an den Schutz-Standards für die Arbeiter in den Lagerhäusern.

10:38 Uhr - Australien: Keine Hinweise auf Virus-Ursprung in chinesischem Labor

Australien hat nach Worten von Ministerpräsident Scott Morrison keine Beweise dafür, dass das neuartige Coronavirus aus einem Forschungslabor der chinesischen Stadt Wuhan stammt. "Wir haben nichts vorliegen, was darauf hindeuten würde, dass dies der wahrscheinliche Ursprung ist", sagt Morrison vor der Presse. "Aber man kann in dieser Situation nichts ausschließen."

09:28 Uhr - Ryanair geht von 3.000 Stellenstreichungen aus

Der irische Billigflieger Ryanair geht davon aus, wegen der Corona-Krise bis zu 3.000 Stellen abzubauen. Das teilte die Fluggesellschaft am Freitag mit. Die Airline werde im Juli mit einem Restrukturierungsprogramm beginnen. Betroffen von den Stellenstreichungen seien vor allem Piloten und Kabinenpersonal. Auch unbezahlter Zwangsurlaub, Gehaltskürzungen um bis zu 20 Prozent und die Schließung von Standorten in ganz Europa seien zu erwarten, hieß es in der Mitteilung. Auch Mitarbeiter in der Führungsebene und in der Verwaltung müssten mit Jobverlust und Gehaltskürzungen rechnen. Ryanair-Geschäftsführer Michael O'Leary stimmte zu, für das gesamte Haushaltsjahr auf die Hälfte seines Gehalts zu verzichten.

Die Fluggesellschaft geht davon aus, dass es mindestens zwei Jahre dauern wird, bis Passagierzahlen und Ticketpreise wieder das Niveau von 2019 erreichen. Ryanair hatte die meisten seiner Flüge im März eingestellt und rechnet nicht damit, dass der Betrieb vor Juli wieder aufgenommen werden kann.

09:24 Uhr - Mehr als 160.000 bestätigte Infektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 1.639 auf 160.758 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle stieg um 193 auf 6.481 Fälle.

07:18 Uhr - Südkorea mit null lokal übertragenen Neuinfektionen

Erstmals seit Februar hat Südkorea landesweit keine lokalen Neuinfektionen mit dem Coronavirus mehr gemeldet. Wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten, wurden am Mittwoch lediglich am Flughafen vier importierte Fälle festgestellt. Dabei handelte es sich um Personen, die aus dem Ausland eingereist oder zurückgekehrt sind.

Die Gesamtzahl der erfassten Infektionen stieg den Angaben zufolge auf 10 765. Bisher gab es 247 Todesopfer in Verbindung mit Sars-CoV-2. Den bisherigen Höhepunkt des Ausbruchs gab es Ende Februar mit mehr als 900 Neuerkrankungen innerhalb von 24 Stunden.

Seit Südkorea den Ausbruch im März dank eines rigiden Testprogramms und der entschlossenen Nachverfolgung von Infektionsketten weitgehend unter Kontrolle gebracht hat, gilt das Land als ein Vorbild für die Bekämpfung des Virus. Seit Mitte April wurden offiziell stets weniger als 20 neue Infektionsfälle an einem Tag gemeldet.

07:09 Uhr - Laschet warnt vor "wachsender Wut bei vielen Menschen"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet ruft dazu auf, die gravierenden Folgeschäden der Einschränkungen des öffentlichen Lebens stärker in den Blick zu nehmen. In einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin "Focus" spricht der CDU-Politiker von "zunehmenden Zweifeln und der wachsenden Wut bei vielen Menschen, deren Leben, Familie und Beruf davon unmittelbar betroffen sind". "Perspektivisch droht uns eine tiefe Rezession, in der Hunderttausende von Menschen ihren Job verlieren", betont Laschet und fordert: "Verantwortungsvolle Normalität heißt immer weniger Reglementierung – immer mehr Eigenverantwortung."

04:14 Uhr - Krankenstand explodiert in Coronavirus-Epidemie

Das Coronavirus treibt einem Medienbericht zufolge den Krankenstand in Deutschland auf den höchsten Wert seit Jahren. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) verzeichnete im April 43 Prozent mehr Krankschreibungen von Arbeitnehmern als im März, wie die "Augsburger Allgemeine" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht unter Berufung auf ihr vorliegende Daten berichtete. Absolut stieg die Zahl der wegen Krankheit arbeitsunfähigen, krankengeldberechtigten Mitglieder von 1,49 Millionen im März um über 640.000 auf 2,13 Millionen im April, wie die Zeitung aus einem ihr vorliegenden Bericht des GKV-Spitzenverbandes zitierte.

01:38 Uhr - Donald Trump: Habe Hinweise auf Coronavirus-Ursprung in Labor in China

US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, dass das Coronavirus seinen Ursprung in einem chinesischen Forschungslabor genommen haben könnte. Auf die Frage eines Medienvertreters, ob er Beweise gesehen habe, die ihm ein "hohes Maß an Vertrauen" gäben, dass das Virus aus dem Institut für Virologie in Wuhan stamme, erklärte Trump: "Ja, habe ich." Es sei ihm aber nicht erlaubt, Details zu nennen. Das immer mal wieder als möglicher Ursprungsort für das neuartige Coronavirus verdächtigte Labor hatte diese Vorwürfe in der Vergangenheit von sich gewiesen. Solche "böswilligen" Behauptungen seien "aus der Luft gegriffen", erklärte der Leiter des Wuhan Institute of Virology (WIV) und Direktor des nationalen Labors für biologische Sicherheit, Yuan Zhiming. Trump hatte am 15. April gesagt, seine Regierung untersuche, ob das Coronavirus aus dem Labor in Wuhan stamme.

01:33 Uhr - Städte- und Gemeindebund will weitere Lockerung der Corona-Beschränkungen

Der Städte- und Gemeindebund dringt auf eine weitere Lockerung der Corona-Beschränkungen. "Als Betreiber der öffentlichen Freibäder erwarten die Kommunen ein klares Konzept, ob, wann und wie diese gegebenenfalls wieder geöffnet werden dürfen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Das gilt entsprechend für andere Sportanlagen als wichtige Einrichtungen des Gesundheitsschutzes." Auch in der Gastronomie und beim Tourismus sei unter strengen Auflagen an weitere Lockerungen zu denken.

01:23 Uhr - Trump weiß noch nicht, ob er bei anstehendem Trip Maske tragen will

US-Präsident Donald Trump lässt offen, ob er bei seiner ersten Inlandsreise seit Wochen eine Schutzmaske tragen wird oder nicht - trotz der offiziell geltenden Empfehlung, dies zu tun. Trump hatte das Weiße Haus wegen der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen so gut wie nicht verlassen. In der kommenden Woche plant er seinen ersten Trip seit Wochen - einen Besuch im US-Bundesstaat Arizona. Auf die Frage, ob er dort eine Atemschutzmaske tragen werde, sagte der Präsident am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington, dies hänge von den Bedingungen bei dem Besuch ab. «Ich habe kein Problem damit, eine Maske zu tragen.» Es stelle sich aber die Frage, ob dies sinnvoll sei, wenn er etwa eine Rede halte.

01:15 Uhr - Innenministerium registriert Zunahme von Corona-Betrügern

Das Bundesinnenministerium registriert eine deutliche Zunahme von Betrugsfällen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Wie der "Focus" unter Berufung auf einen vertraulichen Lagebericht des Krisenstabs des Ministeriums schreibt, wird die Angst vor dem Virus "auf vielfältige Weise ausgenutzt". So würden sich Täter als Amtspersonen ausgeben "und verlangen für angebliche Amtshandlungen hohe Geldsummen". Zugleich würden im Internet gefälschte Medikamente und Medizinprodukte wie Schutzmasken oder Desinfektionsmittel angeboten. Die Cyber-Kriminalität befinde sich nach Einschätzung des Ministeriums von Horst Seehofer (CSU) "auf anhaltend hohem Niveau". Sie richte sich sowohl gegen Personen wie auch Behörden.

00:23 Uhr - Mehr als 7000 neue Fälle: Brasilien weist mehr Infektionen auf als China

In Brasilien ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen nach Angaben der Gesundheitsbehörden auf 85.380 gestiegen. Im Vergleich zum Vortag wurden 7218 neue Fälle gemeldet. Das ist der höchste bislang registrierte Zuwachs innerhalb von 24 Stunden. Mit nunmehr über 85.000 Fällen weist Brasilien mehr Infektionen auf als China, das damit nicht länger zu den zehn am schwersten betroffenen Ländern weltweit zählt. Die Zahl der Todesfälle in Brasilien im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um 435 auf nun insgesamt 5901. Nur acht Länder weisen weltweit höhere Todeszahlen auf.

00:11 Uhr - Türkei: Dreitägiges Ausgehverbot beginnt in 31 Städten

In 31 türkischen Städten und Provinzen gilt nun wegen der Coronavirus-Pandemie für drei Tage eine weitere weitgehende Ausgangssperre übers Wochenende. Aufgehoben wird sie Sonntagnacht. Betroffen sind unter anderem die größte Stadt der Türkei, Istanbul, sowie die Hauptstadt Ankara. Am Freitag sind bis 14.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MESZ) die Supermärkte noch geöffnet. Über das Wochenende dürfen dann Bäckereien Brot ausfahren und in den Wohnvierteln am Lastwagen verkaufen. Außerdem bleiben Kliniken, Apotheken und andere als wichtig eingestufte Dienstleister offen. Für die meisten Menschen unter 20 Jahre, chronisch Kranke sowie alle Menschen über 65 galten schon vorher Ausgehverbote.

22:00 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 1.056.402 61.867
Spanien 239.639 24.543
Italien 205.463 27.967
Großbritannien  172.478 26.842
Frankreich 166.628 24.410
Deutschland 162.375 6.563
Weltweit 3.255.454 231.415

Quelle: Johns Hopkins Universität

Alle Meldungen vom 30. April 2020

+++ Hier können Sie alle wichtigen Meldungen und Entwicklungen vom 30. April nachlesen +++