Pandemie hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Alle Meldungen vom 30. April 2020

01. Mai 2020 - 0:51 Uhr

Lockerungen kommen, aber Länder müssen entscheiden wann

+++ Hier geht es zum aktuellen Corona Live-Ticker +++

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen den Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++ Alle Meldungen vom 30.04.2020 +++

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

23:05 Uhr - Lehrerin rettet Baby aus Corona-Familie

Kinderbett statt Klassenzimmer: In der Corona-Krise ist eine Lehrerin zu einer echten Lebensretterin geworden. Statt ein Baby der Gefahr durch das tödliche Virus auszusetzen, bot Luciana Lira aus Stamford dem Neugeborenen mit einer selbstlosen Geste Schutz – und das, obwohl es sich um ein fremdes Kind handelte. Alles begann mit einem schicksalhaften Anruf.

22:40 Uhr - Letzter Corona-Patient aus Italien aus der Uniklinik Köln entlassen

Ende März holte die Bundeswehr am Coronavirus erkrankte Patienten aus Italien, um sie in deutschen Krankenhäusern zu behandeln. Auch Mirco Carrara aus der besonders schwer betroffenen Region um Bargamo ist einer davon. Der 55-Jährige galt eigentlich als geheilt, entwickelte nach seiner Krankenhaus-Entlassung in der Heimat aber eine Lungenentzündung. Die letzten Wochen über wurde er in der Uniklinik Köln versorgt. In Kürze darf wer wieder nach Hause. Mirco war der letzte Corona-Patient aus Italien, der in der Uniklinik behandelt wurde. Was er von der Behandlung in Deutschland denkt, sehen Sie hier im Video.

22:00 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 1.056.402 61.867
Spanien 239.639 24.543
Italien 205.463 27.967
Großbritannien  172.478 26.842
Frankreich 166.628 24.410
Deutschland 162.375 6.563
Weltweit 3.255.454 231.415

Quelle: Johns Hopkins Universität

19:56 – Krach um Schulöffnung in NRW

In der Diskussion über die Öffnung der Grundschulen in NRW hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) das Schulministerium öffentlich ausgebremst. Am Donnerstagabend relativierte der Regierungschef eine Ankündigung, dass die Grundschulen am 11. Mai wieder in einem rollierenden System für alle vier Jahrgangsstufen öffnen sollten. Eine entsprechende Mail an die Schulen werde "korrigiert", kündigte Laschet in Düsseldorf an.

Der Staatssekretär im Schulministerium, Mathias Richter (FDP), hatte zuvor in einer Mail an die Schulen geschrieben: "Ab dem 11. Mai 2020 sollen in einem tageweise 'rollierenden' System die Kinder aller Jahrgangsstufen wieder in 'ihre' Schulen gehen können." Den Anfang sollten danach die Viertklässler schon am 7. Mai machen. Ab dem 11. Mai hätte demnach an jedem Werktag ein anderer Jahrgang in die Schule gehen können - nach wochenlanger coronabedingter Zwangspause.

Das Gezerre unter den Koalitionspartnern dürfte für weitere Unruhe bei Schulen, Schulträgern, Lehrern, Eltern und Schülern sorgen. Auf die Frage einer dpa-Journalistin, was denn nun die Schulen denken sollten, sagte Laschet: "Die Schulen können das denken, was der Ministerpräsident ihnen jetzt sagt: Nämlich dass am 6. Mai der nächste Beschluss fällt."

19:42 – Portugal will Wirtschaft Schritt für Schritt öffnen

Portugal will ab 4. Mai die Corona-bedingten Maßnahmen lockern. In einem Drei-Stufen-Plan sollte Branche für Branche alle 15 Tage wieder öffnen, sagt Ministerpräsident Antonio Costa. Den Anfang machen kleine Läden, Friseure, Autohändler und Buchläden.

19:09 Uhr – Trump kündigt beschleunigtes Impfstoff-Projekt an

30.04.2020, USA, Washington: Donald Trump, Präsident der USA, spricht während eines Treffens mit dem Gouverneur von New Jersey zu den aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise, im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Evan Vucci/AP/dpa +++ dpa-Bildf
"Was immer menschenmöglich ist, wir werden es haben", sagt Trump.
© dpa, Evan Vucci, EV esz nwi

US-Präsident Donald Trump kündigt ein Großprojekt zur schnellen Entwicklung eines Impfstoffes an. Der landläufig als "Operation Warp Speed" bekannte Vorstoß soll Chefsache werden. "Was immer menschenmöglich ist, wir werden es haben", sagt Trump.

Insider sprachen am Mittwoch von einer Zusammenarbeit zwischen Pharmafirmen, Regierungsbehörden und dem US-Militär, um bis Ende 2020 Millionen von Impfdosen zur Verfügung zu stellen. Experten gehen zurzeit davon aus, dass klinische Studien zur Gewährleistung der Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffs mindestens zwölf bis 18 Monate in Anspruch nehmen könnten.

19:01 Uhr – Russischer Regierungschef Mischustin mit Corona infiziert

Moskau, Ministerpräsident Mischustin während Videokonferenz MOSCOW, RUSSIA - APRIL 6, 2020: Russia s Prime Minister Mikhail Mishustin during a meeting with deputy prime ministers via a videoconference link. Dmitry Astakhov/POOL/TASS PUBLICATIONxINxGE
Kremlchef Wladimir Putin äußerte die Hoffnung auf eine rasche Genesung des Ministerpräsidenten.
© imago images/ITAR-TASS, Dmitry Astakhov via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Der russische Regierungschef Michail Mischustin ist nach Angaben der Staatsmedien mit dem Coronavirus infiziert. Der 54-Jährige begebe sich deshalb in Quarantäne, meldeten russische Agenturen am Donnerstagabend. Kremlchef Wladimir Putin äußerte die Hoffnung auf eine rasche Genesung des Ministerpräsidenten.

18:52 Uhr – Drei Viertel der Deutschen für längere Kontaktbeschränkungen

Drei Viertel der Deutschen halten einer Umfrage zufolge die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 10. Mai für richtig. 22 Prozent hielten die Entscheidung indes für falsch, berichten RTL/ntv unter Berufung auf eine Blitzumfrage des Forschungsinstituts forsa in ihrem Auftrag. Vor allem die Altergruppe der 14- bis 29-Jährigen stimme der Verlängerung zu. Die der 45- bis 59-Jährigen äußere die größte Missbilligung.

18:45 Uhr – Johnson: Großbritannien hat Höhepunkt überschritten

Britain's Prime Minister Boris Johnson speaks during a daily news conference to update on the coronavirus disease (COVID-19), at 10 Downing Street in London, Britain April 30, 2020. Andrew Parsons/No 10 Downing Street/Handout via REUTERS  THIS IMAGE
Wir haben so viele Gründe, langfristig voller Hoffnung zu sein", sagt Boris Johnson.
© via REUTERS, ANDREW PARSONS/10 DOWNING STREET, OLA

Großbritannien hat nach Aussage von Premierminister Boris Johnson den Höhepunkt der Epidemie überschritten. "Wir haben so viele Gründe, langfristig voller Hoffnung zu sein", sagt er. Nun sei es unbedingt notwendig, die Kontrolle über die Lage zu behalten. In der kommenden Woche werde er einen Plan vorstellen, um die Wirtschaft wieder in Gang und Kinder in die Schule zu bringen. Dabei werde er versuchen, den größtmöglichen politischen Konsens herzustellen.

18:37 Uhr - Zahl der Krankenhausfälle in New York sinkt unter 12.000

Die Zahl der Covid-19-Fälle in den Krankenhäusern des US-Bundesstaates New York fällt unter 12.000. Allerdings ist die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit 4681 etwas stärker anstiegen als am Vortag mit 4585, sagt Gouverneur Andrew Cuomo. Es seien 306 Todesfälle hinzugekommen nach 330. Cuomo kündigt an, dass die U-Bahnen der Millionenstadt New York nun alle 24 Stunden desinfiziert werden sollen.

18:24 Uhr - Weniger als 2.000 neue Infektionen in Italien gemeldet

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen und Todesfälle in Italien fällt. Das Katastrophenschutzamt berichtet von 1.872 neuen Ansteckungen nach 2.086 am Vortag. Die Zahl der neuen Todesfälle betrage 285 nach zuvor 323. Insgesamt sind damit 205.463 Infektionen und 27.967 Todesfälle bekannt.

18:21 Uhr - Laschet: Viele Intensivbetten wieder frei für Operationen

Grundsätzlich aufschiebbare Operationstermine können in Nordrhein-Westfalen wieder eher angesetzt werden. Bislang seien 40 Prozent der Intensivbetten in NRW freigehalten worden für Corona-Fälle, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf. Die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen ermögliche es aber, einen großen Teil davon wieder für Operationen in den Krankenhäusern einzusetzen. Wer krank sei, solle sich nicht scheuen, zum Arzt zu gehen, betonte Laschet.

Unterdessen haben die Corona-Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen nach Einschätzung von Laschet gewirkt. "Es ist gelungen, die Dynamik der Ausbreitung zu brechen", sagte. Die wöchentlichen Infektionszahlen seien innerhalb weniger Wochen drastisch zurückgegangen. Jetzt gehe es darum, nach vorne zu schauen und dafür zu sorgen, dass die Hygieneregeln weiter eingehalten würden.

18:19 Uhr - Tschentscher lobt Zurückhaltung bei Corona-Lockerungen

 Berlin, Pressekonferenz Merkel, Söder und Tschentscher Deutschland, Berlin - 12.03.2020: Im Bild sind Markus Söder Bayerischer Ministerpräsident, csu, Angela Merkel Bundeskanzlerin, cdu, Peter Tschentscher Erster Bürgermeister Hamburg, spd und Steff
Pressekonferenz Merkel, Söder (l.) und Tschentscher (r.) in Berlin.
© imago images/Christian Spicker, Christian Spicker via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Hamburgs Regierungschef Peter Tschentscher (SPD) hat vor übereilten Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gewarnt. "Wir dürfen unsere Strategie, die erfolgreich ist, jetzt nicht verlassen", sagte er am Donnerstag nach Beratungen der Länderregierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. "Und die Strategie besteht darin, dass wir schrittweise vorgehen und dass wir kontrolliert vorgehen." Bevor es weitere Lockerungen gebe, müssten die Auswirkungen der bereits getroffenen Schritte abgewartet werden.

Dies sei auch einmütiger Tenor der Videokonferenz gewesen, betonte Tschentscher. In der Runde habe man sich deshalb "beschränkt auf kleinere bereinigende Maßnahmen". Den nächsten "großen Schritt" könne es erst nach einer weiteren Schaltkonferenz in der kommenden Woche geben.

18:15 Uhr - Söder und Merkel witzeln über Urlaubsziele in Deutschland

Urlaubsreisen sollten nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) - wenn überhaupt - am besten nach Nord- oder Süddeutschland gehen. Sollten trotz des Infektionsgeschehens im Sommer tatsächlich wieder Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands möglich seien, empfehle er bei Reisen in Richtung Süden einen Urlaub in Bayern, sagte CSU-Chef Söder. Daraufhin witzelte Merkel, deren Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern liegt, dass man auch im Norden viel Spaß haben könne. Söder fasste es kurzerhand so zusammen: "Süden und Norden - der Westen ist da nicht dabei." Vielleicht eine kleine Spitze gegen Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU), der nicht an der Pressekonferenz nach der Schalte von Bund und Ländern zur Corona-Krise teilnahm.

18:09 Uhr - Merkel: Bei Autogipfel keine Entscheidung über Anreize für Industrie

Die Autoindustrie kann nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel bei der Konferenz mit der Bundesregierung am Dienstag noch nicht mit einer Entscheidung zu speziellen Anreizen für die Branche rechnen. Jetzt gehe es um die Perspektive, wie die Wirtschaft nach der Corona-Krise insgesamt wieder anlaufen solle, sagte Merkel am Donnerstag nach einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Autoindustrie sei schon vor der Pandemie eine wichtige Kernbranche gewesen, von der viele Arbeitsplätze abhängen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bekräftigte seine Forderung nach einer "Innovationsprämie", um damit Kaufanreize zu setzen, die Nachfrage zu steigern und gleichzeitig den Klimaschutz voranzubringen. Am kommenden Montag werde er mit seinen Kollegen aus Baden-Württemberg und Niedersachsen darüber sprechen, ob und wie man das umsetzen könne.

18:05 Uhr - US-Geheimdienste: Coronavirus wurde nicht im Labor erschaffen

Nach Einschätzung der US-Geheimdienste ist das neuartige Corona-Virus nicht in einem Labor erzeugt worden.
Zuletzt hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass das neuartige Virus von chinesischen Wissenschaftlern in einem Labor der Regierung für biologische Waffen entwickelt wurde.
© ZUMA Press

Nach Einschätzung der US-Geheimdienste ist das neuartige Corona-Virus nicht in einem Labor erzeugt worden. Man stimme "dem breiten wissenschaftlichen Konsens zu, dass das Covid-19-Virus weder von Menschen erschaffen noch genetisch modifiziert wurde", erklärte das Büro des Leiters der Nationalen Geheimdienste (ODNI) am Donnerstag. Alle Informationen würden weiterhin rigoros darauf geprüft, ob der Ausbruch des Virus auf den Kontakt mit infizierten Tieren zurückgehe oder auf ein Versehen in einem Labor in Wuhan.

Zuletzt hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass das neuartige Virus von chinesischen Wissenschaftlern in einem Labor der Regierung für biologische Waffen entwickelt wurde und sich von dort aus ausbreitete. Die Theorie wird von anti-chinesischen Aktivisten und auch einigen Anhängern von US-Präsident Donald Trump unterstützt. US-Geheimdienste weisen diese Vermutungen jedoch seit Wochen zurück.

17:52 Uhr - Merkel: Reisen innerhalb Europas derzeit nicht auf der Agenda

German Chancellor Angela Merkel attends a news conference after discussing with German state premiers corona measures amidst a discussion on whether the regulations need relaxing or not at the Chancellery in Berlin, Germany, April 15, 2020, as the sp
Kanzlerin Angela Merkel hat in der Coronakrise mit Blick auf den Sommerurlaub Erwartungen an Reisen in Europa vorerst gedämpft.
© REUTERS, POOL, joh/

Kanzlerin Angela Merkel hat in der Coronakrise mit Blick auf den Sommerurlaub Erwartungen an Reisen in Europa vorerst gedämpft. Dies sei derzeit nicht auf der Agenda, sagte Merkel am Donnerstag nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder.

17:47 Uhr - Bund und Länder wollen schrittweise Öffnung für Gastronomie

Bund und Länder wollen in der auf den 6. Mai folgenden Konferenz auch über "Vorschläge für Rahmenbedingungen schrittweiser Öffnungen von Gastronomie- und Tourismusangeboten und für die weiteren Kultureinrichtungen" beraten. Die Fachminister sollen dafür Vorschläge vorbereiten, heißt es im Bund-Länder-Beschluss.

17:38 Uhr – Söder: Absoluter Stresstest noch nicht vorbei

"Corona hält uns weiter in Atem", sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Der Infektionsverlauf stimme zwar optimistisch. "Aber es bleibt die Sorge trotzdem da." Das Gesundheitsystem habe bislang diesen absoluten Stresstest gut bestanden. "Aber Achtung, der ist noch nicht vorbei."

17:34 Uhr - Merkel: Es wird wieder Gottesdienste geben

Nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll es trotz anhaltender Corona-Krise wieder gemeinschaftliche Gottesdienste in Deutschland geben. Die Entscheidung darüber liege aber letztlich bei den Ländern, sagte die Kanzlerin am Donnerstag in Berlin nach einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Geplant ist nun, dass besondere religiöse Feste wie Taufen, Beschneidungen oder Hochzeiten sowie Trauergottesdienste im kleinem Kreis wieder möglich sein sollen. Vorgeschrieben ist dabei unter anderem ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gläubigen und Hygienevorkehrungen.

17:25 Uhr - Bund und Länder wollen am 6. Mai über Öffnungen entscheiden

Bund und Länder wollen am 6. Mai entscheiden, ob ein "weiterer großer Öffnungsschritt möglich ist". In einem Beschluss von Bund und Ländern heißt es, es sei noch zu früh, um anhand der gemeldeten Neuinfektionen beurteilen zu können, ob sich die jüngsten Öffnungsmaßnahmen trotz der Hygieneauflagen verstärkend auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt hätten.

17:21 Uhr - Saisonabbruch im französischen Fußball - Paris ist Meister

 Thomas TUCHEL PSG, regard lointain inteerogateur en fin de match avec la pespective de se priver de Neymar da Silva Santos Junior - Neymar Jr PSG pour la rencontre contre Manchester United ManU en Champions League FOOTBALL : PSG v STRASBOURG - 16e d
Die französische Fußball-Liga hat ihre Saison wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen.
© imago images/PanoramiC, Stephane Allaman, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die französische Fußball-Liga hat ihre Saison wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen und Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel zum Meister erklärt. Das teilte die LFP am Donnerstag mit.

17:15 Uhr - Gericht: Karstadt darf in Berlin wieder auf ganzer Fläche öffnen

A shoping window of the German department store chain Galeria Karstadt Kaufhof is seen, during the spread of coronavirus disease (COVID-19) in Berlin, Germany, April 20, 2020. REUTERS/Axel Schmidt
Galeria Karstadt Kaufhof hatte auch in Nordrhein-Westfalen einen Eilantrag eingereicht, war damit aber gescheitert.
© REUTERS, AXEL SCHMIDT, MDA

In NRW gescheitert, in Berlin erfolgreich: Die Karstadt- und Kaufhof-Filialen in der Hauptstadt dürfen nach einer Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts wieder auf ganzer Fläche öffnen. Das bestätigte ein Gerichtssprecher auf Anfrage.

Kurz zuvor hatte dasselbe Gericht auch im Falle des Berliner Kaufhauses KaDeWe die Öffnung der gesamten Verkaufsfläche in einem Eilverfahren ermöglicht. Die Häuser gehören alle zur österreichischen Signa-Holding des Investors René Benko. Sie waren gerichtlich gegen die Verordnung vorgegangen, wonach Geschäfte abseits des Lebensmittelhandels in der Corona-Krise nur auf einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern öffnen dürfen.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte auch in Nordrhein-Westfalen einen Eilantrag eingereicht, war damit am Donnerstag vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster aber gescheitert.

16:50 Uhr - Bundesliga muss warten

29.04.2020, Berlin: Die Sitze in den Reihen des menschenleeren Stadion "An der Alten Försterei", dem Heimstadion des Fußball-Bundesligisten 1.FC Union Berlin, sind hochgeklappt. Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus können derzeit keine
Der deutsche Profifußball muss weiter auf ein klares Signal für die Fortsetzung der aktuellen Spielzeit warten.
© dpa, Andreas Gora, tba

Der deutsche Profifußball muss weiter auf ein klares Signal für die Fortsetzung der aktuellen Spielzeit warten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten haben nach Informationen aus Teilnehmerkreisen eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der wegen der Corona-Krise ausgesetzten Bundesliga und des Vereinssports am Donnerstag vertagt. Bis zu den nächsten Beratungen am 6. Mai soll es dazu eine Beschlussvorlage von Kanzleramtschef Helge Braun und den Staatskanzleichefs der Länder geben.

16:45 Uhr - Bund und Länder vertagen Entscheidung über Schulen und Kitas

In der Coronakrise vertagen Bund und Länder die Entscheidung über weitere Schulöffnungen auf den 6. Mai. Auch zur Ausweitung der Kinderbetreuung solle eine Beschlussvorlage erst für die nächste Schalte von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Mittwoch erarbeitet werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Teilnehmerkreisen der heutigen Schaltkonferenz.

16:30 Uhr - Museen und Zoos sollen wieder öffnen dürfen

Museen, Zoos und Ausstellungen sollen in allen Bundesländern unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Das vereinbarten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstag in einer Schaltkonferenz, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

16:22 Uhr - Norwegen verlängert Grenzkontrollen bis Mitte Mai

Norwegen verlängert die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen seiner Grenzen vorläufig bis zum 16. Mai. Das gab das norwegische Justizministerium am Donnerstag bekannt. Damit solle auch weiterhin die Verbreitung des neuartigen Coronavirus und der damit verbundenen Covid-19-Erkrankung begrenzt werden. Ob die Maßnahme über das Datum hinaus fortgesetzt werde, sei noch nicht beschlossen.

In dem skandinavischen Land wurden bislang rund 7.700 Corona-Infektionen nachgewiesen, etwas mehr als 200 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind während der Pandemie gestorben.

16:18 Uhr - Saarland öffnet drei Grenzübergänge zu Frankreich

Drei der geschlossenen Grenzübergänge zwischen dem Saarland und Frankreich werden nach Angaben der Regierung in Saarbrücken wieder geöffnet. Darüber hinaus hätten sich Ministerpräsident Tobias Hand und Bundesinnenminister Horst Seehofer darauf verständigt, mit Blick auf bevorstehende Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Frankreich ab dem 11. Mai ein Konzept zu erarbeiten, um alle Grenzübergänge wieder zu öffnen. Danach soll es stichprobenartige Kontrollen in Absprache mit der französischen Seite geben.

16:07 Uhr - NRW will alle Grundschüler ab 11. Mai wieder tageweise unterrichten

Alle Grundschüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab dem 11. Mai wieder tageweise in die Schule gehen. Das kündigte das NRW-Schulministerium am Donnerstag in einer Mail an die Schulen an. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

15:59 Uhr - US-Arbeitslosenquote könnte bei 19 Prozent liegen

Die Arbeitslosenquote in den USA könnte einem Berater von Präsident Donald Trump zufolge bald bei etwa 19 Prozent liegen. Wegen der Coronavirus-Pandemie sei bei der bevorstehenden Veröffentlichung der monatlichen Arbeitsmarktstatistik die höchste Arbeitslosenquote seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zu befürchten, sagte Wirtschaftsberater Kevin Hassett am Donnerstag dem Sender Fox News. Die Arbeitslosenquote werde bei "etwa 19 Prozent" liegen, schätzte Hassett. Im Februar hatte sie noch 3,5 Prozent betragen.

Hassett zeigte sich aber zuversichtlich, dass es sich nur um ein zeitlich begrenztes Hoch handle, zumal viele US-Bundesstaaten bereits damit anfingen, die Corona-Beschränkungen wieder zu lockern.

14:45 Uhr - Studie: Kinder vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene

Welche Ansteckungsgefahr geht von Kindern aus? Die Datenlage dazu ist bisher dünn und widersprüchlich - nun gibt es eine erste Analyse in Deutschland und die besagt, dass Kinder in der gegenwärtigen Coronavirus-Pandemie vermutlich genauso ansteckend sind wie Erwachsene. Die Zahl der Viren, die sich in den Atemwegen nachweisen lässt, unterscheide sich bei verschiedenen Altersgruppen nicht, berichten Forscher um den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité in einer vorab veröffentlichten und noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie. Mehr zu der Analyse lesen Sie hier. 

14:15 Uhr - Polizei appelliert: Keine unnötigen Treffen am 1. Mai

Das Virus kennt keine Feiertage: Da mag die Stimmung im Freundeskreis noch so gut sein - wer sich am 1. Mai mit anderen trifft, geht ein unkalkulierbares gesundheitliches Risiko ein. Viele Polizeistellen und Ordnungsämter appellieren daher bereits im Vorfeld an die Bürger, sich weiterhin verantwortungsvoll zu verhalten und von unnötigen Treffen abzusehen. 

13:45 Uhr - Konzept für Schulen, Kitas und Sport bis 6. Mai

Der Bund will bis zum 6. Mai ein Konzept zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen, Kindertagesstätten und zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erarbeiten lassen.
Der Bund will bis zum 6. Mai ein Konzept zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen, Kindertagesstätten und zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erarbeiten lassen.
© imago images/Majerus, Ben Majerus via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Der Bund will bis zum 6. Mai ein Konzept zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen, Kindertagesstätten und zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erarbeiten lassen. Kanzleramtschef Helge Braun soll mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder auf der Grundlage der Empfehlungen der jeweiligen Ministerkonferenzen Vorschläge machen, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder am Donnerstagnachmittag.

13:19 Uhr - Bund will Gottesdienste erlauben

Der Bund will wegen der Corona-Krise verbotene Gottesdienste und Gebetsversammlungen wieder zulassen. Dies gelte unter der Voraussetzung, dass den besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes Rechnung getragen werde, heißt es in einem Beschluss, der der Deutschen Presse Agentur vorliegt. 

13:15 Uhr - Auch Museen bald wieder offen?

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können nach Ansicht des Bundes unter Auflagen wieder öffnen. Voraussetzung sei besonders bei kleinen und historischen Gebäuden, dass die Auflagen zur Hygiene sowie die Einhaltung des nötigen Abstands räumlich und personell umgesetzt werden könnten. Dazu soll laut Deutscher Presse Agentur kurzfristig ein Förderprogramm in Höhe von zunächst 10 Millionen Euro für coronabedingte Umbaumaßnahmen aufgelegt werden.

13:07 Uhr - Gute Nachrichten für Familien: Bund will Spielplätze wieder öffnen

Der Bund will die wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geschlossenen Spielplätze wieder öffnen lassen. Dabei sollten Eltern darauf achten, dass überfüllte Anlagen gemieden und grundlegende Hygieneregeln eingehalten werden, heißt es in einem Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

12:40 Uhr - Bundesdirektorenkonferenz: Verlängerte Schulzeit wegen Corona-Krise?

26.02.2020, Kinder und Familie, Modelreleased. Schulkind Viola aus Bayern macht wegen der Corona-Pandemie Unterricht von Zuhause aus. An ihrem Schreibtisch und Computer lernt sie täglich neuen Stoff über E-Mail und speziellem Schul-App TEAMS . 26.02.
Was Kinder und Jugendliche durch die lange Dauer der Schulschließungen versäumen, ließe sich nicht so nebenbei nachholen, so die BDK.
© imago images/MiS, Bernd Feil/M.i.S. via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Bundesdirektorenkonferenz der Gymnasien (BDK) regt wegen der Corona-Krise an, über eine Verlängerung des Schuljahrs oder gar der Schulzeit nachzudenken. "Wäre es z.B. denkbar, dass die Schuljahre für einen Übergangszeitraum auch einmal länger dauern als bislang zwölf Monate? Wäre es nicht besser, für den Lernstoff mehr Zeit - vielleicht sogar ein zusätzliches Schuljahr - zur Verfügung zu stellen, statt ihn zu kürzen?", fragte der Konferenzvorsitzende Dieter Brückner in einer Erklärung. Was Kinder und Jugendliche durch die lange Dauer der Schulschließungen versäumen, ließe sich nicht so nebenbei nachholen.
Die BDK kritisierte das Vorgehen der Kultusministerkonferenz (KMK) in der Krise scharf. Brückner bezeichnete die Aussagen der KMK als "Plattitüden". Mit ihrem Beschluss vom Dienstag, bis zu den Sommerferien Ende Juni Schülern aller Jahrgänge in irgendeiner Form wieder den Schulbesuch zu ermöglichen, stochere die KMK im Nebel, hieß es weiter.

12:25 Uhr - So wenig Corona-Tote in Spanien wie zuletzt vor sechs Wochen

Spanien meldet mit 268 weiteren Todesfällen so wenig Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 wie zuletzt vor fast sechs Wochen. Insgesamt erlagen damit 24.543 Menschen dem Erreger, mit dem sich nach den jüngsten Zahlen 213.435 Personen angesteckt haben. Neu registriert wurden zuletzt 518 Infektionen, wie das Gesundheitsministerium erklärt.

12:10 Uhr - Umsatzeinbruch: Reinigungen fehlt Hochzeitsgeschäft

Das fehlende Hochzeitsgeschäft macht sich bei den Reinigungen bemerkbar.
Keine Hochzeitsfeiern = keine festliche Kleidung. Das fehlende Hochzeitsgeschäft macht sich bei den Reinigungen bemerkbar.
© dpa

Die Stimmung in der textilen Dienstleistungsbranche hat sich wegen der Corona-Krise "außerordentlich verschlechtert", teilt der Verband DTV mit. Wäschereien und Reinigungen sehen sich mit massiven Umsatz- und Auftragseinbrüchen konfrontiert. "Besonders hart trifft es das Privatkundengeschäft und Betriebe mit dem Schwerpunkt auf Hotellerie- und Gastronomiewäsche."

Eine Verbesserung im zweiten Halbjahr 2020 sei kaum zu erwarten. Die Nachfrage von Privatkunden in der gerade beginnenden Hauptsaison ging demnach stark zurück. "Da leben Reinigungen vor allem von den Hemden, Anzügen, von den Festtagskleidern und Hochzeiten", sagt DTV-Geschäftsführer Andreas Schumacher. Rund 85 Prozent der Betriebe hätten Kurzarbeit angemeldet und über die Hälfte könnten maximal noch drei Monate durchhalten.

11:30 Uhr - Corona-Impfstoff doch schon im September?

Die Universität Oxford testet seit einer Woche einen möglichen Wirkstoff an Menschen. Sind die Studien erfolgreich, könnte es bereits im September einen Impfstoff geben, hoffen die Forscher. Mehr zu dem Verfahren erfahren Sie hier. 

11:15 Uhr - RKI: Noch zu viele Fragen offen für Immunitätspässe

Das Robert-Koch-Institut hält die Zeit für sogenannte Immunitätspässe noch nicht für gekommen. "Da sind wir momentan noch nicht", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Es gebe noch zu viele offene Fragen, wann und wie lange ein Mensch wirklich immun sei. In verschiedenen Ländern werden Immunitätspässe erwogen, mit denen etwa Einreisen von Ausländern wieder möglich sein könnten.

10:50 Uhr - Arbeitslosenzahl legt um über 300.000 zu

Durch die Coronavirus-Krise ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im April drastisch gestiegen. Zudem ist fast jeder dritte der über 33 Millionen Beschäftigten von Kurzarbeit bedroht, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag mitteilte. Die BA registrierte im April 2,644 Millionen Arbeitslose. Das waren 308.000 mehr als im März und 415.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. 

10:15 Uhr – RKI-Chef: Wer akute Atemwegssymptome hat, soll auf SARS-CoV-2 getestet werden

Die Testkapazitäten in Deutschland sind weiter gestiegen, liegen derzeit bei 860.000, teilte das Robert Koch-Institut (RKI). Es werden inzwischen schneller Patienten getestet. "Wer akute Atemwegsbeschwerden hat, soll auf Sars-Cov-2 getestet werden", so RKI-Chef Lothar Wieler.

Außerdem teilte das RKI mit, dass das Durchschnittsalter der Covid-19-Infizierten bei 50 Jahren liege. 15 Prozent der Covid-19-Fälle müssen im Krankenhaus behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle liege derzeit bei 4 Prozent, vor allem wegen der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen. Das Durschnittalter der Verstorbenen liege bei 81 Jahren.

RKI-Präsident Lothar Wieler hat dazu aufgerufen, trotz der Pandemie auch weiterhin Vorsorge-Untersuchungen und Impfungen wahrzunehmen. Dies gelte vor allem auch für die U-Untersuchungen bei Kindern und Säuglingen. Auch sollten die erforderlichen Impfungen gemacht werden. Der Körper könne sich damit auseinandersetzen, wenn man sich nach einer Impfung mit dem Coronavirus infiziere, sagt Wieler.

09:50 Uhr - Zinslose Notkredite für Studenten

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will Studenten mit Notkrediten durch die Corona-Krise helfen. Das kündigte die Ministerin am Donnerstag in Berlin an. Ab dem 8. Mai können Studentinnen und Studenten bei der staatlichen Förderbank KfW ein zunächst zinsloses Darlehen von bis zu 650 Euro im Monat beantragen. Sowohl laufende KfW-Studienkredite als auch neue Anträge sollen für inländische Studierende bis Ende März kommenden Jahres zinslos bleiben. Ausländische Studentinnen und Studenten können den Kredit ab Juli erhalten.

Der Antrag soll unbürokratisch über ein Online-Formular möglich sein, wie das Ministerium verspricht. Wie bei KfW-Studienkrediten üblich, muss man erst nach einer Karenzphase von 18 bis 23 Monaten mit der Rückzahlung beginnen.  Wer in einer besonders akuten Notlage ist und keine andere Hilfe etwa von den Eltern bekommt, kann bei seinem örtlichen Studentenwerk einen Zuschuss beantragen, der nicht zurückgezahlt werden muss.

09:15 Uhr - Söder warnt vor zweiter Corona-Welle und übereilten Lockerungen

28.04.2020, Bayern, München: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, kommt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts mit Mundschutz zu einer Pressekonferenz. Schwerpunkt der Sitzung war die Corona-Krise. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bild
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt vor übereilten Lockerungen.
© dpa, Sven Hoppe, shp jai

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Krise hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor übereilten Lockerungen der Abwehrmaßnahmen gewarnt. Solange es keinen Impfstoff gebe, drohe ansonsten "eine zweite Welle, ein Rückfall", sagte Söder am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. "Wir haben einige Länder gesehen, die haben sehr schnell gelockert und mussten dann das Gegenteil tun." Als ein Beispiel nannte er Singapur. Konkrete Termine für weitere Öffnungen wollte Söder nicht nennen. Aber wenn es das Infektionsgeschehen zulasse, werde es eine weitere Normalisierung geben: "Es muss sich keiner Sorgen machen, dass der Zustand ewig so dauert."

08:55 Uhr – Keine neuen Corona-Fälle in Südkorea

Südkorea meldet am Donnerstag zum ersten Mal seit Februar keine neuen Fälle mehr, die auf Ansteckungen im eigenen Land zurückzuführen sind. Die vier zuletzt neu registrierten Fälle gingen auf Infektionsketten im Ausland zurück, teilt die zuständige Gesundheitsbehörde mit. Insgesamt sind in Südkorea damit 10.765 Fälle gemeldet. Die Zahl der Toten stieg um einen auf 247. In Südkorea gab es den ersten großen Coronavirus-Ausbruch außerhalb Chinas. Seitdem hat das Land die Epidemie mit einer hohen Zahl an Tests und umfassender Kontaktverfolgung weitgehend unter Kontrolle gebracht.

08:35 Uhr – Kalifornien will ab Freitag alle Strände schließen

 April 25, 2020, Newport Beach, California, USA: People flock to Newport Beach for a break from the heat on Saturday, April 25, 2020. Newport Beach USA - ZUMAo44 20200425zano44019 Copyright: xMindyxSchauerx
Am letzten Aprilwochenende strömten tausende Menschen an den Strand von Newport Beach in Kalifornien.
© imago images/ZUMA Wire, Mindy Schauer via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom will Medienberichten zufolge ab Freitag die Schließung aller Strände seines Bundesstaates anordnen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. US-Medien berufen sich auf eine Mitteilung Newsoms an den kalifornischen Polizeichef. Möglicherweise könnten demnach auch einige Parks geschlossen werden. Newsom hatte zu Wochenbeginn die Bevölkerung kritisiert, sich den landesweiten Ausgangsbeschränkungen widersetzt zu haben. Am Wochenende waren Zehntausende Menschen an die Strände geströmt.

08:10 Uhr – Bund will Kontaktbeschränkung bis 10. Mai verlängern

Wie RTL aus Regierungskreisen erfahren hat, will der Bund die Kontaktbeschränkung bis 10. Mai verlängern. Zur Eindämmung der Corona-Krise sollen weiterhin Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland ab sofort verboten werden. Bund und Länder hatten sich nach Ostern auf eine Verlängerung der Kontaktbeschränkung bis zum 4. Mai geeinigt.

07:30 Uhr - Virologe Kekulé: Impfstoff könnte noch Jahre dauern

 Alexander Kekul 2020-04-05, Berlin, Deutschland - Alexander Kekul , Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, zu Gast bei Anne Will im Ersten Deutschen Fernsehen. Thema der Talkrunde: Zw
Der Virologe Alexander Kekulé rechnet nicht damit, dass in diesem Jahr ein Impfstoff verfügbar sein wird.
© imago images/Jürgen Heinrich, Jürgen Heinrich via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Auf der Rückkehr zur Normalität wäre ein Impfstoff gegen das Coronavirus der entscheidende Schritt. Bis dieser für die breite Masse zur Verfügung steht, könnte es noch dauern. "Einen Impfstoff gibt es frühestens in einem Jahr. Es kann aber auch zwei Jahre dauern, bis ein rettendes Immunserum in ganz Deutschland verfügbar ist", sagte der Virologe Alexander Kekulé in der ARD. "Ich glaube, wir würden uns etwas vormachen, wenn wir glaubten, dass wir verhindern können, dass es Tote gibt, und einfach auf den Impfstoff warten."

06:50 Uhr- Bildungsministerin Karliczek: Kein normaler Unterricht bis weit ins nächste Schuljahr

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek rechnet für den Schulbetrieb mit Beschränkungen bis in das nächste Schuljahr hinein. "Die Ausnahmesituation wird bis weit in das nächste Schuljahr andauern", sagt die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Erst wenn große Bevölkerungsgruppen geimpft sind, werden wir zum gewohnten Unterricht zurückkehren", betont die Ministerin. So lange werde es eine Mischform von Präsenzunterricht und digitalem Unterricht geben.

06:30 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Weltweit  3.193.961 227.644
USA 1.039.909 60.966
Spanien 236.899 24.275
Italien  203.591 27.682
Frankreich  166.543 24.087
Großbritannien 166.441 26.097
Deutschland  161.539 6.467
Türkei  117.589 3.081

In Deutschland sind bis Donnerstagfrüh laut Johns Hopkins Universität mehr als 160.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 6.376 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Mittwoch bei 0,75. Das bedeutet, 10 Infizierte stecken im Schnitt 7,5 Menschen an.

Großbritannien hat die Zahl der Corona-Toten nach oben korrigiert. Mittlerweile registrierte das Königreich mehr als 26 000 Opfer - und ist damit in Europa nun nach Italien das Land mit den zweitmeisten Covid-19-Toten. Die Lage bleibt auch in den USA angespannt: Dort kamen Wissenschaftlern zufolge seit Beginn der Pandemie mehr als 60 000 Menschen durch eine Infektion mit dem Virus ums Leben.

06:00 Uhr – Deutsche Politiker fordern Aufklärung: Woher kommt das Coronavirus?

In der Debatte um den Ursprung der Coronavirus-Pandemie in China und Spekulationen über einen möglichen Laborunfall in der Millionenstadt Wuhan mehren sich auch in Deutschland die Rufe nach einer internationalen Untersuchung vor Ort. "Ziel muss nicht nur eine transparente Aufklärung der Ursachen sein, sondern auch die Entwicklung und Durchsetzung von internationalen Hygienestandards, gerade auch für Tiermärkte", sagt der CDU-Außenpolitikexperte Jürgen Hardt der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagausgabe). Angesichts der Tragweite der Pandemie trage jeder Staat dafür Verantwortung, transparent mit Ursachen und Maßnahmen umzugehen, damit ein vergleichbarer Vorgang für die Zukunft verhindert werden könne. "Eine unabhängige und transparente internationale Untersuchung unter Leitung der WHO könnte einen wichtigen Beitrag leisten, diese muss China auch im eigenen Interesse zulassen", betont Hardt. "Allerdings sollte diese so schnell wie möglich stattfinden können, damit nötige Beweise noch vorliegen".

Auch der FDP-Außenpolitikexperte Alexander Graf Lambsdorff spricht sich für eine Aufklärung aus: "China hat ein Interesse daran diese Gerüchte zu widerlegen, und die beste Weise dazu ist, eine unabhängige internationale Untersuchung über die Herkunft des Virus zuzulassen", sagt der FDP-Politiker der Zeitung. "Wenn China nichts zu verbergen hat, spricht auch aus Pekings Sicht nichts dagegen." Da die Weltgesundheitsorganisation WHO aber in der Pandemie aktuell extrem gefordert sei, könne dies auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

03:03 Uhr - USA wollen Impfstoff mit Warp-Geschwindigkeit herstellen

 Hannover, Coronavirus, 29.04.2020, Ministerpräsident Stephan Weil und Minister Björn Thümler besuchen die Tierärztliche Hochschule in Hannover Präsident Dr. Gerhard Greif und weitere Wissenschaftler werden dort ihre Forschungen zur Entwicklung eines
Suche nach einem Impfstoff
© imago images/localpic, Rainer Droese via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die US-Regierung will laut Insiderinformationen die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs beschleunigen. Das Ziel sei, bis Ende 2020 rund 100 Millionen Impfdosen zur Verfügung zu haben, sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter. Experten gehen weiterhin davon aus, dass klinische Studien zur Gewährleistung der Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffs mindestens 12 bis 18 Monate in Anspruch nehmen könnten. Das US-Gesundheitsministerium kündigte Anfang April Pläne an, mit mehr als 15 Pharmaunternehmen sowie europäischen Regulierungsbehörden die Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen für die Krankheit voranzutreiben. Die jüngsten Bemühungen der US-Regierung zu dem Impfstoff-Programm wurden ursprünglich von der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. Unter dem Namen "Operation Warp Speed" würden private Pharmaunternehmen zusammen mit Regierungsbehörden und dem Militär versuchen, die Entwicklungszeit für einen Impfstoff um bis zu acht Monate zu verkürzen, so Bloomberg.

02:55 Uhr - Tesla-Chef beschimpft Corona-Ausgehbeschränkungen als "Faschismus"

Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk
© deutsche presse agentur

Tesla-Chef Elon Musk hat die kalifornischen Ausgehbeschränkungen in der Corona-Krise öffentlich als «Faschismus» beschimpft. Dem milliardenschweren Konzernlenker brannten in der Telefonkonferenz zu Quartalszahlen des Elektroauto-Herstellers die Sicherungen durch. Seine Meinung sei, die Menschen würden durch die Maßnahmen «in ihren Häusern eingesperrt und ihre Rechte nach der Verfassung verletzt», wetterte Musk in der Nacht zum Donnerstag.

Wer zuhause bleiben wolle, solle nicht gezwungen werden, rauszugehen, schränkte er ein. «Aber den Leuten zu sagen, dass sie ihr Haus nicht verlassen können, dass sie dann festgenommen werden, das ist Faschismus, das ist nicht demokratisch», fuhr Musk mit einer verzerrten Darstellung der kalifornischen Maßnahmen fort. Zum Abschluss seiner Tirade forderte der Tesla-Chef, den Menschen «ihre gottverdammte Freiheit» wiederzugeben. Die Konferenz wurde danach abgebrochen und erst einige Minuten später fortgesetzt.

Alle Meldungen vom 29. April 2020

+++ Hier können Sie alle wichtigen Meldungen und Entwicklungen vom 29. April nachlesen +++