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Bundestagswahl 2021: Armin Laschet vor TV-Triell kämpferisch – Attacken auf SPD und Grüne

CDU-Chef attackiert SPD und Grüne

Laschet gibt sich vor TV-Dreikampf kämpferisch

 Armin Laschet
Armin Laschet will beim TV-Triell seine Chance nutzen.
www.imago-images.de, imago images/Jens Schicke, Jens Schicke via www.imago-images.de

TV-Triell der Kanzlerkandidaten am Sonntag um 20:10 Uhr

Mit einer kämpferischen Schlussphase will Union-Kanzlerkandidat Armin Laschet im Bundestagswahlkampf das Ruder herumreißen. Er werde beim ersten TV-Dreikampf der Kanzlerkandidaten (Sonntag, 20:10 Uhr bei RTL und ntv und im Livestream auf RTL.de) sichtbar machen, für was die Union stehe und "wo die Unterschiede sind zu Rot-Grün", sagte der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Samstag beim Bundesdelegiertentag der Frauen Union der CDU.

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CDU/CSU-Kanzlerkandidat will sich von SPD und Grünen abgrenzen

"Ich bin sicher, wenn wir das jetzt allen unseren Mitgliedern vermitteln, dann haben wir auch die Chance, bei der Bundestagswahl auf Platz eins zu liegen und damit auch die künftige Bundesregierung zu stellen", erklärte Armin Laschet . In den nächsten 30 Tagen müsse über Inhalte und jene Themen geredet werden, die die Union von SPD und Grünen unterscheiden würden. Laschet attackierte SPD und Grüne bei den Themen innere Sicherheit, der Außen- und Sicherheitspolitik, der Arbeitsmarkt-, Frauen- und Sozial- sowie der Klimapolitik.

Armin Laschet durch Umfragetief unter Druck

Beim ersten sogenannten Triell trifft Laschet erstmals im Bundestagswahlkampf in einem solchen Format auf seine Rivalen, SPD-Kanzlerkandidat und Finanzminister Olaf Scholz sowie Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Mit Spannung wird erwartet, wie sich der unter Druck stehende Laschet schlägt. Die Union ist in Umfragen abgestürzt, teils lag sie zuletzt sogar knapp hinter der SPD. Auch die Beliebtheitswerte von Laschet sind im Keller. Sie liegen weit hinter jenen von Scholz. Die Bundestagswahl ist am 26. September.

CSU sicher: Armin Laschet wird seine Chance nutzen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt misst den Fernsehrunden der Spitzenkandidaten zentrale Bedeutung zu. "Sie werden bei dieser Wahl den Ausschlag geben", sagte er dem "Donaukurier" (Wochenendausgabe). "Jeder kann dort den direkten Vergleich der Kandidaten sehen. Ich gehe davon aus, dass Armin Laschet diese Chance nutzt und deutlich macht, dass er der richtige Bundeskanzler für Deutschland ist."

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Lucke im Frühstart
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Bundestagswahl 2021: Olaf Scholz schließt Koalition mit Linken nicht aus

Olaf Scholz schloss eine Koalition mit der Linken erneut nicht ausdrücklich aus. "Die Erfahrung zeigt, dass nach der Absage an eine Koalition die Frage nach der nächsten folgt", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" auf die Frage, warum er nicht klar Nein sage zu einem Bündnis mit der Linken. "Und irgendwann diskutiert das Land nicht mehr über das Wohl des Landes, sondern die Ränke von Parteien."

Er sei überzeugt: "Jede Regierung in Deutschland muss sich ganz klar zur transatlantischen Partnerschaft bekennen, zur Mitgliedschaft in der Nato und zu einer starken und souveränen Europäischen Union. Dazu, dass wir solide mit dem Geld umgehen und dass die Wirtschaft wachsen muss. Und dass die Sicherheit im Inneren gewährleistet wird." All diese Punkte seien für ihn unabdingbar.

SPD-Kandidat freut sich über gute Umfragewerte Scholz vor RTL-Wahltriell
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Grüne kritisieren Afghanistan-Kurs der Linkspartei

Annalena Baerbock
Annalena Baerbock kritisiert die Linkspartei für ihren Afghanistan-Kurs.
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Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ließ Zweifel erkennen, ob es zu einer gemeinsamen Regierung mit der Linkspartei kommen kann. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte sie: "Die Linkspartei hat am Mittwoch im Bundestag zu meinem Entsetzen noch einmal verdeutlicht, dass sie außenpolitisch nicht handlungsfähig ist."

Die Linksfraktion hatte sich bei der Abstimmung über das Evakuierungsmandat der Bundeswehr für Afghanistan mehrheitlich enthalten, es gab aber auch Ja- und Nein-Stimmen. Baerbock sagte nun: "Einem Bundeswehr-Mandat die Unterstützung zu verweigern, obwohl es um die Rettung von Menschen in höchster Not geht – mit einem solchen Agieren ist die Linke dabei, sich selbst auszuschließen."

Baerbock forderte erneut einen fairen Umgang im Wahlkampf. Generell schätze sie Laschet für seine Bodenständigkeit. Auf die Frage, was sie an Scholz möge, entgegnete die Grünen-Chefin: "Seine Ruhe nach außen und nach innen."

Robert Habeck: Annalena Baerbock wird bei TV-Triell Boden gutmachen

Grünen-Co-Chef Robert Habeck rechnet damit, dass Baerbock bei dem TV-Triell Boden gutmachen kann. "Sowohl Olaf Scholz als auch Armin Laschet wollen die Ära Merkel im politischen Habitus verlängern. Tunlichst keine Antworten geben, Politik möglichst entpolitisieren", sagte er der "Welt am Sonntag". Das passe nicht zur gesellschaftlichen Stimmung, die von großer Unruhe und Orientierungslosigkeit geprägt sei. "Gerade in den TV-Triellen wird Annalena Baerbock deshalb mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrer Energie punkten können." (dpa/bst)