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Junge Union

Die Junge Union unterstützt in Deutschland die Parteien CDU sowie CSU als Jugendorganisation in Wahlkämpfen und veranstaltet jährlich den Deutschlandtag.

Junge Union picture alliance/dpa | Lino Mirgeler


Junge Union: Deutschlands Jugendorganisation von CDU und CSU

Die Junge Union ist eine Jugendorganisation, die als Parteinachwuchs in Bayern die CSU und im Rest Deutschlands die CDU unterstützt. Im Rahmen des ersten Deutschlandtreffens der Mitglieder kam es im Januar 1947 im hessischen Kurort Königstein im Taunus zur Gründung des Bundesverbands. Mindestens ein Mal pro Jahr veranstaltet die Junge Union einen Deutschlandtag, der für die Wahl des Bundesvorstands zuständig ist. In der Satzung bezeichnet die Organisation sich als Vereinigung von jungen Personen "mit christlichem, demokratischem und sozialem Bewusstsein".

Was machte die Junge Union in der Vergangenheit und Gegenwart?

Nach der Gründung der Jungen Union galten die Mitglieder zunächst eher als konservative und fromme Unterstützer der Parteien CDU und CSU. Ab den 1960er-Jahren entwickelte die Jugendorganisation aber häufiger rebellische Ideen und eigene Forderungen. Im Vergleich zu den Mutterparteien kritisiert die Junge Union politische Gegner aus der Sicht von Beobachtern oft aggressiver. Darüber hinaus engagiert der Parteinachwuchs sich in den Wahlkämpfen beispielsweise mit Plakataktionen und Infoständen.

Struktur der Jungen Union und Mitglieder

Das Mindestalter für einen Beitritt zur Jungen Union liegt bei 14 Jahren. Nach dem 35. Lebensjahr endet die Mitgliedschaft, durch die junge Menschen nicht automatisch ein Parteimitglied der CDU oder der CSU sind. Der Bundesverband der Jungen Union umfasst 18 Landesverbände und rund 400 Kreisverbände, die 2019 insgesamt über mehr als 100.000 Mitglieder verfügten. Diese Struktur orientiert sich an den Verbänden in den Mutterparteien.

Bedeutende Vorsitzende der Jungen Union in Deutschland

Mehrere Vorsitzende aus der Geschichte der Jungen Union haben in der deutschen Politik eine wichtige Rolle gespielt. Der ehemalige Bundesvorsitzende Gerhard Stoltenberg war zum Beispiel Ministerpräsident im Bundesland Schleswig-Holstein sowie Finanz- und Verteidigungsminister von Deutschland. Außerdem führten der Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann und der Gesundheitsminister Hermann Gröhe die Junge Union als Vorsitzende. Die frühere JU-Chefin Hildegard Müller gehörte wiederum im Amt einer Staatsministerin zur deutschen Bundesregierung. 2018 wählte die CDU Paul Ziemiak noch während seiner Amtszeit als Bundesvorsitzender der Jugendorganisation zum Generalsekretär.