Vorsitzender der Bischofskonferenz zu Missbrauchsfällen in der Kirche

Bischof Bätzing fordert von Papst Benedikt eine Entschuldigung

HANDOUT - 30.01.2022, Berlin: Auf diesem vom Norddeutschen Rundfunk zur Verfügung gestellten Bild spricht der Gast Georg Bätzing, Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, während der Talk-Show «Anne Will» am Sonntag Abend
Bischof Bätzing: Benedikt muss sich entschuldigen
jm sei, dpa, Wolfgang Borrs

Es ist Zeit für eine Entschuldigung. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat von dem emeritierten Papst Benedikt eine Entschuldigung für sein Verhalten im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche gefordert.

Er müsse den einfachen Satz sagen: "Ich habe Schuld auf mich geladen"

ARCHIV - 01.06.2018, Vatikan, Vatikanstadt: Der emeritierte Papst Benedikt XVI gibt ein Interview. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat eingeräumt, bei seiner Stellungnahme für das Missbrauchsgutachten des Erzbistums München und Freising eine fals
Papst Benedikt XVI. war in einem Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum München und Freising Fehlverhalten vorgeworfen worden. In einem wesentlichen Punkt räumte er vergangenen Montag ein, eine Falschaussage gemacht zu haben.
dka pil tba pil jai, dpa, Daniel Karmann

„Er muss sich äußern, und er muss sich über seine Berater hinwegsetzen und im Grunde den schlichten, einfachen Satz sagen: „Ich habe Schuld auf mich geladen, ich habe Fehler gemacht, ich bitte die Betroffenen um Verzeihung.“ Anders geht das nicht“, sagte Bätzing am Sonntagabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“.

Auf die Frage, ob er glaube, dass Benedikt dies auch tun werde, sagte der Limburger Bischof: „Ich traue es ihm zu - wenn er es schafft, sich von Beratern zu distanzieren. Das ist nun wirklich eine Schwäche von Benedikt XVI., von Joseph Ratzinger, sich nicht immer mit den besten Beratern zu umgeben.“

Papst räumte ein, eine Falschaussage gemacht zu haben

Benedikt war in einem Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum München und Freising Fehlverhalten vorgeworfen worden. Der 94-Jährige, der von 1977 bis 1982 Erzbischof in München war, bestreitet das aber. In einem wesentlichen Punkt räumte er vergangenen Montag ein, eine Falschaussage gemacht zu haben.

Es geht dabei um seine Anwesenheit in einer Sitzung, in der über eine Missbrauchspriester gesprochen wurde. Die Falschaussage führte Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein jedoch auf ein technisches Versehen zurück.

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