Ohne Jacke und Telefon zwischen Oberbayern und Nordrhein-Westfalen

Mann vergisst seine schwangere Frau an der Raststätte

Ohne Jacke und Handy musste die 28-jährige Schwangere nach Helfenden suchen.
Ohne Jacke und Handy musste die 28-jährige Schwangere nach Helfenden suchen.
© Animaflora PicsStock (Animaflora PicsStock (Photographer) - [None]

28. Mai 2021 - 9:28 Uhr

Pinkelpause mit Folgen

Diese Autofahrt wird eine junge Familie, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf der Autobahn von Oberbayern nach Nordrhein-Westfalen unterwegs war, so schnell nicht vergessen. Der Fahrer des Autos, seine schwangere Freundin und ihr gemeinsames 11 Monate altes Kind wollten kurz vor der Ausfahrt Pommersfelden einen schnellen Zwischenstopp einlegen – doch die Weiterfahrt erfolgte leider ohne die schwangere 28-Jährige.

Streifenwagen eilte zur Hilfe

Denn die wollte eigentlich mit ihrem Kind gemeinsam im Auto warten, solange ihr Lebensgefährte auf Toilette war, entschied sich dann aber doch spontan dazu, diese ebenfalls aufzusuchen. Das bemerkte der Mann aber scheinbar nach seiner Rückkehr zum Wagen nicht und trat die Weiterfahrt ohne seine schwangere Liebste an. Die dachte wahrscheinlich, sie sei im falschen Film als sie aus dem Gebäude kam und das Auto samt Familie nicht aufzufinden war. Ohne Jacke und ohne Handy wandte sie sich an andere Rastende, die sie netterweise mit der Polizei verbanden. Dass seine Frau noch an der Raststätte war, fiel dem Fahrer erst nach ganzen 50 Kilometern auf, bevor er sofort umkehrte und den Rastplatz ansteuerte. Im Polizeiwagen fuhren die Polizisten samt Schwangeren dem Mann entgegen. Und glücklicherweise gelang nach einiger Zeit dann die Familienzusammenführung irgendwo auf der A3. Seine Frau konnten die Polizisten ihm zurückbringen, das schlechte Gewissen wird den werdenden Vater jedoch wohl noch etwas länger begleiten.

Im Video: Auch dieser Mann hat etwas Wertvolles vergessen

Vor etwa zehn Jahren machte der deutschstämmige Stefan Thomas einen Werbefilm – dafür bekam er vom Kunden 7002 Bitcoins. Um Zugang zu den Coins zu haben, die damals pro Stück circa zwei bis sechs Dollar wert waren, braucht man ein Passwort. Blöd: Das hat der Mann mittlerweile vergessen, es zurücksetzen zu lassen, ist nicht möglich. Noch blöder: Der Wert der Bitcoins ist so stark angestiegen, dass auf dem Konto jetzt umgerechnet 197 Millionen Euro liegen, an die er nicht herankommt.