Jugendlicher in Dormagen getötetZwölfjähriger im Fall Yosef (†14) unter Tatverdacht – Mobbing als Motiv?
Diese Tat macht fassungslos!
Polizei und Staatsanwaltschaft haben im Fall Yosef aus Dormagen (Nordrhein-Westfalen) einen Zwölfjährigen als Tatverdächtigen ermittelt. Der 14-Jährige war am Mittwoch (28. Januar) durch mehrere Stich- und Schnittverletzungen getötet worden. Wie die dpa berichtet, soll sich der Beschuldigte gemobbt gefühlt haben. Das gehe aus Informationen aus Sicherheitskreisen hervor.
Kind soll 14-Jährigen in Dormagen getötet haben
Die Tötung des 14-jährigen Yosef in Dormagen soll nicht im Affekt geschehen, sondern eine von einem anderen Kind (12) geplante Tat gewesen sein. Das erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen, zuerst hatte Bild berichtet. Demnach habe es Streitigkeiten zwischen den Kindern gegeben. Der Zwölfjährige soll sich gemobbt gefühlt haben. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Tat rassistisch motiviert gewesen sei, hieß es. Der getötete Jugendliche stammt aus Eritrea. Offiziell bestätigt ist das nicht. Auch Informationen, die RTL vorliegen, bestätigen das nicht.
Lese-Tipp: Freundin von Yosefs Familie geschockt! „Habe gehofft, das wäre ein Erwachsener”
Auf die Spur seien die Ermittler ihm durch Auswertung von Yosefs Handydaten gekommen, so Bild. „Da es sich bei dem Täter um ein Kind handelt, bitten wir um Verständnis, dass wir aus persönlichkeitsrechtlichen und auch jugendschutzrechtlichen Gründen keine Angaben zur Person oder auch zu den Hintergründen oder auch Umständen der Tat preisgeben werden”, erklärt Claudia Suthor von der Polizei Rhein-Kreis Neuss im Gespräch mit RTL.

Die Leiche des 14-Jährigen war am vergangenen Mittwoch (28. Januar) an einem See in Dormagen von einem Spaziergänger gefunden worden. Er erlitt Stich- und Schnittverletzungen, wie die Polizei in Neuss und die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Dienstagabend (3. Februar) nach der Obduktion der Leiche mitteilten. Der 14-Jährige starb demnach infolge dieser Verletzungen. Yosef habe nach Angaben der Stadt Dormagen seit dem Jahr 2018 in einer städtischen Unterkunft gelebt. Er habe eine städtische Schule besucht und sei voll in die Stadtgesellschaft integriert gewesen.
Video-Tipp: Toter Yosef (†14) – Mutter kämpft um die Wahrheit
Zwölfjähriger nicht strafmündig
Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) sagte am Freitag (6. Februar), der Tatverdächtige sei zuvor offenbar nicht polizeilich auffällig geworden. „Wir müssen davon ausgehen, dass unsere Stadt durch dieses Ereignis, durch diesen schlimmen Tod von Yosef, nachhaltig traumatisiert sein wird”, sagte er bei einer Pressekonferenz an einem Sportplatz der Stadt. „Dass ein Minderjähriger mutmaßlich diese Tat begangen hat, ist etwas, das uns umso betroffener macht und was uns auch das Blut in den Adern gefrieren lässt.”
Lese-Tipp: Fall Yosef (†14) „lässt uns das Blut in den Adern gefrieren”

Als Kind werden laut deutscher Rechtslage alle Menschen unter 14 Jahren bezeichnet. Danach gelten sie als Heranwachsende, ab 18 Jahren als Erwachsene. Auch Strafmündigkeit ist erst ab 14 Jahren gegeben. „Der Verdächtige wurde in die Obhut des Jugendamtes übergeben. Von dort aus wurden Maßnahmen getroffen“, so Polizeipressesprecherin Suthor zu RTL. Welche Maßnahmen das genau sind, teilt sie nicht mit.
Lese-Tipp: 14, 18 oder 21 Jahre – ab wann ist man in Deutschland voll strafmündig?
Große Anteilnahme nach Yosefs (†14) Tod
Auch der Fußballverein des Jugendlichen hatte seine Trauer ausgedrückt: „Yosef war ein äußerst beliebter Junge, der nicht nur im Verein, sondern auch in der ganzen Dorfgemeinschaft hochgeschätzt wurde. Sein strahlendes Lächeln und sein außergewöhnlicher Teamgeist haben ihn zu einem wertvollen Mitglied in unserem Verein gemacht”, hieß es auf der Homepage.
Lese-Tipp: Trauer um getöteten Yosef (†14) – Deutschland lässt seine Mutter nicht allein
Am vergangenen Wochenende hatten nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen an einem Trauerzug für Yosef teilgenommen. Am Freitagmittag (6. Februar) findet auf dem Kunstrasensportplatz im Stadtteil Deöhoven eine Trauerfeier für den 14-Jährigen statt. „Nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Schülers zeigt sich eine enorme Anteilnahme der Dormagener Stadtgesellschaft“, heißt es in der Mitteilung. Man wolle möglichst allen Menschen die Gelegenheit geben, Abschied zu nehmen. Die Beerdigung von Yosef ist nicht öffentlich. (lha)
Verwendete Quellen: Bild, dpa
































