Kind unter VerdachtFreundin von Yosefs Familie geschockt! „Habe gehofft, das wäre ein Erwachsener”

Der Täter soll selbst noch ein Kind sein!
Nur wenige Stunden vor Yosefs († 14) Trauerfeier teilt die Polizei in Dormagen mit, dass in dem Fall ein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte: Dabei handelt es sich um einen Zwölfjährigen. Für Kerstin Ruhe, eine Freundin von Yosefs Familie, nur schwer zu verkraften, wie sie im Interview mit RTL erklärt.
„Wie kann ein zwölfjähriges Kind so etwas an Wut und Hass entwickeln?“

Am Freitagvormittag teilt die Polizei mit, dass ein Tatverdächtiger im Fall Yosef ermittelt worden ist. Zeitgleich bereitet sich Kerstin Ruhe auf die Trauerfeier des 14-Jährigen vor. Als Familienfreundin soll sie sogar eine Rede halten. „Ein Kind, das ein Kind so zurichtet. In welcher Welt leben wir mittlerweile? Wie kann das sein? Wie kann ein zwölfjähriges Kind so etwas an Wut und Hass entwickeln? Ich verstehe das nicht. Es ist für mich unbegreiflich“, erzählt sie im RTL-Interview. Neben der Trauer sei sie auch wütend.
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Seit dem Leichenfund am Mittwochnachmittag (28.01.) wollten sie und vor allem Yosefs Mutter unbedingt Antworten – doch genau die machen nun sprachlos, so Kerstin Ruhe. „Ehrlich gesagt habe ich gehofft, das wäre ein Erwachsener, dass der mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden kann.“
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Tatverdächtiger im Fall Yosef († 14) ermittelt: Zwölfjähriger in Obhut des Jugendamtes
Was genau mit Yosef passiert ist, ist weiterhin unklar. Die Polizei nennt keine Details, betont lediglich, dass „umfangreiche Ermittlungen“ stattgefunden haben und so der Tatverdächtige ermittelt werden konnte. „Da es sich bei dem Täter um ein Kind handelt, bitten wir um Verständnis, dass wir aus persönlichkeitsrechtlichen und auch jugendschutzrechtlichen Gründen keine Angaben zur Person oder auch zu den Hintergründen oder auch Umständen der Tat preisgeben werden“, erklärt Claudia Suthor, Pressesprecherin der Polizei des Rhein-Kreises Neuss. „Der Verdächtige wurde in die Obhut des Jugendamtes übergeben. Von dort aus wurden Maßnahmen getroffen.“ Welche das sind, sagt sie nicht.
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Und auch Kerstin Ruhe betont: „Die Familie des Kindes und auch das Kind selbst wird jetzt auch Zeit seines Lebens damit für immer zurechtkommen müssen.“ Das möchte sie sich als Mutter gar nicht vorstellen.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche